ähm okay...
naja, wie gesagt, ich werde mich eher an den Kromfohrländer ranhalten, hab auch ein paar Zuchten mithilfe des VDHs gefunden! Ich dachte an einen Tagesplan der ungefähr so ablaufen würde:
-morgens Gassigehen (ca 10 min)
-zwischenzeitlich sieht mein Vater nach dem Hund?
-Mittags eine Runde raus auf den Hundespielplatz, wo ich meine Hausaufgaben am Picknicktisch mache (ca 1-1 1/2 h)
-Nachmittags mal ne Pause für den Hund und mich 
-So ungefähr 17 Uhr dann nochmal an der Leine in den Park, dort dann ggf Frisbee,Ball,Stöckchen spielen
- Abends nochmal vor dem schlafengehen ne Runde um den Block
Klingt dieser Plan realistisch? Was habt ihr da für ne Erfahrung? Am Wochenende sieht das dann ein bisschen anders aus
aber sollte der Hund mehr/weniger ausgelastet werden? Ich habe nach wie vor weniger Infos zum Kfl gefunden als mir lieb ist
oder habt ihr da noch mal ganz andere Vorschläge zu geeigneten Rassen??? Ich informiere mich jetzt noch mal tüchtig und habe mir auch gleich ein paar Fachbücher ausgeliehen!
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Mehrere Anmerkungen, auch wenn andere es auch schon geschrieben haben:
- eine Morgenrunde von nur 10 Minuten finde ich extrem kurz. Der Hund soll sich ja in Ruhe und vollständig entleeren können nach dem Nachtschlaf. Außerdem ist er ja gerade morgens wahrscheinlich doch munter und möchte sich etwas die Beine vertreten und schnüffeln
Ich würde da mindestens 20, vielleicht 30 Minuten einplanen, je nach Hund.
- Das ist mir jetzt auch nochmal ganz wichtig zu betonen: Du kannst nicht mit deinem Hund auf die Hundewiese gehen und dort dann nicht auf ihn aufpassen!! Einen Hund schafft man sich ja an, um aktiv Zeit mit ihm zu verbringen, nicht damit der Hund sich dann selbst beschäftigt. Die Zeit für das Tier musst du dir schon nehmen, wenn du dir einen Hund wünschst, ansonsten solltest du dir lieber keinen Hund anschaffen - das ist nicht böse gemeint, aber man muss als Hundehalter eben den Alltag so organisieren, dass die Zeit, die man mit dem Hund verbringt, auch wirklich dem Hund gehört.
Du hast ja eine Pflicht, auf deinen Vierbeiner aufzupassen, auch auf Hundewiesen und -Spielplätzen. Wie hier schon erwähnt, sind gerade Orte, an denen viele fremde Hunde zusammenkommen, immer mit einem gewissen Risiko verbunden: Du weißt nicht, wie die anderen Hunde drauf sind, ob dein Hund sich mit allen Artgenossen, die gerade vor Ort sind, versteht, und du musst permanent gut aufpassen auf deinen Vierbeiner, um zu erkennen, wann er sich unwohl fühlt/gemobbt wird/selber mobbt/großen Stress hat... Wenn die Besitzer ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen, kann es sehr schnell zu unschönen Situationen kommen! Im schlimmsten Fall wird dein Hund von einem anderen Artgenossen schwerst verletzt.
Viele Hunde fühlen sich auf solchen Hundewiesen übrigens generell unwohl und da dort so viele unterschiedliche Vierbeiner zusammenkommen, ist es doch für die meisten Hunde immer auch mit Stress und Erregung verbunden. Darum solltest du keinesfalls täglich mit deinem Hund nachmittags auf die Hundewiese gehen. Nimm dir lieber Zeit für schöne Spaziergänge, Training, oder verabrede dich mit Freundinnen, die auch Hunde haben, für gemeinsame Unternehmungen (sofern eure Hunde sich dann auch miteinander verstehen).
- Von Wurfspielen wurde dir hier ja nun schon mehrfach abgeraten und ich möchte auch nochmal betonen, warum: Auch wenn man sehr häufig Leute sieht, die draußen für den Hund die Ballwurfmaschine mimen, gesund ist das nicht! Das Nachhetzen des beweglichen Gegenstands wird für viele Hunde zur Sucht, was die Besitzer leider sehr oft missverstehen, und munter weiter den Ball schleudern. Diese Hunde sind im wahrsten Sinne des Wortes "Ball-Junkies", also suchtkrank.
Hinzu kommt die körperliche Belastung durch die monotonen Bewegungsabläufe und abrupten Stops. Das ist nicht gesund und im schlimmsten Fall musst du irgendwann sehr viel Geld beim Tierarzt lassen, wenn du das mit den Wurfspielen regelmäßig veranstaltest. Ich sehe hier leider auch sehr viele Leute, die ihren Hund so "beschäftigen", aber es gibt so viele bessere Möglichkeiten, einen Hund körperlich und geistig auszulasten, z.B. Dummyarbeit (das ist sinnvolle Apportierarbeit für den Hund), Nasenarbeit wie Mantrailing und die Zielobjektsuche, Longieren mit Hund, Tricktraining... oder du versteckst einfach Leckerlis z.B. in Baumrinde, schickst deinen Hund draußen mal um Baumstämme, machst Gehorsamsübungen... all das ist besser geeignet, einen Hund zufriedenzustellen und ihm keinen Schaden zuzufügen.
Ich würde sagen: Infomieren, informieren, informieren
Es ist schon mal sehr gut, dass du hier nachfragst und ich hoffe, die Beiträge helfen dir ein wenig.