Beiträge von tinybutmighty

    Wie schon geschrieben, im Hund beim Hetzen werden Hormone ausgeschüttet, die süchtig nach mehr und mehr machen. Balljunkies würden dem Ball nachjagen bis zur totalen Erschöpfung.

    Anzeichen sind auch, wenn der Hund total fixiert auf das Objekt ist, auch wenn es nur irgendwo rumliegt, beim Spaziergang ständig nach dem Objekt bettelt (einige Hunde äußern dies zB durch aufforderndes Bellen), und Junkies blenden im "Rausch" auch ihre Umwelt komplett aus.

    Meiner Ansicht nach sind Hütehunde wie Border Collies, aber auch Jagdhunde wie Retriever besonders "gefährdet". Auch bei Terriern erlebt man das Junkietum öfters.

    Jeden Hund kann man nicht zum Balljunkie machen. Mein Chi zB spielt vllt 2-3 Minuten Ball, dann wird es ihm öde und er will was anderes machen. Zudem sieht er den Ball nichtmal als Belohnung und bringt ihn eher in Erwartung auf ein Leckerli. Die Veranlagung muss mMn gegeben sein.

    Hmm - zunächst mal ist dein Hund jetzt erwachsen geworden, also sowohl geistig als auch körperlich ausgereift. Im Erwachsenalter kommt es vor dass Hunde anfangen, auf Artgenossenkontakte gut verzichten zu können und in dem Alter entwickeln sich oft auch Unverträglichkeiten mit gleichgeschlechtlichen Hunden. Die Kastration könnte eine Artgenossenaggression übrigens sogar verstärkt haben, falls dein Hund aus Unsicherheit so nach vorne geht.


    Du schreibst, ihr wart mit ihm auf Hundewiesen. Wie verhielt er sich denn dort? Samelte er wirklich positive Erfahrungen? Auf Hundewiesen kommt es leider unter den Hunden ganz oft zu Mobbing und Konflikten. Das sehen viele Hundehalter aber gar nicht und glauben, dass die Hunde schön spielen. Es kann also sein, dass euer Hund durch die Hundewiesenbesuche darin bestätigt wurde, dass Artgenossen zum K... sind.

    Freilauf geht wahrscheinlich nicht mehr - aber falls ihr es mal probiert habt, habt ihr Unterschiede gemerkt in Freilauf versus an der Leine? Viele Hunde zeigen Agressionsverhalten vor allem an der Leine (nennt sich Leinenaggression).

    Empfehlen würde ich einen guten Trainer, der belohnungsorientiert arbeitet. Knuffen und andere "Strafen" sollten nicht angewendet werden. Der Hund weiß schließlich gar nicht, dass sein Verhalten unerwünscht ist. Ich würe hier auf Umorientierung setzen - der Hund lernt kleinschrittig, sich bei Hundebegegnungen an dich zu halten und wird dafür hochwertig bestätigt. Dies geht zuerst natürlich nur auf ganz große Distanz zum Artgenossen. Ein guter Trainer kann dir helfen an so einem Alternativverhalten zu arbeiten.

    Die Hundetasche nutze ich eigentlich vor allem für die öffentlichen Verkehrsmittel. Ansonsten müsste ich für einen der Hunde ein Extra-Ticket kaufen.

    Meine Hunde mögen die Tragetasche gern, vor allem der Chihuahua. Wenn ich sie zuhause rumstehen hab wird die auch mal als Chillarea genutzt, evenso in Restaurant bzw Cafê.

    Zu mehrstündigen Einkaufstouren oder so nehm ich die Hunde aber von Haus aus nicht mit, ist mir zu stressig und für die Hunde auch nicht so toll. Nur mal kurz für ein, zwei Erledigungen vielleicht, und da brauchts dann keine Tasche.

    Also bei den S50-Stationen Untertullnerbach, Tullnerb.-Pressbaum und Pressbaum kannst du vom Bahnhof aus direkt rein in den Wald und losmarschieren :smile: Sehr schöne und ruhige Strecken sind das, kann ich echt nur empfehlen.


    Zum Thema Betreuung bin ich ja wirklich der Meinung, dass das fast immer eine Gewöhnungssache ist. Meine Hündin ist auch sehr auf mich fixiert, und gerade deshalb ist es mir wichtig, dass sie auch mal mit anderen Leuten sein kann, ohne mich, weil so eine Abhängigkeit des Hundes von einer Person in meinen Augen nicht gesund ist. Aber wie gesagt, das ist allein deine Entscheidung am Ende. Da möchte ich dir nicht reinreden.


    Ich glaube, nach der Prüfungsphase wird es auch wieder etwas einfacher für dich und deine Hündin.

    In Neuwaldegg bin ich auch oft unterwegs. Stimmt, das ist grundsätzlich schon eine Gegend, wo man mit Begegnungen rechnen muss. Kann dir aber nur empfehlen, statt der normalen Schwarzenbergpark-Strecke auf der Manameierei-Seite zu bleiben, gerade bei nicht so tollem Wetter treffe ich dort regelmäßig 1-2 Stunden lang niemanden =)

    Der 23. ist leider nicht so meine Gegend - ich denke, je weiter raus (Kaltenleutgeben etc.), desto weniger Leute werdet ihr treffen. Da kann dir vllt @Tüdeldü helfen.

    Ich fahr gern mit den Öffis weiter raus, zB Untertullnerbach/Pressbaum-Gegend, weiß nicht ob das geht bei deiner Maus, weil dort kannst du stundenlang entspannt gehen, ohne eine einzige Begegnung.


    Zum Thema Fremdbetreuung würde mich auch interessieren, wie ihr das bis jetzt angegangen seid. Dass jemand meine Maus frühee von daheim abgeholt hätte, wäre unmöglich gewesen. Aber ich musste sie dann wegen ihrer Trennungsangst von heute auf Morgen betreuen lassen - und das klappte auch. Die Sitterin und ich trafen uns an einem vereinbarten Ort draußen, und ich gab ihr ohne viel Tamtam die Leine in die Hand und ging wieder. Mein Mäusle hat sich dann sehr schnell umgestellt und eine Beziehung zur Sitterin aufgebaut. Wenn es nicht anders geht, finde ich es durchaus legitim, da mal nicht mit Samthandschuhen vorzugehen, einige Hunde kommen damit sogar besser zurecht. Natûrloch kannst das letztlich nur du entscheiden - aber gerade wenn deine Elteen auf dem Land sie tagewise zur Entlasrung nehmen könnten, wäre das doch eine gute Option.

    Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass es wieder bergauf geht für euch. Ihr scheint ja insgesamt durchaus ein gutes Team zu sein.

    Hallo,

    Grüße von einer weiteren Wienerin :winken:

    Ich kann verstehen, dass du dich gerade teilweise so überfordert fühlst und traurig bist. Ich habe seit einem Jahr eine kleine Yorkiemixhündin aus dem Auslandstierschutz. Sie ist ein ganz lieber, niedlicher und netter Hund, aber anfänglich auch sehr ängstlich und schüchtern. Und am einschränkendsten ist auf jeden Fall ihre starke Trennungsangst. Da hab ich auch schon mal die Nerven weggeschmissen und mich gefragt, wie ich das alles eigentlich schaffen soll.

    Gerade wenn dann noch Prüfungsstress hinzukommt, ist man nervlich ja auch nicht so belastbar wie sonst. Wichtig ist, dass du selbst erkennst, dich deiner Hündin gegenüber gerade nicht fair zu verhalten...und das tust du ja immerhin. Das ist ein Ansatz, denn du merkst ja selbst, dass es SO nicht geht.

    Jetzt ist natürlich die Frage, wie weiter vorgehen. Vielleicht würde es dir helfen, mal mit jemandem zu reden? Es gibt in Städten wie Wien ja Beratungsstellen, an die kan sich in schwierigen Situationen wenden kann, um einfach nur mit jemandem sprechen zu können. Nimmt oft schon etwas Druck weg und kann sehr gut tun!

    Vielleicht würde es dir auch helfen, deine Hündin, sofern möglich, ab und zu "auszuquartieren", damit du dich mal ganz auf dich und das Lernen konzentrieren kannst? Ich weiß ja nicht, mit welcher Trainerin du arbeitest, aber vielleicht hat sie hundeerfahrene Sitter-Kontakte? Du kannst auch mir gern eine PN schreiben, eventuell kann ich auch helfen, wenn du denkst, Emma käme damit zurecht. Manchmal hilft etwas Abstand ja schon...


    Zu deinem Fremdhunde-Problem: Wo geht ihr denn so spazieren normalerweise? Könnte dir auch ein paar Empfehlungen geben bez. wenig frequentierter Strecken bei Interesse. Ich bin gerade seit der Hündin recht rigoros, wobei sie nur richtig Schiss hat, wenn ein Großhund auf uns zugeschossen kommt. Solche Kamdidaten blocke ich körpersprachlich und verbal bzw scheuche sie weg. Hab aber auch schon in deren Geschirr gegriffen und festgehalten, bis der Besitzer da war. Ich glaube, da brauchst du echt ein wenig mehr die "Mir egal was andere sagen"-Haltung. Ich hatte kaum je solche Diskussionen, wie du sie beschreibst, weil ich wohl schon ausstrahle, dass ich darauf keinen Bock habe. Klar gibt es ab und zu Besserwisser und Idioten, je nachdem pampe ich zurück oder denke mir einfach nur meinen Teil...Am besten gar nicht irgendwie rechtfertigen/erklären, das ist vergeudete Lebenszeit, nix weiter.