Beiträge von Mattis

    Ich möchte gerne gefragt werden, ob man meine Hunde streicheln darf. Da es alles drei eher größere Exemplare (der Kleinste ca. 45cm) sind und ich als großer, kräftiger, schwarzer Mann auch eher bedrohlich wirke als eine 1,50m große Omi, werden wir aber sehr selten angesprochen.
    Wenn doch, lasse ich immer meine Hunde entscheiden. Sie sind zwar sehr freundlich und geduldig, aber besonders Dante hat nicht immer Bock auf Streicheleinheiten. Man darf sie also ansprechen und ihnen also die Hand hinhalten und wenn sie kommen, dann wollen sie gestreichelt werden. Sonst nicht. Ungefragte Streichler blogge ich möglichst ab. Einfach weil gerade Dante das oft unangenehm findet.


    Bei Welpen ist das wohl wie bei Babys. Die lösen einfach eine unheimliche Faszination aus. Als meine Jungs noch im Kinderwagen lagen wurden wir quasi ständig angesprochen und es wurde mit verzückter Miene rein gelangt. "OHHH ZWILLINGE!!! WIIIIEEE SÜÜÜÜSSS!! UND DANN AUCH NOCH SCHOKOBABYS!! WIE NIIIIIEDLICH!!!"


    Angeschnalzt werden meine Hunde eigentlich nur, wenn sie mit unseren Teenagertöchtern unterwegs sind. Meistens von jungen Männern zwischen 20 und 30. Und ich habe die Befürchtung, dass die Anlockversuch dann weniger den Hunden gelten.... :fear: Dementsprechend ignorieren die zwei das. Und wenn der Typ zu aufdringlich wird, können Dante und Murphy ja auch Kommando "laut geben". Das hat bisher noch jeden vermeintlichen Hundefreund verschreckt.

    Grundkurs Zwillingskunde:


    Ältere Frau: Och, sie haben da ja zwei süßen Buben. Welcher ist denn der Ältere?
    Ich: Der in der blauen Jacke. Aber nur ein paar Minuten.
    Frau guckt irritiert.
    Ich: Das sind eineiige Zwillinge.
    Frau nach kurzer Denkpause: Ach so! Zwei Mädchen. Na warum sagen sie das denn nicht gleich?!

    Wir sind über Weihnachten und Silvester im Urlaub. Wie eigentlich jedes Jahr.
    Weihnachten wegen der Verwandtschaft (ist kompliziert bei uns) und Silvester, weil die Hunde das Geballer vor und nach Silvester nur schwer ertragen. Um Mitternacht selber ist es mit Fernseher, herunter gelassenen Jalousien und auf dem Sofa kuscheln eigentlich ok. Aber viele Hornochsen und pubertäre Halbstarke knallen hier auch schon Tage vorher oder zünden die Tage nach Silvester noch gefundene Blindgänger mit Feuerzeugen an.
    Da fahren wir lieber in die Einsamkeit und haben unsere Ruhe.

    Ich bin ganz ehrlich:


    Mir ist es scheißegal, warum meine Hunde Kommandos ausführen. Hauptsache sie tun es in möglichst jeder Situation.
    Genauso ist mir egal, warum meine Mitarbeiter anständig arbeiten. Mir ist klar, dass da niemand arbeitet nur weil ich so ei netter Chef bin, das Büro so schön ist, der Job so vielseitig und spannend oder sie 40 Stunden die Woche sowieso nichts besseres zu tun haben. Das mag alles AUCH zutreffen, aber sie arbeiten eben vornehmlich fürs Geld. Und sie hängen sich besonders rein, weil sie wissen, dass bei einem guten Jahresabschluss ein Bonus drin ist. Arbeitsklima und Beziehung sind auch wichtig, aber reichen nun mal nicht aus.
    Und mein einer Hund arbeitet eben fürs Futter. Das heißt nicht, dass ich mit der Fleischwurst winken muss, damit er kommt. Aber das Wissen, dass er ab und zu einen leckeren Bonus bekommt, hält seine Motivation oben. Er bettelt nicht, er drängelt nicht. Also was soll's? Dante macht sich nichts aus Futter, freut sich aber sehr über verbales Lob und kurzes Ohrenkraulen. Ist mir genauso recht.
    Beide machen keinen Stress an der Leine, sind im Freilauf super abrufbar, beherrschen die einfachen Grundkommandos (Sitz, Platz, Bleib...) zuverlässig und sind absolut alltagstauglich. Sie fahren Auto, Bus & Bahn, sind freundlich zu Kunden im Büro und liegen bei Geschäftsessen im Restaurant auch mal 2 Stunden brav unterm bzw. neben dem Tisch. Und freuen sich dabei bzw. danach über ihre persönliche Belohnung.
    Aus meiner Sicht also alles gut. Und die Hunde scheinen auch zufrieden ;)

    Man kann sicher Vermutungen anstellen. Aber man kann mit diesen Vermutungen auch ziemlich in die Grütze greifen.


    Bei uns z.B. ;)
    Dante neigt schnell dazu ein extrem beschwichtigendes Verhalten zu zeigen, wenn ich ihn abrufe oder er ein "Nein" (Zimmerlautstärke) zu hören bekommt. Man konnte jetzt meinen, dass ich ein hartes Regime führe, häufig rumbrülle, drohe, evtl. auch körperlich strafe. Stimmt aber alles nicht. Dante ist halt Tierheimhund und hat mit Menschen nicht immer tolle Erfahrungen gemacht. Das beschwichtigende Verhalten hat er so ritualisiert, dass er es fast immer zeigt. Auch wenn er von mir nichts schlimmes zu erwarten hat. Höchstens angeleint werden :D
    Oder der Labbimix von Bekannten. Der klebt auch an ihren Leuten, sobald die Hände in die Taschen wandern. Jetzt könnte man natürlich auf Leckerchen-Vollstopfer tippen, aber Fehlanzeige. Das liegt wohl einfach daran, dass der Hund einige Monate lang während der Arbeitszeit bei der Mutter der Bekannten war. Und die hat den Hund dann immer voll gestopft auf Spaziergängen. Allerdings nicht zu Erziehungszwecken, sondern weil der arme Hund ja immer sooooo großen Hunger hat und soooo lieb guckt. Und das Verhalten hat der Vielfraß bis heute nicht abgelegt, obwohl er schon lange nicht mehr zu der Mutter geht und von seinen Besitzern unterwegs nichts bekommt ;)

    Wir haben hier jetzt 1x 14 kg, 1x 20 kg und 1x 54 kg. Alles Rüden und aus dem Tierschutz. Klappt wunderbar, wobei der Kleinste auch erst seit dem Wochenende hier lebt. Beides also Argumente, die ich nicht nachvollziehen kann.


    Ich kann aber durchaus die Sorge verstehen den Welpen nach einer sehr kurzen Eingewöhnung(2 Wochen?) schon stundenweise mit dem deutlich größeren Zweithund alleine zu lassen. Das wäre mir wohl auch zu früh und ich würde das hinterfragen bzw. einen guten Plan B erwarten.



    Ich hatte aber auch immer Hunde als vollberufstätiger Single. Ich bin allerdings auch mein eigener Chef und nehme die Hunde jeden Tag mit in die Firma und kann mir meine Zeit frei einteilen.

    Unser Leinenhund ist heute hier eingezogen. Wirklich raus wollte er noch nicht. War schon stressig genug das neue große Haus und die fremden Menschen.
    Wir haben dann nur eine kleine Löserunde im Garten an der Leine gedreht. Ohne Leine wäre er uns wohl 1x abgezischt als beim Nachbarn das Gartentor knallte. Und dann hätten wir versuchen müssen ihn im Garten einzufangen.
    Im Haus ist es jetzt aber ok und er pennt recht entspannt. :smile:

    Klar dürfen sie sich wehren.
    Machen meine nur selten. Angreifende oder aufdringliche Rüden werden kurz angeraunzt, dann wird auf Deeskalation und Abstand halten gesetzt. Hündinnen dürfen leider fast alles. Da laufen sie höchstens weg und versuchen zu beschwichtigen. Aber knurren oder gar schnappen? Niemals. Man könnte es sich ja mit einer potenziellen Fortpflanzungspartnerin verderben. :roll:
    Ist auch einer der Gründe, warum hier aktuell keine Hündin einziehen könnte. Die hätte nach zwei Tage die (Hunde-)Weltherrschaft an sich gerissen. ;)