Beiträge von Mia2015

    nachdem man auch ein Baby einigermaßen gut groß bekommen hat - auch die Zeit mit einem Welpen wuppen kann.

    Schön, dass du das geschrieben hast. Einem Welpen musst du, wie einem Kind, ALLES beibringen. Der kann nix, der kommt unfertig zu Welt und die ist sein großer Spielplatz. Der zerkaut teure Schuhe, frisst Socken, nagt Möbel an, erleichtert sich auf Teppich oder Parkett, frisst Unrat, wälzt sich im Mist, tackert deine Hose, kratzt deine Tochter usw usf. Der bleibt nicht auf seiner Decke oder in seinem Körbchen, weil du es sagst. Der versteht nicht mal, was du von ihm willst. Das musst du ihm beibringen. Und dafür sollte man sich überlegen, WIE man das tun möchte. Es gibt tausend dolle Erziehungsmethoden, nur wenige kommen für mich persönlich in Frage. Bevor man zu einem Trainer oder in eine Huschu geht, sollte man sich überlegen, wie man was erreichen möchte. Ansonsten kann das ganze auch in Überforderung und Frust enden.

    Welpenschule würde ich dir von abraten, lieber Kontakt mit souveränen Althunden. Eine Box zur Stubenreinheit braucht man in den wenigsten Fällen, wenn man ein paar Wochen hinterher ist, lernt es der Hund auch ohne dafür eingesperrt zu sein. Wie gesagt, man muss es ihm nur beibringen.

    Gerade für Hundeanfänger finde ich einen Welpen ideal. So wächst man mit seinen Aufgaben

    Ja, wenn man die Zeit dafür hat und in etwa ahnt, was da auf einen zukommt. Pauschal kann man das überhaupt nicht sagen. Insbesondere dann nicht, wenn da noch kleine Kinder sind, die ebenfalls Aufmerksamkeit einfordern. Man muss sich das Leben nicht schwerer machen als es ist.

    Ein Welpe braucht verdammt viel Aufmerksamkeit, zumindest dann, wenn er zügig stubenrein werden und nicht alles anfressen soll, was in seinem Dunstkreis nicht niet und nagelfest ist.

    seit dem Sommer beschäftigen wir uns - angestoßen durch die Wünsche unserer Tochter (9einhalb) - mit dem Thema Hund

    Nimm es mir nicht übel, aber ihr scheint euch zwar mit verschiedenen Rassen, aber weniger mit den Bedürfnissen eines Welpen und auch nicht mit der Arbeit die da, neben Job und Familie, auf euch zu kommen wird auseinander gesetzt zu haben. DEN Anfängerhund gibt es meiner Meinung nach nicht, nur gute oder weniger gute Vorbereitung der zukünftigen Halter.

    Ich würde euch empfehlen euch im Tierheim umzuschauen, ob dort nicht ein Hund sitzt, der in eure Familie passt und bei dem Stubenreinheit und die Erziehungsgrundlagen schon vorhanden sind.

    Ihr Eltern werdet für den Hund zuständig sein, dass sollte euch klar sein. Weder kann eine 9jährige Erziehung noch Gassi gehen übernehmen. Und in der Pubertät (der Tochter) ist alles spannender, als der Hund (wenns blöd läuft).

    Ein Welpe, egal welcher Rasse, ist ein Fulltime-Job und braucht Zeit, Geduld und gute Organisation.

    Ist die Kleine eigentlich schon geimpft? Kann gut sein, dass euer Althund sich mit einer Erkältung angesteckt hat. Bindehautentzündung geht schnell, dafür habe ich immer Euphrasia Augentropfen hier, damit erst gar keine größere Sache daraus wird.

    Berichte doch mal, was der TA gesagt hat.

    Seid ihr es manchmal auch leid immer und immer wieder zu trainieren und wünscht euch so einen Mitlaufhund zu haben?

    Auch wenn meine Hündin nicht ganz einfach ist, ist sie eigentlich schon ein Mitlaufhund. Allerdings ein nicht immer ganz berechenbarer, je nach Lage des Hormonhaushalts.... :ugly:

    Ich musste bei ihr halt eins lernen: Nur, weil es grad mal wirklich gut läuft, heißt das nicht, dass das von Dauer ist...also müssen Hundi und ich immer fein an uns arbeiten und trainieren. Man muss sich wirklich angewöhnen, auch mal das Positive zu sehen und nicht immer nur das, was grad baustellenwürdig ist. Insgesamt macht sie 90 % wirklich toll, den Rest verbuche ich mal unter jugendlichem Wahnsinn, der sich im Laufe des nächsten Jahres vermutlich auswächst...trotzdem ist genau diese Phase recht anstrengend und trainingsintensiv.

    Weder finde ich Mitlaufhunde langweilig noch nicht ganz einfache Hunde irgendwie besonders aufregend. Ich nehms halt wie es kommt und stelle mich drauf ein.

    Mir geht es bei der Frage eher um den sogenannten Mainstream z.B. Unverträglichkeiten gegenüber anderen Hunden,Aggressionen gegenüber Menschen,Dauergebell usw.,usw. würden doch die meisten als Problemverhalten einstufen

    Ich verstehe deine Frage und bin der Meinung, dass zu oft der Hund einfach "nebenher läuft". Bei manchen mag das funktionieren, bei ernsteren Rassen endet das im Zweifelsfall in Fehlverhalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Hunden, so denn man sie schon im Welpenalter hat, von Beginn an Regeln und Strukturen geben muss, die auch eingefordert werden müssen. Das ist anstrengend, dass ist zeitintensiv und man fängt auch mal wieder von vorne an, obwohl man der Meinung war, es "sitzt".

    Ein Hund, je nach Veranlagung, stellt seinen Halter immer mal wieder gerne auf die Probe und versichert sich auch, ob die Regeln von gestern auch heute noch gelten. Zu viele Rassen in zu vielen falschen Händen, nur der Optik wegen angeschafft, nicht informiert genug über den Arbeitsaufwand, falsch oder gar nicht an den richtigen Stellen korrigiert, falsche oder zu wenig körperliche und geistige Auslastung, zu wenig Kontakt mit souveränen Althunden im Welpenalter, zu wenig oder zu viel Input an Außenreizen im Welpenalter, zu lascher oder zu ruppiger Umgang mit dem Hund, zu wenig und zu kurzes Training von Alltagssituationen, zu wenig Geduld, zu wenig Konsequenz, zu große Trainingsschritte....es gibt tausend Gründe, warum ein Hund für den Menschen ein Problemverhalten zeigt.

    Alles in allem kann man nur dazu raten, sich auf den Hund einzulassen und sich auch selber mit Hundeerziehung und ihren Möglichkeiten auseinander zu setzen, um zu erkennen, was wann welchen Hund weiterbringt. Denn klar ist eins: Ein Hund folgt seinem Halter nur, wenn er ihm vertraut. Vertrauen erlangt man durch Souveräntität und Sicherheit, die man seinem Hund entgegen bringt. Lernt der Hund, dass sein Halter selbst nicht weiß was er tun soll, wird er sich im Zweifelsfall immer auf sich selbst verlassen. Oder er wird selber unsicher und ängstlich, was wiederum ebenso zu Problemverhalten führt.

    Fazit: Es liegt IMMER am Menschen (gesundheitliche Indikatoren ausgenommen):

    Meine Freundin ist denke ich mit dem Hund total überfordert und will sich das nicht eingestehen

    Du hast zwei Möglichkeiten:
    Entweder gehst du nicht mehr mit ihr und ihrem Hund spazieren oder du bietest ihr Hilfe an und zeigst ihr wie sie ihren Junghund trainieren kann.


    Und darf ein Hund beißen, wenn man ihn auf den rücken legt?

    Man legt einen Hund nicht auf den Rücken. Selbst schuld, wenn er dann beißt. Mit so was provoziert man Fehlverhalten. Ein Hund auf dem Rücken ist wehrlos und verteidigt sich. Wer kommt denn immer auf solche schwachsinnigen Ideen?

    Der Tierarzt hat mir erstmal Augentropfen gegeben. ich gib den Hund jetzt ein wenig zeit sich zu beruhigen und verabreiche ihn dann die Augentropfen. Falls es aber nicht besser wird muss er eine Sprtze vom Tierarzt bekommen,

    Gib deinem Hund doch erst mal die Augentropfen und warte ab, ob es besser wird. Wie lang hast du den Hund denn schon und wo kommt er her? Muss ja einen Grund haben, warum er beim TA so ne Panik hat...Wenn keine Chance auf Besserung besteht, würde ich in eine gute (!) Tierklinik fahren. Im allgemeinen kennt man sich dort besser mit panischen Hunden aus.

    Ich möchte nun Wissen , was genau ist " Spielen " . ?

    Hier ist die genaue, detaillierte Wiki-Definition zum Thema Spiel, ich hoffe, es beantwortet deine Frage ausführlich:

    Spiel – Wikipedia


    Gleich vor weg , für mich gesehen spielen Hunde nicht .

    Das ist deine Meinung. Ich persönlich bin der Auffassung, dass an viel zu viele Dinge heute sehr verkopft heran gegangen wird. Ein bisschen mehr Spass und ein bisschen weniger auseinander pflücken von Begrifflichkeiten führt zu allgemein mehr Freude im Alltag (und Spiel mit dem Hund) ;)

    ICH würde euch empfehlen euch im Tierheim umzusehen oder nach Secondhandhunden umzusehen, die keine gesundheitlichen Beschwerden mitbringen, aber vom Schlag "Fels in der Brandung" sind

    Das ist ein sehr guter Vorschlag. Ich habe es damals, Anfang 20, genauso gemacht und es zu keiner Zeit bereut.

    Ein Welpe kann zeitlich und auch erziehungstechnisch wirklich eine Herausforderung sein. Es erfordert viel Arbeit, Wissen und Geduld, aus einem kleinen Hundekind einen gesellschaftstauglichen Begleiter zu machen.