Beiträge von tinybutmighty

    Ich muss hier gerade meine Begeisterung für "A Little Life" teilen, auch wenn ich erst auf Seite 337 von ~700 bin.

    Das Buch besticht vor allem durch wirklich kluge, scharfsinnige und komplexe Charakterentwicklung. Insbesondere der eigentliche Protagonist, Jude St. Francis, wird mit unglaublich viel Feingefühl und Tiefe beschrieben.

    Mir als großer Fan von AutorInnen wie z.B. Donna Tartt und Ann-Marie MacDonald gefällt der detailreiche Schreibstil Yanagiharas sehr; der Roman lebt bisher weniger von der Handlung (obwohl auch diese nicht zu vernachlässigen ist), sondern eben durch diese Genauigkeit der Schilderungen, insbesondere, was die zwischenmenschlichen Dynamiken angeht, aber auch die Überlegungen der Protagonisten, ihr Denken und Fühlen.

    Zudem ist das Buch schlicht und ergreifend herzzereißend traurig, ohne (bis jetzt) im Mindesten kitschig oder aufgesetzt zu wirken. Die seelischen Qualen des Hauptchatakters brennen sich mir in die Seele, man will schreien ob der Grausamkeiten, die ihm angetan werden, auch hier trifft Yanagihara voll ins Schwarze, erzählt psychologisch dicht und absolut berührend von den tiefen Enttäuschungen, den zerstörten Hoffnungen, den grausamen Akten anderer dem Hauptcharakter gegenüber.

    Bis jetzt wirklich außergewöhnlich.

    Was könnte ich da machen?

    Abbrechen, auf seinen Platz schicken.

    Alternative anbieten.


    Ich mach da ersters |)

    Ich tendiere auch zu Ersterem. Er interessiert sich ja nur für Fressen, und wenn er im Büro dann mit Snacks rechnet, wäre er vermutlich bald noch lästiger^^ Und Knabberzeugs mitnehmen (zwecks Beschäftigung) finde ich zu aufwändig.

    Dann werde ich ihn weiterhin konsequent auf seinen Platz beordern, sodass er checkt, dass es nix für ihn gibt.

    Meine Hunde sind im.Büro eigentlich echt brav, leider können sich halt nicht alle Kollegen komplett dran halten, Jasmin in Ruhe zu lassen und dann bellt sie auch mal. Da ich ihnen da aber schlecht was vorschreiben kann (dazu bin ich nicht in der Position), akzeptiere ich es halt, ändern kann ich es eh nicht.

    Was mich aber nervt ist dass vor allem Rex unruhig wird wenn sich Kollegen zB Pizza bestellen und im kleinen Konfiraum verzehren. Da jammert und fiept er und zieht auch hin (er ist meist an Leine festgebunden bzw liegt auf ner Decke). Was könnte ich da machen? Bin da etwas ratlos, ich esse vegetarisch und mein Essen ist für die Hunde seltenst interesssant.

    Bei meiner Mum betteln sie aber zB erfolgreich um Kartoffeln.

    tinybutmighty

    konntest du in der Phase generell nicht lesen oder war das Buch zusätzlich noch drückend auf das Gemüt?

    Ich glaube, mir fehlte es einfach an Komzentration und "Commitment". Und dass ich damals allgemein weniger gelesen habe, schätze ich schon. Ich erinnere mich da hinterher nicht mehr so gut an die Phasen.

    Drückend aufs Gemüt ist es eigentlich nicht, halt eine historische Familiensaga

    Aber viele Namen, viele Charaktere.

    Bei "Das achte Leben" hsb ich jetzt etwa 550 von 1300 Seitem geschafft. Nach wie vor eine spannende Lektüre, allerdings mit gelegentlichen Längen. Und es ist schwer, sich in alle Protagonisten hineinfühlen zu können, was bei so einer Jahrhundertsaga ja ein häufiges Problem ist.

    Hast du das Buch zu Ende gelesen? Ich stolpere gerade echt oft über das Buch und überlege, es auf meine Leseliste zu setzen.

    Eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe. Muss aber dazu sagen, mir ging es damals psychisch gar nicht gut. Werde dem Buch daher noch eine Chance geben.

    Gibt es eigentlich außer mir noch jemanden, der nicht im HO ist? Ich hab so das Gefühl, daß das überall möglich ist, nur bei uns (will man) nicht.

    Meine Mutter und ich arbeiten beide Teilzeit (ich 30 Stunden, sie 32) und in beiden Firmen ist Home Office nicht mehr erwünscht, seit Corona quasi "normal" geworden ist.

    Ich habe aber 2 Home-Office-Tage für mich durchgesetzt. Bin aber die Einzige in der Firma, die darauf bestanden hat :pfeif: