Klar ist das klar.
Aber man kann es den Tieren möglichst leicht machen - oder eben möglichst schwierig.
HSH erst NACH dem ersten Wolfsangriff einzusetzen, als Notfall-Maßnahme, bei der klar ist, dass der nächste Wolfsübergriff ganz bald stattfinden wird, weil die Wölfe ja schon Erfolg hatten - da muss man sich halt drüber im Klaren sein, dass das so enden kann und in vielen Fällen so enden wird, wie nun in Hünxe vorgemacht.
Wenn man Erfahrungsberichte von Schäfern hört, die NACH einem Wolfsangriff HSH in ihre Schafherde integrieren und die erzählen, dass die Schafe Wochen bis Monate Panik vor den sich ruhig verhaltenden Hunden hatten, die Hunde anfangs neben den Schafen gehalten wurden, weil die Schafe sonst ständig ausgebrochen wären, kann man sich vllt. ansatzweise vorstellen, was in so einer Herde los sein kann, wenn der Wolf schon da war, wenn die HSH neu in der Herde sind, wegen des Wolfsdrucks gar keine Zeit fürs "Einschleimen" bei den Schafen hatten und dann bricht in Form eines Wolfsangriffs die Hölle los, wo die Hunde nun auch nicht auf Zehenspitzen beschwichtigend zwischen den Schafen durchschleichen können, sondern vehement agieren müssen. Tierwohl sieht anders aus.
Vermeidbar wäre das nur, wenn a) HSH nicht immer nur als Notnagel gesehen würden, oder b) die Herde nach einem Wolfsübergriff sofort da weg käme, so dass die erneute Angriffsgefahr etwas reduziert wäre und dann die Hunde sorgfältig und mit Feingefühl in die Herde integriert würden. Praxistauglich sieht anders aus - aber den Idealfall, die HSH bereits vor der Ankunft der Wölfe integriert zu haben, werden nicht mehr viele Tierhalter schaffen.
Ich bin auch bloss Hobby-Tierhalter. Mir war von Anfang an klar, dass für meine winterlichen Verhältnisse hier, E-Zäune niemals ausreichen werden und mir war von Anfang an klar, dass ich auf nix in Richtung Förderung warten brauche, weil die Förderpraxis viel zu spät einsetzt (und Rinder ja eh aussen vor bleiben).
LG, Chris