Beiträge von tinybutmighty

    Kennt ihr das auch? Eigentlich läuft alles rund auf einem Spaziergang (naja, so mehr oder weniger) - und dann kommt der Moment, wo Hund wieder mal so gar nicht hört? Manchmal habe ich das Gefühl, mir fehlt dann einfach die nötige Gelassenheit. Meist geht es darum, dass Nemo im Freilauf zu weit vorläuft - oder aber in den Wald hinein. Ich krieg in solchen Situationen regelmäßig einen Herzkaspar, weil ich Angst habe, die Situation nicht mehr kontrollieren zu können. :fear: Es ist zwar schon längst nicht mehr so schlimm wie früher, aber trotzdem... Habt ihr da eigentlich für euch eine Wohlfühldistanz? Oder wie kommt ihr zu mehr Gelassenheit?

    Mein Mann meinte dazu dann gestern auch noch passend bei unserem Waldspaziergang, es sei doch wichtig, dass der "arme" Hund "endlich" mal durch die Gegend rennen dürfe... Ja, mach mir auch noch ein schlechtes Gewissen... :klugscheisser:

    Kenne ich :ugly: Mein Rüde kann diesbezüglich auch meisterhaft nervtötend sein. Manchmal superbrav im Freilauf, und dann gibts wiederum Tage, da eill e einfach nur weit, weit, weit vorlaufen, nichtmal weil dort was Spannendes wäre, sondern einfach nur so, aus Spaß an der Freude.

    Ich tu' mir da inzwischen nix mehr an, wenn ich merke, dass er heute einfach nur sein Ding machen will, kommt er eben an die Flexileine und fertig. Dann hat er auch einen gewissen Radius zu nutzen und ich schone meine Nerven. Und kann dafür die schönen Freilaufspaziergänge umso mehr genießen. Mit seinem größeren Radius hab ich mich abgefunden und schau halt dass er in übersichtlichen Gebieten zB an großen Wiesen dies ausleben kann. Wichtig ist mir halt Ansprechbarkeit und Abrufbarkeit.

    Wie verhält der Hund sich denn allgemein dem Mann und Sohn gegenüber? Ist er männlichen Personen gegenüber vllt generell reservierter uns misstrauischer?


    In trubeligen Situationen wie zB Weihnachtsbesuch, würde ich den Hund gar nicht in die Nähe des Tisches lassen. Er hat ja scheinbar Stress damit. Man könnte ihn zB behutsam an eine Decke oder einen Zimmerkennel als Rückszugsort gewöhnen, das dauert natürlich, könnte sich hier aber lohnen.

    Auch im normalen Alltag würde ich schauen, dass es zu solchen Situationen gar nicht mehr kommt, schon allein um ihm Stress zu ersparen.

    Das allgemeine Programm klingt für mich auch ziemlich straff, kommt der Hund denn zu ausreichend Schlaf- und Ruhephasen?

    @QueenyQ Danke fürs Rufen :winken: Für Einzeltraining und Verhaltensberatung kann ich die Hundeschule SimplyDog in 1190 Wien (machen auch Hausbesuche) wärmstens empfehlen - sehr geduldiger und einfühlsamer Umgang mit Mensch und Hund.
    Sunny Bennett (Dogs in the City) ist sicher auch geeignet für die Thematik. Viel Gutes gehört hab ich auch über die Hundeschulen Hundelachen und Freud&Hund, die kenne ich persönlich aber nicht.

    So, ich hab jetzt "Überbitten" von Deborah Feldman durch. @leserinmithund, hast du das eigentlich auch schon gelesen?

    Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen. Feldman berichtet darin über ihr Leben, nachdem sie die strenggläubige Gemeinde chassidischer Juden, in der sie aufwuchs, verlassen hat. Sie beschreibt ihre Existenzängste, ihren Werdegang als Autorin, und zwei Reisen, die sie während dieser "Übergangsjahre" unternahm - einmal quer durch die USA, einmal nach Europa. Und schließlich berichtet sie, wie sie, ausgerechnet als von Holocaust-Überlebenden großgezogene Jüdin, den Entschluss traf, sich gerade in Deutschland niederzulassen.

    Ich muss gestehen, das erste Drittel des Buches empfand ich manchmal als etwas langatmig und überfrachtet. Aber gerade die zweite Hälfte des Buches fand ich dann doch ziemlich bemerkenswert. Feldman widmet sich darin verstärkt der Thematik des Antisemitismus, und das auf sehr kluge, nahegehende Art und Weise und gespickt mit ihren Erinnerungen an Dinge, die sie selbst als Jüdin sowohl in den USA als auch in Deutschland erlebt hat.
    Wenn jemand also tiefer in diese komplexe Thematik eintauchen möchte und gerne Tatsachenberichte liest, liegt er mit dem Buch richtig. Im ersten Drittel ist allerdings doch manchmal ein langer Atem nötig.

    Naja, den Hund einfach in die Box zu sperren, finde ich persönlich nicht so toll. Schon allein deshalb, weil man sich, wenn man die Box als "Strafe" nutzt, diese als Ort für den Hund zum Runterkommen und Entspannen versaut.

    Ich denke, hilfreich wäre es schon, wenn der Hund regelmäßig Kontakt zu Artgenossen hätte - einerseits zu Gleichaltrigen, andererseits zu souveränen erwachsenen Hunden.

    Mit "Nein" und anderen Befehlen daherzukommen, bringt bei einem Welpen, der ein Kommando noch nicht wirklich zuverlässig beherrschen kann, eher wenig. Kann dann auch zu Überforderung seitens des Hundes führen.

    Nein, das ist aber auch wirklich nicht für alle oder einen Großteil der Kleinhunderassen typisch. Die Chinesen stellen da schon eine "Besonderheit" dar.

    Ich hab ja eine Hündin, die vergangenheitsbedingt womöglich nie ganz stubenrein wird. Mein Rüde hat aber noch nie, wenn ihr ein Missgeschick geschah, ebenfalls drinnen das Beinchen gehoben, dem ist das zum Glück völlig egal.