Beiträge von tinybutmighty

    Jasmin bellt auch fast immer wenn meine KollegInnen das Büro betreten oder wenn zB ein Lieferant klingelt :face_with_rolling_eyes: Ich finde es etwas nervig, aber irgendwie nicht nervig genug, um konsequent dran zu arbeiten, wahrscheinlich weil es die KollegInnen (wir sind maximal zu dritt) auch nicht weiter stört.

    Anfangs hat sie das nicht gemacht, aber im alten Büro wollte das Kollegium unbedingt, dass meine armen Hunde nicht die ganze Zeit angebunden unterm Tisch liegen :zany_face: Naja, und dadurch hat sich diese Bellerei bei Jasmin dann halt eingeschlichen, weil sie halt immer keifend Richtung Tür schießen konnte.

    Abbrechen kann ich sie schon, abee ich müsste sie halt konsequent angeleint lassen, damit sie das Verhalten komplett abstellt.

    Es gibt auf jeden Fall einen Unterschied zwischen "waschechtem" Angsthund und ängstlich-unsicherem Hund. Meine sind ja alle aus dem Tierschutz. Mein kürzlich verstorbener Rex war eine ultracoole Socke und von Tag eins an 100%ig großstadttauglich.

    Jasmin ist aus dem Auslandstierschutz und eher unsicher und ängstlich. Als aie 3,5jährig zu mir kam, kannte sie halt einfach nicht viel (Beschlagnahmung). Aber: Sie hat sich von Anfang an super an mir und Rex orientiert. Nach 2 oder 3 Tagen konnte sie normal mit Gassi gehen, nach wenigen Tagen auch schon Öffis fahren. Sie konnte schon nach wenigen Wochen streckenweise frei laufen, mittlerweile läuft sie in Parks/Wäldern/Erholungsgebieten etc. schon lange fast nur ohne Leine, auch in ruhigeren Seitengassen hier in der Großstadt geht das bei ihr.

    Menschen findet sie okay, solange sie nicht beachtet/bedrängt wird. Das kann sie gar nicht leiden. Ja, es gibt leider immer wieder mal aufdringliche Leute :muede: , aber da muss ich halt schützend eingreifen. Aber Großstadtlärm, tägliche Artgenossenbegegnungen, Läden etc sind mit Jassi eigentlich gar kein Thema.

    Die kleine Pippa lebt erst seit nem Monat bei mir. Junger Chihuahua aus dem Tierheim, ebenfalls aus einer Beschlagnahmung. Die ersten Tage fand sie ein paar Sachen gruselig, hat aber direkt bei mir Schutz gesucht. Nach den ersten 3 Öffi-Fahrten schläft sie inzwischen sogar entspannt in S-Bahn und Co und bleibt auch während der Rush Hour cool. Aufzüge fand sie die ersten Tage komisch, jetzt steigt sie munter in jeden Lift. Menschen? Voll okay, solange sie nicht bedrängt wird. Eigentlich ist sie sogar recht zutraulich geworden in den paar Wochen bei mir.

    Ich würde mir auch keinen Angsthund durch und durch in die Großstadt holen, aber mit diesem Hundetyp Jasmin/Pippa komme ich sehr gut zurecht und finde, dass die eigentlich im Alltag sehr leichtführig sind, wenn man ein klein wenig Geduld hat.

    Mein Rex war medikamentös austherapiert (Herzklappeninsuffizienz). In seinen letzten Tagen musste ich ihm mehrmals hochdosiert Entwässerung spritzen. Nach jeder Spritze ging es ihm schnell wieder gut, und er hat in den letzten Tagen dann sogar noch Sachen mit mir und Jasmin unternommen, die er toll fand.

    Freitag Donaustrand, Samstag Kuschelzeit zuhause, Sonntag Besuch im Lieblingspark. Am Montag durfte er nochmal zu seiner geliebten Sitterfamilie nebenan. Dort ging es ihm gut. Als ich ihn abholte, war er noch ganz normal drauf, aber ich wusste, dass er nun bereit ist. Das hat sich dann auch bewahrheitet. Medikamente und die letzte Spritze, die ich daheim hatte, wirkten auch nicht wie sonst. Eigentlich hätte ich ihn zwei Tage später ohnehin einschläfern lassen, weil die ständigen Spritzen ja auch keine Dauerlösung gewesen wären und sich bei ihm eben leider immer wieder Flüssigkeit in der Lunge staute. So starb er am Dienstag statt wie geplant am Donnerstag seine letzte Reise anzutreten, aber seine letzten Tage waren wenigstens noch ausgefüllt mit allem, was er gern mochte. Er hat irgendwie ganz klar signalisiert, was er will.

    Oje, da wünsche ich gute Besserung :bussi:

    Bei uns steht auch ein ruhiges Wochenende an, allerdings gezwungenermaßen, da Starkregen. Aufgrund der Wettervorhersage und Warnungen musste auch unser Junghundekurs, der morgen stattfinden würde, abgesagt werden, was ich schade finde, ich habe mich schon wieder aufs Training gefreut.

    Müssen uns wohl indoor etwas beschäftigen die nächsten Tage.

    Ihr tut alles für eure Hunde,habe ich den Eindruck, und eure Hunde stehen immer im Mittelpunkt. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Für mich wäre es eher so, dass der Hund UND ich gemeinsam wichtig sind. Ihm muss es gutgehen, mir muss es auch gutgehen, seine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie meine auch. Wir sind ein Team, und jeder von uns beiden würde darunter leiden, wenn die Bedürfnisse des anderen nicht erfüllt werden. Das ist ein anderer Ansatz als "der Hund geht immer in allem vor". Aber ich könnte es nicht anders leben.

    Ich denke, der Eindruck entsteht, weil wir hier halt alle Hundeliebhaber in einem Hundeforum sind xD Aber viele Nutzer*innen hier haben ja auch Job/Karriere, andere Haustiere, eine Partnerperson, Kinder, pflegebedürftige Angehörige, andere Hobbies etc. - keinesfalls dreht sich also immer alles nur um den Hund. Das wäre auch ungesund.

    Also, nicht falsch verstehen, bei mir ist es tatsächlich so, dass die Hunde sehr "an erster Stelle" stehen - das heißt aber noch lange nicht, dass ich immer alles perfekt hinkriege. Ich versuche einfach nur, ihnen im Rahmen meiner Möglichkeiten ein möglichst schönes, lebenswertes Dasein zu bieten.

    Bei Rex damals haben wir mit ca. einem Jahr umgestellt. Der war als Drops aber auch etwas empfindlich, deshalb wollten wir, als wir dann ein passendes Juniorfutter gefunden hatten, nicht gleich wieder umstellen. Wir sind dann mehrere Jahre lang bei der gleichen Marke geblieben, ehe wir irgendwann gewechselt haben.

    Pippa frisst schon seit sie bei mir ist überwiegend Adult-Futter. Ich weiß aber auch nicht ganz genau, wie alt sie ist. Im Pass steht "ca. März 2024" als Geburtsdatum drin, sie könnte aber auch schon im Januar oder Februar geboren worden sein.

    Aber ich bin kein Superhundeversteher, der auf alles immer richtig, sprich gut für den Hund, reagiert, und wo immer alles wirklich passt. Ich mache - unabsichtlich - bestimmt Fehler und müsste mich so durchwerkeln in der Erziehung und allem anderen, wie ich es nach bestem Wissen und Gewissen und mit der Liebe zum Hund eben kann.

    Naja, egal ob Hamster, Hund oder Menschenbaby - niemand kann da vorab alles wissen, niemand macht alles perfekt. Fehler passieren, that's life. Also ich hab bei meinen bisherigen Hunden sicher auch nicht immer alles zu 100% "richtig" gemacht, was auch immer das genau bedeuten soll. Dennoch haben mir alle meine bisherigen Hunde vertraut, bei mir Schutz gesucht, mich als ihre Hauptbezugsperson voll akzeptiert - denn: andere Lebewesen erwarten gar keine Perfektion von einem. Das sind oft eher die eigenen Ansprüche und Ängste, die einem da reingrätschen.


    Zum Thema Kotzen/Kacken: Das kann und wird vermutlich mal passieren. Mein Rüde hat mir, sobald er stubenrein war, nur 1 oder 2 Mal in die Wohnung gekackt, beide Male hatte er halt magen-darm-bedingt Durchfall und ein Mal war ich leider nicht zuhause, beim zweiten Mal hatte ich wohl zu langsam reagiert.

    Dass Hunde sich mal übergeben müssen, kann auch passieren - wie oft, hängt halt vom Hund ab, manche Hunde sind z.B. sehr ernährungssensibel, letztlich ist das halt wie beim Menschen ganz individuell.

    Aber ich persönlich kann für mich nur sagen, dass man sich daran "gewöhnt" und schnell abgehärtet ist. Man hebt draußen ja auch mit Kotbeutel die Haufen vom eigenen Hund auf und nach zwei, drei Tagen ist das halt einfach Normalität und gehört zum Alltag als Hundehalterin.

    Was große Hunde in kleinen Wohnungen angeht, hat es hier jemand wunderbar ausgedrückt: wenn er teilweise nur rückwärts ausparken könnte und beim Wedeln schnell mit Möbeln kollidieren würde, stimmt das Verhältnis Wohnungs- und Hundegrösse absolut nicht. Meine Meinung. Darf gern jeder eine andere haben.

    Ja, ich kenne deine Wohnung ja nicht, aber du hast ja die allgemeine Behauptung aufgestellt, nach der große Hunde nicht in klein(er)e Wohnungen gehören, darauf habe ich geantwortet :ka: Zusätzlich die Sache mit dem Garten - da finde ich es schon wichtig, dich als Anfänger*in darauf hinzuweisen, dass ein Garten nicht bedeuten würde, dass du einfach nur die Gartentür aufmachen und den Hund dort rumwuseln lassen könntest und der Hund wäre damit zufrieden.

    Viele Hundeanfänger*innen wissen nicht, dass gut ausgelastete Hunde in der Wohnung überwiegend ruhen. Das zu betonen finde ich durchaus wichtig, weil es genug Leute gibt, die den Hund dann ständig "hochpushen" und zum Spielen drinnen animieren möchten. Ebenso kann es aber natürlich auf zu wenig Ansprache und Beschäftigung hindeuten, wenn der Hund drinnen ständig herumschleicht und wenig schläft. Oder das Gegenteil - der Hund ist vom Charakter her eher wuselig, möchte dauernd Bespaßung - und fordert diese womöglich erfolgreich ein, worunter dann wieder das Ruhebedürfnis leidet.

    Das klingt nun so dahingeschrieben allerdings komplizierter, als es ist.