Gerade dieses "in Ruhe beobachten lassen" was ja immer von allen empfohlen wird hat natürlich einerseits komplett seine Berechtigung andererseits müssen dafür auch die äußeren Umstände meiner Meinung nach passen. Und ein beengter Hausflur kann je nach Welpe schon viel zu eng sein um sich überhaupt was in Ruhe anschauen zu können. Dann verharrt man da in einer Situation aus der man besser einfach rausgegangen wäre mit dem Gedanken dem Welpen Zeit einzuräumen die er braucht. Das kann mal genau richtig sein, dann wieder nicht so.
Ich bin mir relativ sicher dass er die Nachbarn mit Kind draußen vor der Tür mit mehr Abstand gar nicht erst angebrummt hätte. Also entscheide ich auch bis heute noch situativ ob Leo und ich uns was anschauen (auch bei erwachsenen Hunden gibt es ja immer wieder mal neue/komische Situationen) oder ob auf Distanz gehen sprich einfach keine Beachtung schenken besser wäre.
Den Lerneffekt hatte ich auch öfters mal in Jungspundzeiten als ich meinte mir mit Kröte an der Leine was anschauen zu müssen, bis er kläffend in der Leine hing
je nach Hundetyp ist dieses stehenbleiben, aktiv hinschauen etc auch manchmal nicht die beste Idee und sie lösen eher aus als wenn man einfach weitergegangen wäre.
Für Leo kann ich das mittlerweile einschätzen wann er gucken kann und wann schnell weitergehen besser ist aber bis dahin ist es ein langer Weg mit vielen "wärst du halt einfach..." ![]()
Das gehört dazu! Dadurch wurde meiner Meinung nach kein Hund komplett versaut und bei allem was ich bei Leo alles falsch gemacht habe (so gut wie alles wie ich jetzt weiß) ist das Ergebnis doch echt super ![]()
Also es kommen noch zigtausende solcher Situationen auf dem Weg deinen kleinen gut verstehen und einschätzen zu können! Keine dieser Situationen muss heißen dass der Hund komplett und unwiderruflich für immer traumatisiert oder versaut ist! In der Regel verkraften die Hunde das besser als man denkt bis man den gemeinsamen Weg gefunden hat.