Beiträge von Mattis

    ----Wenn das Kind vergisst zu atmen in seiner Rage und dadurch blau anläuft, dann meinst Du erstickt es nicht....!?

    Nö.
    Nennt sich respiratorische Affektkrämpfe, ist ungefährlich und bei Babys und Kleinkindern nicht so selten. Hatten meine Söhne auch zwischendurch. Blau anlaufen, kurzer Atemstillstand und Ohnmacht und danach ist alles prima. Beim ersten Mal Panik pur bei mir, aber völlig harmlos.


    Edit: Und ein Rütteln oder Klaps hilft da null. :roll:

    Hallo Zusammen,


    Als mein Hund damals verstorben ist, bin ich ins Tierheim gegangen und dort mit den schwer vermittelbaren Hunden, spazieren gegangen. Da war keiner, der sich so aufführte, wie bei CM. Mich hat auch keiner gebissen, ich hatte nie ein zughalsband und nach einer gewissen Zeit, angewöhung, lies ich sie auch frei laufen und sie kamen, sofort auf abruf zu mir her. Sie zeigten im Zwinger, schon die Zähne und deswegen traute sich, keiner zu ihnen hin. Es waren 2 Kampfhunde und 2 Schäfermixe. Immer wenn ich frei hatte, ging ich mit ihnen spazieren. Das Zähne zeigen und knurren, haben sie relativ schnell sein lassen, im Zwinger. Besonders, die Pit Bullhündin, hat man ihr vertrauen gewohnen, war sie ein traumhund. So was von verschmust, lieb und anhänglich, konnte man sich am Anfang kaum vorstellen. Bei den anderen drei, war es ähnlich. Mit respekt, klarer Ansage, vertrauen und liebe, kommt man mit jeden Individium klar. Das war bis jetzt meine Erfahrung.

    Ich hab auch einen Angstbeißer aus dem TH übernommen.
    Bedrängen, Anstarren oder auch die Allzeitwaffe der "Berührung" wie CM es so gerne nennt, hätten ihn getriggert und genau wie bei einem traumatisierten Menschen zu unvorhersehbaren Reaktionen führt. Ich habe viel von meiner Frau und ihrer damaligen Arbeit mit traumatisierten Kleinkindern gelernt. Der Hund hat bis an sein Lebensende friedlich in unserer Familie gelebt und ich hab ihm mein Allerheiligstes anvertraut. Meine Kinder :-) Das wäre nicht gegangen, wenn ich das aggressive Verhalten nur unterdrückt und verboten hätte.

    Bei dem Threadtitel hab ich erst gedacht jemand will wissen, ob der Hund wohl damit klar kommt, wenn ein Au Pair in die Familie kommt :hust:


    Mach dein Ding, der Hund wird's gut haben. Ich hab zwei Töchter im Teenageralter und die müssen ganz sicher nicht für die FAMILIENhunde zurück stecken.


    Und was die Nützlichkeit der Sprachkenntnisse angeht.
    Wir haben zur Zeit unser 1. Au Pair zu Besuch. Ist jetzt bald 3 Jahre her, dass sie da war und ihr Deutsch ist immer noch klasse und das obwohl wir sogar viel Englisch zuhause sprechen und sie so gar nicht gezwungen wurde Deutsch zu sprechen.


    Und wer Au Pairs mit Babysitterin vergleicht hat vermutlich keine Kinder oder zumindest noch nie ein Au Pair. ;)

    Die zwei Goldies erinnern mich an unseren Nepomuk. Spitzname Flummi :pfeif:
    Und der Name war Programm. Eine Regung von uns und der Hund sprang an uns rum, biss aufgedreht in die Hände und Arme (für mich nicht sooo schmerzhaft, aber für meine Kinder schon), zog an den Hosenbeinen, sprang auf Möbel, zog wie ein Irrer an der Leine und war gestresst am hecheln.


    Wir haben durchaus auch zwangsweise Ruhe verordnet durch anleinen an seinem Platz, geschlossene Türen (Treppen laufen mit Türgittern verhindert), usw.. Außerdem haben wir ein Entspannungssignal konditioniert. Ging natürlich nicht in einer Stunde, sondern hat über ein halbes Jahr mit täglich konsequentem Training gebraucht. Aber jetzt braucht es in stressigen Situationen nur noch ein "Schhhhh" von mir und Muck ist ruhig und ansprechbar.


    Was ich mit den Goldies anders gemacht hätte: die Hunde nicht noch zusätzlich gestresst in dem ich sie in eine Ecke dränge und in die Weichteile schnappe. Ich hätte die Hunde zum Training getrennt, weil sie sich gegenseitig nur anstacheln. Die Vorbildfunktion sehe ich nicht wirklich. Ich hätte auch nicht direkt die Kinder und einen für die Goldies fremden Hund dazu geholt. Noch mehr Stress für gestresste Hunde und dann bitte schön entspannen :ugly: Das kleine Mädchen gefällt mir übrigens. Scheint in die Gruppe am Meisten Menschen- und Hundeverstand zu haben.
    Ich hätte auch nicht ruhiges Gehen an der Leine geübt, in dem ich den Hund in die Seite trete und an der Leine ziehe, wenn er zieht. Klar, dass die Hunde dann den Beinen ausweichen. Komplett dämlich sind sie ja nicht. Das hat auch nicht mit Energien zu tun, sondern damit, dass Hunde durch positive Strafe natürlich ihr Verhalten ändern können. Wenn ich meinem Sohn jedes Mal eine Ohrfeige gebe, wenn er etwas Verbotenes tut (nicht das ich das jemals tun würde), steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er dieses Verhalten zukünftig unterlässt. Vermutlich könnte ich aber nicht die Früchte meiner Erziehungsarbeit ernten, weil meine Frau mich vorher um die Ecke bringt. Aber das ist ein anderes Thema ;)

    Mir fällt es schwer zwischen Lob und Belohnung zu unterscheiden. Für mich ist verbales und körperliches Lob auch eine Belohnung (Belohnung = etwas, was ich bekomme, weil ich eine bestimmte Sache in den Augen meines Gegenübers richtig gemacht habe).
    Mir ist auch nicht ganz klar, warum du Futterbelohnung "instrumentalisierte Motivatoren" nennst. Zumindest nicht, wenn du gleichzeitig behauptest, dass verbales Lob nicht instrumentalisierend ist. Das nutze ich dann doch genauso für meine Zwecke?!
    Und wenn es nur darum geht, dass der Hund spüren soll, dass ich mich ehrlich freue: Das kann er doch auch bei einem ausgelassenen Spiel?


    Ein ruhiges verbales/körperliches Lob hat natürlich Vorteile. Gerade wenn das Erregungslevel vorher hoch war (z.B. Wildsichtung) ist es oft sicher gut den Hund runter zu holen. Genauso gut kann aber auch Futter oder gerade ein aktivierendes Spiel gut sein. Werten würde ich da nicht.
    Ich kann auch keine Rangordnung der Nachhaltigkeit feststellen: es gibt Sachen, die ich AUSSCHLIESSLICH verbal belohnt habe und die sitzen genauso fest, wie Dinge, die ich nur mit Futter belohnt habe. Wobei ich glaube ich noch nie ohne Körperkontakt oder verbal loben Leckerlies verteilt habe. Das gehört für mich zusammen. Oder ist Nachhaltigkeit anders gemeint?


    Ich hab hier mit meinem Dante (Colliemix) einen Hund, der sich nichts aus Futter macht. Draußen frisst er eigentlich nichts, Futter wird eh überbewertet und fällt damit als Lob weg. Spiele findet er auch nur so semi-spannend, abgesehen von seiner Frisbee und die ist im Alltag unpraktisch. Ich belohne also ausschließlich über Aufmerksamkeit, verbales Lob und Körperkontakt. Er ist ein sehr unsicherer Hund, hat früher massiv schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und hängt sehr an mir. Letzteres zeitweise wörtlich zu nehmen. Er sucht oft meinen Blick und nimmt z.B. auch Blickkontakt als belohnende Bestätigung. Besonders liebt er es, wenn ich ihm kräftig die Ohren kraule und die Nase streichle und dabei beruhigend auf ihn einspreche. Wortlaut ist egal, Tonfall ist entscheidend. Meistens sage ich Dinge wie "Hast du toll gemacht. Klasse. Guter Junge" oder so. Die Fußballergebnisse vom Wochenende würden es aber wohl auch tun. Ich merke, dass das Lob ankommt, weil er sich erstens entspannt und zweitens verändert sich seine Körperhaltung. Er wirkt gefestigter, sicherer, hat den Kopf wieder oben. Er brauch immer wieder viel Bestätigung im Alltag, stellt dafür aber auch nie ein Kommando in Frage. Ist einfach sein Charakter, der sicher auch stark durch seine schlechten Erfahrungen geprägt wurde.

    Aktuell gibt es hier abends wieder Frischfleisch (Barf), aber morgens im Büro weiterhin Trockenfutter mit Nassfutter gemischt.


    Wir füttern seit Jahren Wolfsblut Trockenfutter, weil ich die Inhaltsstoffe ok finde, unser Mäkelhund Dante einige Sorten gut frisst und es getreidefreie Sorten für Murphy gibt. Und eben auch getreidefreie Sorten, die Beide mögen xD
    Wir wechseln die Geschmacksrichtungen nach jedem Sack und ab und zu kommt auch mal eine andere Sorte dazwischen. Besonders Dante frisst nicht gerne immer das Gleiche ;) Das ist dann Platinum, Josera, Wildborn. Aber Wolfsblut wird bevorzugt.
    Dazu gibt es Fleischdosen: Lunderland, Rinti Kennerfleisch+Sensitiv, Tera Canis Pur oder ab und zu die Menüs, Landfleisch.

    Hier kommen die Hunde nicht ins Bett. Einfach weil es mit Frau, 2 Dreijährigen mir und zukünftig noch einem Baby schon voll genug ist. Und gerade in der Babyzeit der Jungs hätte ich Sorge gehabt, dass einer der Hunde sich aus Versehen auf sie drauf legt. Neee, da hätte ich keine ruhige Minute. Sie haben aber Liegeplätze direkt neben dem Bett.

    Ich hab noch nie einem meiner Hunde die Ohren gereinigt und es hatte auch noch nie einer Ohrenentzündungen. Murphy hat damals bei seiner Ankunft hier Ohrmilben eigeschleppt. Da wurden dann beide Hunde behandelt, aber seitdem nichts mehr gewesen. Der Tierarzt kontrolliert bei jeder Untersuchung auch die Ohren mit und ansonsten achte ich als Hundehalter natürlich auch mal drauf, aber nicht regelmäßig.