Das ist so bei mir. Ich habe quasi kein Durstgefühl, wenn ich nicht gerade übermäßig salzige Lebensmittel esse oder wirklich ernsthaften Sport. Ist natürlich gar nicht gut und bei Blutbildern habe ich dann regelmäßig erhöhte Nierenwerte. Ein neuer Arzt hat mich direkt nach einem Blutbild zum Nephrologen überwiesen und total Panik gemacht, hab mich schon an der Dialyse gesehen...naja zwei Tage später vorher was getrunken, top Werte. Ich muss mich also ganz bewusst zwingen zu trinken. Keine Ahnung warum sich das bei mir so zusammengemendelt hat.
Kenn ich. Was mir hilft ist, mir immer ein Glas Wasser ganz nah an mich hinzustellen, wenn ich weiß, ich sitze jetzt z.B. ein paar Stunden am Schreibtisch oder am Esstisch, weil wenn's neben mir steht, trinke ich eher.
Bei mir ist das auf Unterschiede in der Interozeption zurückzuführen, aufgrund einer Entwicklungs"störung" (ich sag lieber "Divergenz").
Ja, du triffst ganz gut was mich befremdet. Die Frisiererei gehört für mich dazu. Schuren haben ja eine historische Berechtigung aber ich denke die wenigsten Hunde brauchen das heute noch. Klar gehört ein Pudel gepflegt / gekämmt / geschoren.
Ach, die Frisuren sind einfach Geschmackssache. Man kann einen Pudel ja auch schön kurz halten, wenn einem das lieber ist. Aber wenn jemandem rassetypische Schuren besser gefallen, stört das den Hund schließlich auch nicht.
Was ich an der modernen Rassehundezucht, vor allem bei beliebten Begleithunden, einfach sehr kritisch sehe, ist das übermäßige Achten auf beliebte Farben oder äußere Merkmale wie Fellzeichnung im Gesicht, während Charakter und Gesundheit mitunter viel zu kurz kommen.
Mir geht es darum, dass ich einen Familienhund möchte und keine Ambitionen auf Ausstellungen und Shows habe. Gleichzeitig verstehe ich schon, dass diese eine Berechtigung und Notwendigkeit haben.
Du musst ja auch keine eigenen Show- und Ausstellungsambitionen haben :) Ich halte vom Ausstellungswesen ehrlich gesagt auch nicht besonders viel, ich finde, da gibt's teils schon recht skurrile Auswüchse und allgemein zu viel "Gemenschel". Ich sehe vieles, was ÖKV und VDH so machen, auch kritisch. Also bei jedem Züchter gut hinschauen, auch wenn er im größten landesweiten Verband züchtet. Gibt leider überall solche und solche. Aber wenigstens gibt es bei den Clubs, die hier in AT dem ÖKV unterstellt sind, eben gewisse Mindeststandards etc. Ein "Montagsmodell" erwischen kann man trotzdem. Gerade bei sehr populären Rassen wie eben dem Pudel wirkt sich die Beliebtheit eigentlich immer negativ auf die Gesundheit aus.
Zuletzt gelesen: "1Q84, Buch 1 & 2" von Haruki Murakami
Puh, wo fange ich an? Nun, erst einmal kann ich nur sagen, dass dieses Buch mich dann doch recht schnell in seinen Bann gezogen hat und ich es als einen richtigen Lesegenuss empfand. Murakami kann aber auch einfach schreiben. Seine Geschichten muten ja oft sehr eigentümlich und mitunter bizarr an, aber dennoch oder gerade deshalb will man unbedingt wissen, wie es weitergeht.
"1Q84" ist ein typischer Murakami: verschachtelt, mysteriös und manchmal ein wenig verstörend. Der männliche Protagonist ist ein junger Mathematiklehrer namens Tengo, der in seiner Freizeit gerne schreibt und ein eigentlich ruhiges Leben führt, bis er durch seinen Kontakt zu einem begabten, aber menschlich nicht immer einfachen Verleger ein Manuskript liest, das ihn einfach nicht mehr loslässt. Der Schreibstil der Geschichte ist zwar sehr knapp und so schmucklos, dass er stark zu wünschen übriglässt, aber die Geschichte an sich ist spannend, ungewöhnlich und erfrischend. Doch das Manuskript müsste dringend überarbeitet werden, um Chancen auf kommerziellen Erfolg zu haben. So trifft Tengo die junge Eriko Fukada - Fukaeri -, aus deren Feder das Manuskript stammt. Die schöne Siebzehnjährige ist schweigsam, drückt sich auf eine sehr eigentümliche Art aus und behauptet, dass die in dem Manuskript geschilderten Ereignisse tatsächlich so passiert sind. Aufgewachsen in einer alternativen Gemeinschaft, aus der sich die friedliche, aber von der Außenwelt sehr abgeschottet lebende "Vorreiter"-Sekte entwickelte, verließ Fukaeri diese im Alter von 10 Jahren plötzlich und lebt seitdem in den Bergen bei einem ehemaligen Freund ihres Vaters - dem Sektenführer - und dessen Tochter.
Nachdem Fukaeri einwilligt, dass Tengo ihr Manuskript überarbeitet, wird dieser in immer rätselhaftere Ereignisse hineingezogen, die ihn schließlich vor die Frage stellen, was denn nun Fakt ist - und was Fiktion...
Und dann ist da Aomame, die weibliche Protagonistin. Als Kind eine Zeugin Jehovas, hält sie inzwischen nicht mehr allzu viel von organisierter Religion. Durch ihre Arbeit in einem Sportstudio lernt Aomame schließlich eine wohlhabende, aber geheimnisvolle alte Dame kennen und zwischen den beiden entsteht eine ganz besondere Verbindung, denn die alte Dame, die ein Frauenhaus betreibt, möchte Männer ins Jenseits befördern, welche ihre Partnerinnen auf grausamste Weise misshandelt und missbraucht haben. Aomame hat schon einmal einen geliebten Menschen gerächt - und erklärt sich dazu bereit, auf Auftrag der alten Dame hin Männer auszulöschen. Doch auf ihrem Weg zu einer solchen Mission wird Aomame irgendwie in eine andere Realität hineinkatapultiert, wie sie anhand von veränderten Kleinigkeiten in ihrer Umwelt erkennt - sie nennt dieses Jahr anstatt des normalen Jahres, in dem sie sich befand, nicht 1984, sondern "1Q84". Und in 1Q84 geschehen zutiefst seltsame, ja höchst beunruhigende Dinge...
Wer sind die "Little People", welche aus dem Maul einer toten Ziege gekrochen sind? Was bedeutet es, wenn auf einmal zwei Monde am Himmel stehen? Welche schrecklichen Dinge geschehen im Namen des "Leaders" innerhalb der Vorreiter-Sekte? Was hat es mit der "Puppe aus Luft", dem Titel von Fukaeris Geschichte, auf sich, kann man tatsächlich eine Puppe aus Luft machen und zu welchem Zweck sollte man so etwas überhaupt tun? Und warum scheint das Schicksal von Tengo und Aomame untrennbar miteinander verbunden?
Nicht alle dieser Fragen werden beantwortet, vieles bleibt offen, denn es gibt noch "1Q84: Buch 3". Und ja, dieses werde ich wohl schon sehr bald lesen, da ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.
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Ich habe jetzt endlich "IQ84 - Buch 3" fertig. Und ich schreibe "endlich", weil ich wirklich fast zwei Monate gebraucht habe, mich durch dieses Buch, nun ja, "zu quälen" wäre übertrieben - nennen wir es mal "durchkämpfen".
Ich verstehe nicht, wie Murakami eine so brillante Idee haben, auf etwa 1000 Seiten mit großer schriftstellerischer Raffinesse ausbreiten und dann in Band 3 derart enttäuschen kann.
Fast 600 Seiten lang geschehen eigentlich nur eine Handvoll tatsächlicher Handlungen - und selbst Murakamis schriftstellerisches Talent reicht nicht aus, um so wenig Geschehen so ausschweifend auszuschmücken, dass es für mehrere hundert Seiten ausreichen würde...
Zwischendurch war ich es ganz schön leid, dann auch noch genau lesen zu müssen, wie Aomame sich in ihrem Versteck beschäftigt hält oder wie Tengo, der zweite Protagonist, sein Essen zubereitet. Das sind alles wunderbare Einzelheiten, wenn die grundlegende Romanhandlung stimmt, aber hier kam es mir so vor, als habe sich Murakami schon lange vor der Ziellinie deutlich übernommen und versuche nun nur noch, das Unvermeidliche hinauszuzögern.
Das Unvermeidliche ist das Ende des Romans, wobei ein viertes Buch wohl nicht ganz ausgeschlossen scheint - jedenfalls hält Murakami sich erzählerisch diese Option offen. Ob ich dieses Buch 4 dann auch noch lesen würde, weiß ich jedoch nicht recht. Zu enttäuscht und konsterniert bin ich ob des lieblosen Endes, das viel zu viele Fragen offen lässt. Ja, ein Autor muss nicht immer alles aufklären, aber hier kaufe ich Murakami weder einen stilistischen Kunstgriff ab noch irgendeine große versteckte Botschaft, die der geneigte Leser doch bitte für sich selbst entschlüsseln möge. Vielmehr denke ich, hier wurden einfach viel zu viele Mysterien und Rätsel herbeigeschrieben, für die der Autor von Anfang an keine plausible Erklärung hatte. Es gibt Bücher, die funktionieren so, indem jegliche Regeln der Logik gebrochen werden, Bücher, wo eine Erklärung überflüssig oder sogar kontraproduktiv wäre. Man denke nur an Marlen Haushofers geniales Werk "Die Wand". Aber "1Q84" funktioniert so nicht. Ich fühlte mich eher billig getäuscht, zumal auch die erzählerische Kraft Murakamis deutlich nachließ, je länger sich dieser Roman wie ein fader Kaugummi dehnte.
Schade, das Potenzial war da, aber irgendwie ist das Ergebnis weit entfernt von einer modernen "Romeo und Julia"-Version.
War heute zum ersten Mal mit Pippa im Wald hier und sie hat die Schleppleine kennengelernt.
Auf der Wiese durfte sie kurz Leckerchen suchen und ich habe ein paar Mal mit ihr "Sitz" geübt (weil sie hinsetzen von sich aus schon so gern anbietet).
Ah, und gestern musste Jasmin zur Chiropraktik, da hatte ich Pippa in der Praxis mit dabei. Einfach nur mal zum Zugucken und Kennenlernen. Sie hat dann am Ende ein Leckerchen von der Tierärztin angeboten bekommen und es auch genommen <3
Rauris, Salzburg: An unserem letzten vollen Tag fuhren wir eine knappe Autostunde Richtung Bad Gastein. Wir wollten hoch zu einem weiteren idyllischen Bergsee wandern. Das bedeutete: fleißig stetig bergauf, wobei der Anstieg zwar nur ca. 300 Höhenmeter hatte, uns aber dennoch ordentlich ins Schwitzen brachte, war es doch teils recht felsig und erforderte eine gewisse Trittsicherheit. Dennoch waren alle Vierbeiner sehr tapfer und Pippa zeigte sich über die von mir verordneten "Beutel-Pausen" wenig erfreut - kleine lauffreudige Laus :b Wir gingen einmal um den Bergsee herum, wobei wir hier natürlich auch Halt an dem klaren kalten Wasser machten, das sehr zum Verweilen und Genießen einlud <3 Den Aufstieg zum zweiten Bergsee ersparten wir uns und nach einer kurzen Rast vor der - mittwochs leider geschlossenen - Hütte ging es wieder talwärts.