Beiträge von tinybutmighty

    Ich würde das Thema gern mal ein wenig weg vom Schwerpunkt "Ohne jegliche Rücklagen/Unterstützung sollte man sich keinen Hund nehmen" bringen und hin zu "Was, wenn man im Laufe der Hundehaltung mal in eine Notsituation gerät und nicht genügend Geld zur Verfügung hat?"

    Das würde mich wirklich interessieren, denn heutzutage ist ja Jobsicherheit längst nicht mehr so hoch wie früher und ein Vorausplanen um mehrere Jahre oft schwierig.

    Welche Erfahrungen/Lösungen/Vorschläge habt ihr da so?

    Mir fallen da eben ein:

    - Vorsichtsmaßnahme Versicherung

    - Geld leihen von Familie/Freunden

    - Kredit aufnehmen

    - Ratenzahlung

    - Crowfunding/Spendenaufruf

    Ich habe bis jetzt keine OP- oder Krankenversicherung für die Hunde. Allerdings habe ich auch Ersparnisse für Notfälle und solange die da sind (im oberen 4-stelligen Bereich) werde ich auf den Abschluss einer Versicherung wohl auch verzichten. Könnte mir aber vorstellen, vorsichrshalber eine Versichrung für den nächsten Hund in vielen Jahren mal abszuschließen... Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich diesen Haustierversicherungen auch nicht wirklich traue und mich wohler damit fühle, zB das 13. und 14. Gehalt zur Seite zu legen als in eine Versicherung einzubezahlen.


    Abschluss einer Hunde-Haftpflicht ist hier in Österreich ja ohnehin verpflichtend. Das finde ich aber auch sinnvoll.

    Ich habe viele der Folgen auf YouTube gesehen und finde Stilwell insgesamt ganz in Ordnung. Wahrscheinlich eine der nettesten und fairsten TV-Trainerinnen.

    Klar, einiges von dem was sie macht wirkt eher oberflächlich und ist eher Symptombehandlung. Aber von einigen der Haltern, mit denen sie arbeitet, kann man halt auch echt nicht erwarten, dass die ihre Art der Hundehaltung komplett ändern. Von daher denke ich schon dass Stilwells Vorschläge und Ansätze in vielen Fällen für die Hunde eine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten.

    Allerdings finde ich auch nicht alles was sie so macht an Training gut.

    Ich denke auch, dass es Menschen in Bealstungssituationen nochmal schwerer fällt, dieses Thema anzusprechen. Vor allem wenn das geliebte Tier vielleicht gerade akut leidet...

    Ich habe ja eine Stamm-Tierarztpraxis, beide Ärztinnen sind sehr lieb und verständnisvoll. Ich denke, sollte ich je in die Lage kommen, eine Rechnung nicht sofort begleichen zu können, würde man mir da entgegenkommen. Allerdings verstehe ich auch, dass TÄ so eine Lösung nicht jedem anbieten können, da es ja leider wirklich Leute gibt, die den offenen Betrag dann nie begleichen...

    Woher kommst du denn? Vielleicht hat ja jemand einen Trainer-Tipp für dich - ich vermute mal, du kannst einen kompetentenTrainer gut brauchen :nicken:

    Grad zwar schwierig wegen Corona, aber auch das ist ja mal vorbei und übers Telefon lässt sich ja auch manches klären :smile:

    Sie ist aus Wien und bei Bedarf können ich und andere User natürlich gern Hundeschulen empfehlen :)

    Wenn du mit dem Hund reisen willst, wäre es hilfreich, dazu noch mehr Infos zu bekommen. Willst du zB fliegen, kommt ja eiggentlich nur ein recht kleiner Hund in Frage, damit der im Passagierraum mitfliegen kann. Auch eo du unterkommen und wie du deine Tage verbringen wirst spielt eine Rolle. Nicht überall sind Hunde willkommen.

    Einen Welpen/Junghund auf Reisen mitzunehmen fände ich persönlich schwierig.

    Es wäre sicher einen Versuch wert, mal im Tierheim nachzufragen, um dort einen bereits gefestigten erwachsenen Hund zu finden. Ich habe zwei Kleinhunde aus dem Tierschutz; mein Ersthund war für mich als Anfängerib zB optimal.


    Zum Thema "nichthaarender Hund": Da würde ich dann vor allem Richtung Bichon-Rassen gucken (Havaneser, Malteser, Bolonka Zwetna), auch einen Yorkshire Terrier könnte ich mir da gut vorstellen.

    Bitte rede mit deinem Mann. Den Hund nie Gassi zu führen ist schädlich für seine Entwicklung und in meinen Augen einfach gemein, denn so lernt der doch nix von der Umwelt kennen.

    Denkst du, Welpenbesitzer gehen alle nicht mit ihrem Welpen raus, bis er perfekt leinenführig ist? Wie sollten Menschen ohne Garten das überhaupt machen?

    Ich würde da wirklich mal das Gespräch suchen, denn ansonsten wäre es für sen Hund wirklich fairer, ihn abzugeben. Einen jungen, lebhaften Hund nur in den Garten zu lassen, ist einfach unfair.

    Den Mist mit der Rangordnung vergiss mal ganz schnell, das ist so ein sich hartnäckig haltendes Ammenmärchen. Es gibt keine Rangordnung zwischen Hund und Mensch. Natürlich sollte der Zweibeiner dem Hund eine souveräne Leitperson sein - das schafft man aber nicht indem man nie auf Signale des Hundes eingeht (wie zb Suche nach Nähe etc), sondern vor allem, indem man dem Hund Schutz, Sicherheit und Struktur bietet und natürlich gemeinsam Schönes erlebt.


    Es liest sich so als hätte der Hund beim Züchter nur wenig kennengelernt. Da würde ich den Schwerpunkt jetzt erstmal darauf setzen, den Hund langsam und behutsam an Umweltreize zu gewöhnen und das Kommandotraining hintanstellen.

    Außerdem finde ich ruhige Aufenthalte im Freien ganz, ganz wichtig. Einfach zB zu einer großen einsamen Wiese fahren, den Hund an der langen Leine schnüffeln und erkunden lassen.

    Hmm, einerseits wird in anderen Threads seitenweise darüber geschrieben, was gerade in der modernen Showzucht falsch läuft, weil da viel zu sehr aufs Aussehen gesetzt wird und zu wenig auf Wesen und Gesundheit und andererseits sucht man sich am besten einen Rassehund aus, um Geld sparen zu können?

    Und nö, damit will nicht sagen, dass Vermehrerhunde, Ups-Hunde, Tierschutzhunde gesünder sind als Rassehunde, aber kränker sind gerade letztere halt auch nicht :ka: Und ich finde es schade und traurig, dass das teils so dargestellt wird. Hier im Forum gibt es doch auch etliche nicht gesunde Rassehunde.


    Edit: Und nö, natürlich sollte man sich keinen Hund vom Vermehrer holen oder aus anderen dubiosen Quellen. Aber gegen einen TS-Hund spricht nichts.

    Absolute Leseempfehlung meinerseits für "Underground Railroad" von Colson Whitehead.

    Der Roman erzählt die Geschichte der jungen, schwarzen Sklavin Cora, die auf einer Baumwollplantage im Süden der USA der Brutalität ihres "Herrn" schutzlos ausgeliefert ist. Das Leben auf der Plantage ist geprägt von Gewalt, harter Arbeit und Hoffnungslosigkeit - doch Cora wagt die Flucht.

    Colson Whitehead schildert auf zutiefst berührende Weise das Leben der Negersklaven, die allein aufgrund ihrer Hautfarbe zu einer menschenunwürdigen Existenz verurteilt waren. Er tut dies auf eindrucksvolle, kompromisslose Weise - ohne zu beschönigen schildert er die Gleichgültigkeit und Grausamkeit der Sklavenhalter. Da werden Kinder ihren Müttern entrissen und weiterverkauft, Sklaven ausgepeitscht und die offenen Wunden mit Pfeffer eingerieben, und für die misslungene Flucht eines Sklaven wird dieser lebendig verbrannt, während die Weißen im Garten wenige Meter von ihm entfernt eine ausgiebige Mahlzeit genießen.

    Anhand von Coras Flucht mittels der titelgebenden "Untergrundbahn" schildert Whitehead den unterschiedlichen Umgang der einzelnen Staaten mit den Schwarzen. Geprägt ist dieser jedoch immer von Rassismus und einem Überlegenheitsgefühl der Weißen. So wird Cora unter anderem mit der Zwangssterilisation von schwarzen Frauen, getarnt als Fürsorge, sowie mit an Schwarzen durchgeführten Untersuchungen - ohne deren Wissen und Einverständnis - konfrontiert. Zugleich muss Cora selbst um ihr nacktes Überleben kämpfen, da der Sklavenjäger Ridgeway hinter ihr her ist, um sie auf das Gefängnis der Baumwollplantage zurückzubringen.

    Das Buch erzählt eine fiktive Geschichte - und könnte wahrer dennoch nicht sein, denn was Whitehead beschreibt, war bittere Realität. Schonungslos wird der Leser mit diesem dunklen Teil der Vergangenheit konfrontiert. Doch meiner Ansicht nach braucht es - vor allem in Amerika, wo Rassismus leider immer noch ein riesiges Problem darstellt und die Aufarbeitung noch lange nicht abgeschlossen ist - gerade solch ein Buch, um aufzuzeigen, Verständnis zu schaffen und nachhaltig Veränderung zu ermöglichen.