Beiträge von tinybutmighty

    Wobei sich die Zukunft eh nur bedingt planen lässt, insbesondere was in 10 Jahren mal sein wird, können die meisten Menschen heutzutage einfach noch nicht wirklich wissen. Fast wichtiger finde ich da einfach die Bereitschaft, für den Hund ggf. Kompromisse einzugehen.

    Zum Alleinebleiben: Angeblich gibt es Rassen, denen dies schwerer fällt als anderen, gerade bei den kleinen Begleithunderassen habe ich persönlich aber den Eindruck, es liegt manchmal weniger am Hund selbst als am Besitzer, der dies nicht ordentlich aufbaut bzw schon ein schlechtes Gewissen bekommt wenn er mal ohne Hund das Haus verlässt. Und teils ist es auch einfach Charaktersache.

    Mein Chi hat das Alleinbleiben problemlos erlernt.

    Zu den Spitzen: Sie gelten als wachsam und meldefreudig, aber sie müssen deshalb keine Kläffer sein. Erzieherisch kann man da schon was tun, allerdings wird der typische Spitz wohl eher mal kurz melden als zB ein Havaneser. Trotzdem gibt es genug Spitze in problemloser Wohnungshaltung.

    Shelties gibt es hier im Forum etliche, es gibt mWn auch einen Sheltie-Thread falls du mehr über die Rasse erfahren möchtest.

    Mit meinem Chi habe ich den Alltag eigentlich immer sehr entspannt erlebt. Meiner Ansicht nach hängt das nicht nur von der Größe des Hundes ab, eine große Rolle spielt auch einfach dessen Charakter - ich glaube, mit meinem selbstbewussten 3-Kilo-Chi gehe ich einfacher durchs Leben als jemand mit einem 30-Kilo-Angsthund, der bei Artgenossensichtung schon 50 Meter entfernt Panik bekommt.

    Natürlich muss man ein wenig aufpassen, gerade was die Wahl der Spielpartner des Hundes betrifft. Aber als so extrem zerbrechlich hab ich Rex nie empfunden, er hat und hatte auch immer recht viel Kontakt zu fremden Hunden jeder Größe. Als Junghund hat er sich gern ins Getümmel gestürzt und ist auch ein paar Mal von größeren Hunden "umgebombt" worden und Ähnliches, weil er halt im falschen Moment am falschen Ort war, aber das hat er immer ohne Weiteres weggesteckt.

    Ich passe halt generell etwas auf und höre auf mein Bauchgefühl und lasse keinen überdrehten 25-Kilo-Labrador in voller "Juhu-Spielen"-Manier zu Rex hinstürmen.

    Bei meiner Yorkiemaus muss ich halt deutlich mehr aufpassen, sie kommt aus Ungarn und ist bei großen Hunden, vor allem wenn diese aufdringlich sind, schon sehr ängstlich und schreckhaft. Da muss ich große Hunde, die sich forsch annähern, also schon mal deutlich blocken und generell aufmerksamer sein als mit Rex.

    Ein Nachteil ist halt, dass viele Leute ihre Großhunde gerne mal einfach zu den Zwergen hinstürmen lassen und man einfach eher belächelt wird mit den Zwergen.

    Ich würde diese Hundewiese auch meiden.

    Für mich liest sich das nicht so, als würden die Hunde da entspannt miteinander spielen, sondern es scheint sehr viele stress- und spannungsgeladene Situationen zu geben. Dafür spricht auch, dass scheinbar mehr als nur ein Hund auf euren beiden aufgeritten ist. Aufreiten muss kein Sexual- oder Dominanzgehabe sein, sehr oft dient es auch dem Stressabbau und ist eine Art "Übersprungshandlung" in einer für den Hund mit sehr hoher Erregung verbundenen Situationen.

    Wenn ein anderer Hund versucht, einen meiner Hunde zu besteigen, gehe ich auch rigoros dazwischen und löse diese Situation auf. Umgekehrt würde ich auch nicht unbeteiligt danebenstehen, wenn mein Hund Anstalten macht zu besteigen, da würde ich ihn auf jeden Fall aus der Situation rausholen (jetzt unabhängig von den möglichen Gründen für das Verhalten).

    Als Kleinhundehalterin kann ich dir versichern, dass viele kleine Hunde von ihren Besitzern in "Spielsituationen" gebracht werden, die für den Zwerg kein schönes Spiel sind. Wer lässt sich schon gerne von einem Riesen jagen oder fast niedertrampeln? Groß und klein KANN harmonieren,auch im Spiel, aber da braucht es von seiten der Halter aus halt auch ein gutes Gefühl für die Hunde und die Fähigkeit einzuschätzen, ob der Mini da grad wirklich Spaß hat oder vielmehr Stress oder Angst empfindet. Da hab ich schon gruselige Sachen mitbekommen...


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich verteufele Hundewiesen nicht pauschal, war/bin mit meinem Rüden auch immer wieder mal in Freilaufgebieten, eingezäunt oder auch nicht. Aber ganz wichtig ist mir immer die Möglichkeit, mir zuerst angucken zu können, welche Hunde da gerade vorhanden sind - sehr oft verzichte ich dann auf einen Hundewiesen-Besuch wenn ich merke, dass die Chemie eh nicht stimmen würde, denn dann hat mein Hund ja nichts davon.
    Ich würde diese Hundewiese an eurer Stelle, wenn ihr nicht immer vorher gucken und euch ein Bild machen könnt, tunlichst meiden.

    Hier wohnen ein Chi und ein Yorkie(mix?), beide aus dem Tierschutz und meine großen Schätze :herzen1: Es gibt schon häufig auch kleine Hunde in den Tierheimen, oft werden die aber so schnell vermittelt, dass sie es nicht auf die Homepage schaffen - war bei Rex, meinem Chi, auch so, der war gerade mal ein paar Stunden im Tierheim, bevor wir ihn mit nach Hause genommen haben. Da würde ich an deiner Stelle also definitiv die Augen offen halten. Gerade "Moderassen" wie Chis findet man wirklich nicht allzu selten im Tierschutz.


    Ich bin durch meinen Rex ja ein Chihuahua-Fan und finde, dass die Rasse gut zu deinen Vorstellungen passen könnte. Chihuahuas sind einfach fröhliche und willensstarke kleine Begleiter, die auch an vielem Spaß haben. Rex macht mehrstündige Wandertouren problemlos mit, mag Apportieren (Dummy) und Suchspiele (wir haben mal einen ZOS-Kurs gemacht), auch etwas tricksen hie und da findet er ganz cool. Eine Freundin von mir, hier im Forum unterwegs als @Tüdeldü, hat auch einen megacoolen Chi, die ein richtiger Streber ist und die BH und auch die Bgh1 hat meines Wissens nach. Man kann mit einem Chi also jede Menge erleben :dafuer:
    Das Fell ist pflegeleicht auch bei meinem Langhaar-Chi, wobei der keine Plüschkugel ist, sondern etwas moderater. Haaren tun die Chis dafür halt schon.


    Bichon-Rassen wie der Havaneser könnten auch gut zu dir passen. Das Fell kann man problemlos auch kürzer halten, ich kenne fast nur Havis mit praktischen kürzeren Frisuren, ansonsten ist es im Alltag einfach zu anstrengend. Bichons sind für mich unkomplizierte Gute-Laune-Hunde, ich finde die Chis ein wenig "peppiger", aber das ist letztlich auch von Hund zu Hund verschieden. Passen würde hier mMn beides.

    Kurzer OT:Hab neulich ein Vesperbrettchen geschenkt bekommen:
    "Ich arbeite hart, damit mein Hund sein Luxusleben geniessen kann." xD Stimmt.

    Wie groß ist denn das TroFu, wenn man es in Mini/XS/...kauft? Ich mag kleine Leckerlis (für meinen Hund, sonst landet es wieder in den Stilblüten :D ) für das Training sehr gerne.
    Wobei ich muss gestehen, dass ich immer das Gefühl habe, ich müsste, wenn ich TroFu als Leckerli füttere, das normale Futter reduzieren, weil das dann zuviel wird. (TroFu = "gehaltvoller" als Leckerlis)

    Wie handhabt ihr das?

    Mein TroFu hat Chihuahua-geeignete Größe :D


    Ich reduzier selten das Futter, wenn ich zwischendurch noch Leckerlis (darunter oft auch ein paar TroFu Brocken als Belohnung) gebe. Zumindest beim Chi weiß ich schon, dass der nicht dazu neigt, moppelig zu werden, außerdem haben die Hunde hier auch recht viel Bewegung. Da geht das schon so.

    Nur an Tagen wo sie wirklich außerordentlich viel bekommen haben wegen z.B. HuSchu geb ich dann abends manchmal ein oder zwei Löffel NaFu weniger.

    Hi,

    ich kann dich ein wenig verstehen, ich habe auch seit 3 Monaten eine Hündin (Zweithund, hier wohnt schon ein Rüde) aus dem Auslandstierschutz - sie lebte früher bei einem Vermehrer in Ungarn. Sie ist ein entzückender Hund und ich habe sie mittlerweile sehr ins Herz geschlossen, aber ja, trotztdem gab/gibt es Momente, da war/ist es für mich gefühlsmäßig auch anstrengend mit ihr. Ganz alleinebleiben z.B. fällt ihr sehr, sehr schwer, mit meinem Rüden zusammen hingegegen klappt es immerhin gut. Sie ist nicht zu 100% stubenrein und ich bin auch nicht sicher, ob sie das jemals sein wird.
    Sie mal von jemand anderem außer meiner Mutter betreuen zu lassen ist auch (noch) nicht möglich. Keine Ahnung, ob wir das noch hinbekommen, ich tippe eher nicht darauf.

    Gerade anfangs ist es normal, sich auch mal überfordert zu fühlen, traurig zu sein und die Entscheidung für den Hund zu hinterfragen. Das geht sogar vielen Menschen so, die sich sehr lange auf den Hunde-Einzug vorbereitet und einen Züchterwelpen haben, keinen Hund aus dem (Auslands)Tierschutz. Wir Menschen sind halt auch Gewohnheitstiere, denen es oft nicht ganz so leicht fällt, sich auf etwas Neues "einzustellen".

    Eure Bindung kommt mit der Zeit. Bei mir dauert das auch immer ein bisschen, bis ich wirklich eine ganz tiefe Bindung zu eine Hund verspüre, auch wenn ich ihn von Anfang an lieb habe. Das finde ich normal. Menschlichte Freundschaften/Beziehungen wachsen doch auch oft mit der Zeit.

    Nach einer Woche jedenfalls kann man von einem Hund, der völlig neu bei dir ist, in einer ihm fremden Umgebung, einfach noch nichts erwarten. Gib ihr Zeit und mach dir selbst nicht so einen Druck. Ich weiß, leichter gesagt als getan, aber manchmal hilft ja auch ein Denkanstoß von außen ein kleines bisschen ;)

    Das Alleinebleiben wird deine Hündin ganz kleinschrittig erlernen müssen, denn sie kennt es ja gar nicht. Zum Aufbau gibt es hier im Forum auch schon einige gute Threads, in denen du nachlesen kannst. WIchtig ist, dass dir bewusst ist, dass manche Hunde sehr lange brauchen, bis sie entspannt allein bleiben können.

    An Blue muss deine Hündin sich wohl auch erst noch gewöhnen. Auch hierzu gibt es Möglichkeiten, es beiden Hunden einfacher zu machen. Ich würde die Hündin jetzt aber erst mal ganz in Ruhe ankommen lassen, bevor ihr weiter an diesem Punkt arbeitet.

    Ich hab ja neulich einen Kilo Select Gold Adult XS Complete Huhn gekauft. Den hab ich inzwischen geöffnet und die Hunde mögen das Futter sehr gerne. Die Pellets sind sogar noch kleiner als die vom SElect Gold Mini Adult. Superpraktisch, wenn man z.B. einen Teil der Tagesration draußen beim Üben als Leckerli verfüttern möchte. 'Und schmecken tut's den Wauzis auch. Soweit bin ich also zufrieden.

    Ich beobachte diese Entwicklung unter Hundehaltern langsam etwas mit Sorge, für jegliches (vermeintliche) Fehlverhalten eines Hundes eine gesundheitliche Ursache zu suchen.

    Es mag durchaus Hunde geben, die auf Grund physischer Dysfunktionen an einem ADHS ähnlichen Krankheitsbild leiden. Aber seien wir doch mal ehrlich, die extreme Mehrheit zeigt diese Auffälligkeiten auf Grund von Haltungs-, Aufzucht- und Auslastungsfehlern, aber da offensichtlich immer wenigeren Hundehaltern die Selbstreflexion und das Einsehen von gemachten Fehlern liegt, sucht/erfindet man eine Diagnose, die erklärt, warum der Hund neben der Spur läuft, ohne dass einen selbst Schuld trifft und interessanterweise auch stets ohne dass man wirklich etwas dagegen unternehmen muss.

    Sehe ich ähnlich. Paradebeispiel dafür ist Marley der Labrador desswn Besitzer ja den auch verfilmten Bestseller "Marley und ich" geschrieben hat. Der behauptete ja auch, Marley sei "mental instabil". In Wirklichkeit war einfach die Haltung des Hundes - und vermutlich auch die Aufzucht - wirklich nicht optimal.
    Ich glaube da auch weniger an einen Einzelfall.

    Heißt natürlich nicht dass es beim Hund nicht tatsächlich Krankheitsbilder gibt die das Verhalten massiv beeinflussen.