Beiträge von tinybutmighty

    Hat hier jemand geschrieben dass er seinen Hund wegen HuTa/Pension kastrieren ließ? Nein. Von daher finde ich deine Kommentare bezüglich "hinoperieren, sodass es für andere passt" ziemlich merkwürdig.

    Es ging hier doch nur darum aufzuzeigen dass die Haltung eines intakten Hundes leider nicht immer ganz einfach ist. Als ich meinen Hund bekam, brauchte ich zB keine Fremdbetreuung. Jetzt bin ich nun mal darauf angewiesen, wenngleich nur 2x die Woche. Aber ich habe nicht gewusst, dass intakte Rüden oft nicht aufgenommen werden, darum finde ich es auch gut, das Thema hier anzusprechen vllt liest ja auch jemand mit für den diese Info nützlich ist.

    Aber wenn man sich so gar nicht vorstellen kann, dass andere Leute anders leben als man selbst und nicht dieselben Möglichkeiten haben - meine Freunde zB arbeiten alle und könnten meinen Hund darum nicht sitten -, dann macht da eine Diskussion halt nicht wirklich Sinn.

    Ich hab ja schon geschrieben, dass es hier in Wien auch nicht so ganz einfach zu sein scheint, einen intakten Rüden fremdbetreuen zu lassen und ich Glück habe, dass meine Sitterin, die wirklich super ist, mittlerweile aber nur mehr kastrierte Rüden betreut,für Rex eine Ausnahme macht, weil er so unkompliziert, meist souverän und gutverträglich ist.

    Für mich käme es nun eigentlich nicht in Frage, Rex nur wegen Betreuung kastrieren zu lassen, aber es ist halt schon ein zusätzliches "Erschwernis", wenn man auf Fremdbetreuung angewiesen ist. Nicht jeder hat da Ausweichsoptionen in Form von Freunden, die den Hund betreuen können, und nicht jeder hat einen so umgänglichen Hund, dass der auch von einem Studenten oder rüstigen Rentner betreut werden kann.

    Leider scheinen einige Hundesitter schlechte Erfahrungen mit intakten Rüden gemacht zu haben, jedenfalls habe ich jetzt schon ein paar Mal von Hundesittern gehört, sie nehmen intakte Rüden nur gegen einen ordentlichen Aufpreis oder gar nicht aufgrund negativer Vorerfahrungen... ich finde das schade, aber frage mich auch, woran das liegt? Markieren wirklich so viele intakte Rüden drinnen oder sind dermaßen unverträglich mit Artgenossen, dass Gruppenbetreuung nicht möglich ist?

    Ich finde es auch gut, dass dein Hund dich eher ruhig begrüßt und nicht völlig überdreht und hysterisch.

    Allerdings gibt mir der Kommentar der Mitarbeiterin dazu denken, was das tatsächliche Wissen über Hunde in dieser Tagesstätte angeht. Dass es oft nicht reine Freude ist, wenn ein Hund seinen Besitzer völlig überdreht begrüßt und sich zehn Minuten lang nicht mehr beruhigen kann, sollte HuTa-Mitarbeitern eigentlich klar sein.

    Wenn in der Betreuung sonst aber alles passt, kann man wohl über diesen Kommentar hinwegsehen. Wichtig ist, das dein Leo sich mit der Situation wohl fühlt und scheinbar tut er das ja.

    Es spielt keine Rolle, wenn diese Hunde nur so abgeschottet gehalten werden können, und das für die Besitzer passt. Ist doch prima, wenn die Hunde nicht mehr können müssen! Aber es nicht direkt vergleichbar mit den Anforderungen, die an Hunde gestellt werden, die in JEDER Situation mit läufigen Hündinnen klarkommen sollen! Nicht nur auf dem Hundeplatz, nicht nur bei der Arbeit, nicht nur bei Hündinnen im selben Haushalt - von diesen Hunden wird erwartet, immer und überall läufige Hündinnen unbehelligt zu lassen, selbst wenn sie im Freilauf völlig unvermutet auf die treffen! Da wird nicht nur ortsgebundener Gehorsam gefordert, sondern auch ein hohes Mass an sozialer Kompetenz und Führigkeit auch in sozialen Konfliktsituationen.

    Ich meinte damit v.a. das, was Najira im letzten Satz dieses Posts formuliert hat.

    Und nein, ich denke nicht, dass es für einen Rüden zwingend einfacher ist, sich einer läufigen Hündin ggü im eigenen Haushalt zu beherrschen als zB beim Spaziergang plötzlich auf eine läufige Hündin zu treffen. Aber was anderes eben. So wie es für mich was anderes ist, mich gezielt zum Spaziergang mit läufiger Hündin zu verabreden als völlig unvermutet beim Spaziergang auf eine zu treffen, die meinen Rüden dann vllt auch nocj fröhlich umgarnt. In der ersten Situation bin ich nun mal besser vorbereitet und weiß, dass ich da drauf achten muss. In der zweiten Situation bin ich nicht vorbereitet und muss zumindest bei Rex sehr schnell handeln. Was mir mittlerweile meist eh auch gelingt.

    Über eine grundsätuliche Diskussion Land vs Stadt, belebt vs Pampa hab ich keine Lust, weil das einfach müßig ist und jeder das doch so machen kann und soll, wie er will.

    Würde ich so wohnen, hätte ich keinen Hund.

    Die Wohnsituation rechtfertigt keine Verstümmelung und keinen Chemie-Chip.

    Mir ging es auch nur darum aufzuzeigen, wie unterschiedlich halt Lebenssituation und Alltagsgestaltung von versch. Hundehaltern sind und das dass eben schon einen Unterschied macht.

    Klar könnte man jtz sagen, es sollen sich nur mehr Leute Hunde holen, die irgendwo in der Pampa wohnen, aber das ist doch arg unrealistisch. Und mein Hund und ich würden dort zB eingehen vor Langeweile ;) Häzte ich ein Auto, könnte ich zum Spazieren übrigens auch problemlos raus in die Pampa. Würd ich manchmal auch machen. Aber eben nicht immer.

    Ich hätte dann ehrlich gesagt auch keinen. Aber weil ich da kein Lust drauf hätte, mich mit solchen Dingen auseinandersetzen zu müssen. Für mich ist es schon stressig, wenn wir 0-3 Hunde in 1,5 h treffen :ugly:

    Dein Hund mag aber auch keine Fremdhunde, das ist ja dann noch mal was anderes. Rex findet das zB toll, andere Hunde zu treffen.


    Nochmal, mir gehts jetzt echt nicht um eine Diskussion darum, ob Stadt- oder Pampahunde es besser oder schlechter haben, das ist letztlich eh ne individuelle Sache. Nur sind die Anforderungen eben sehr unterschiedlich je nach Wohnsituation und Lebensgestaltung. Gerade bei Rüden muss ich schon zB @persica Recht geben, Chip setzen oder Kastra wird mittlerweile sehr schnell als Erziehungsversagen beurteilt, finde ich. Mag in manchen Fällen ja so sein, aber doch nicht in allen. Und ich glaub, es redet sich schon einfacher, wenn ein Rüde eh fast nie Kontakt zu fremden Artgenossen hat und läufige Hündinnen nur auf dem HuPla und im eigenen Haushalt erlebt, wie Najira es vorhin ja auch geschrieben hat.

    Ich find, Najira hat das schon sehr treffend auf den Punkt gebracht.

    Hier scheint es ja auch so zu sein, dass die Gebrauchshundehalter bevorzugt in der Pampa spazierengehen, wo man eh kaum mal Hunde trifft. Oder wenn, dann sinds andere Gebrauchshunde, die alle super im Gehorsam stehen.

    Aber nicht jeder hat diese Möglichkeit oder will das so.

    Ich lebe in der Großstadt, hab zwar viele Möglichkeiten im Wald spazierenzugehen und kenne auch Strecken, wo recht wenig los ist - aber dennochkommt es hier nun mal sehr oft zu Hundebegegnungen. Und ich mein, allein die Gerüche in einem von vielen Hunden frequentierten Wald sind wshl schon ganz was anderes als die Pampagerüche, wo kaum Artgenossen gehen...

    Und mir ist es auch schon passiert, dass plötzlich läufige, unangeleinte Hündinnen in uns reingelaufen sind. Oder auf ner großen Hundewiese im Wald waren mal klugerweise Leute mit ganz offensichtlich läufiger Chi-Hündin...

    Mein Rüde ist ja dennoch intakt, aber ich finde, man muss schon bedenken,dass es je nach Wohnsituation und Anforderungen und Gestaltung des Alltagslebens sehr unterschiedlich schwierig sein kann, einen intakten Rüden zu halten und so zu erziehen, dass er läufige Hündinnen immer in Ruhe lässt und nie belästigt.