Hallo,
Grüße von einer weiteren Wienerin 
Ich kann verstehen, dass du dich gerade teilweise so überfordert fühlst und traurig bist. Ich habe seit einem Jahr eine kleine Yorkiemixhündin aus dem Auslandstierschutz. Sie ist ein ganz lieber, niedlicher und netter Hund, aber anfänglich auch sehr ängstlich und schüchtern. Und am einschränkendsten ist auf jeden Fall ihre starke Trennungsangst. Da hab ich auch schon mal die Nerven weggeschmissen und mich gefragt, wie ich das alles eigentlich schaffen soll.
Gerade wenn dann noch Prüfungsstress hinzukommt, ist man nervlich ja auch nicht so belastbar wie sonst. Wichtig ist, dass du selbst erkennst, dich deiner Hündin gegenüber gerade nicht fair zu verhalten...und das tust du ja immerhin. Das ist ein Ansatz, denn du merkst ja selbst, dass es SO nicht geht.
Jetzt ist natürlich die Frage, wie weiter vorgehen. Vielleicht würde es dir helfen, mal mit jemandem zu reden? Es gibt in Städten wie Wien ja Beratungsstellen, an die kan sich in schwierigen Situationen wenden kann, um einfach nur mit jemandem sprechen zu können. Nimmt oft schon etwas Druck weg und kann sehr gut tun!
Vielleicht würde es dir auch helfen, deine Hündin, sofern möglich, ab und zu "auszuquartieren", damit du dich mal ganz auf dich und das Lernen konzentrieren kannst? Ich weiß ja nicht, mit welcher Trainerin du arbeitest, aber vielleicht hat sie hundeerfahrene Sitter-Kontakte? Du kannst auch mir gern eine PN schreiben, eventuell kann ich auch helfen, wenn du denkst, Emma käme damit zurecht. Manchmal hilft etwas Abstand ja schon...
Zu deinem Fremdhunde-Problem: Wo geht ihr denn so spazieren normalerweise? Könnte dir auch ein paar Empfehlungen geben bez. wenig frequentierter Strecken bei Interesse. Ich bin gerade seit der Hündin recht rigoros, wobei sie nur richtig Schiss hat, wenn ein Großhund auf uns zugeschossen kommt. Solche Kamdidaten blocke ich körpersprachlich und verbal bzw scheuche sie weg. Hab aber auch schon in deren Geschirr gegriffen und festgehalten, bis der Besitzer da war. Ich glaube, da brauchst du echt ein wenig mehr die "Mir egal was andere sagen"-Haltung. Ich hatte kaum je solche Diskussionen, wie du sie beschreibst, weil ich wohl schon ausstrahle, dass ich darauf keinen Bock habe. Klar gibt es ab und zu Besserwisser und Idioten, je nachdem pampe ich zurück oder denke mir einfach nur meinen Teil...Am besten gar nicht irgendwie rechtfertigen/erklären, das ist vergeudete Lebenszeit, nix weiter.