Ich lese gerade "Jakob, der Lügner" von Jurek Becker. Eigentlich hab ich es meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt, aber die war so begeistert, dass sie mich bat, es unbedingt auch gleich zu lesen.
Den Film habe ich schon vor Jahren gesehen und vieles vergessen, weiß aber noch, dass er mich berührte.
Auch das Buch empfinde ich bislang als berührend ohne kitschig zu werden, ein sehr intelligenter und erschreckend realer Roman.
Kurzfassung: In einem namenlosen Ghetto im Zweiten Weltkrieg behauptet Jakob Heym, ein Bekannter des Ich-Erzählers, ein Radio zu besitzen. Der Besitz eines solchen Geräts ist im Ghetto streng verboten, doch Jakob erfindet diese Notlüge kurzerhamd, um einen Freund vor einer Dummheit zu bewahren. Doch von da an wird Jakob zum Hoffnungsträger des Ghettos, alle erwarten von ihm Nachrichten, Informationen, Lichtblicke - und so kommt es, dass der zunächst zögerliche und gereizte Jakob,der ebens wenig von der Außenwelt weiß wie die Mitgefangenen, zum "Lügner" wird, der den Menschen Neuigkeiten berichtet, um in einer ausweglos scheinenden Situation dich noch so etwas wie Hoffnung zu spenden.