Beiträge von tinybutmighty

    tinybutmighty

    Danke für deine Rezension.

    Erinnert mich sofort an „Dunkelgrün fast schwarz“, das ich aber auf jeden Fall empfehlen würde. Fand es wirklich gut. Da die Thematik ganz ähnlich ist, würde mich jetzt interessieren, wie du das findest. :D

    Schön, dass du dich durch den Textschwall gekämpft hast :respekt:

    Hmm, ich denke, früher oder später werde ich "Dunkelgrün fast schwarz" mit Sicherheit lesen! Dann berichte ich gern von meinen Eindrücken :)

    So, ich bin gerade fertig mit "Die Gierigen" von Karine Tuil.

    In dem fast 500 Seiten langen Roman geht es um die Jugendfreunde Samir und Samuel, die sehr tragisch in die Brüche geht, als Samuels schöne Freundin Nina ihn mit dem gemeinsamen Freund Samir betrügt. Sie bleibt nur bei Samuel, weil dieser einen ziemlich verzweifelten Su*z*dversuch unternimmt, um die von ihm so geliebte Nina zu halten.

    Zwanzig Jahre später treffen sich die drei Freunde in Paris wieder: Samir ist mittlerweile ein äußerst anerkannter, erfolgreicher Anwalt, welcher in den Staaten lebt und praktiziert, während Samuel als Sozialarbeiter tätig und gescheiterter Romanschriftsteller ohne jegliche Veröffentlichungen ist und seine Lebensgefährtin Nina unter anderem für Hausfrauenkataloge modelt.

    Doch durch das Wiedersehen der Freunde werden große Ereignisse ins Rollen gebracht, nicht zuletzt da Nina und Samuel herausgefunden haben, dass Samir sich nun tatsächlich "Samuel" nennt und sich als Jude ausgibt, sogar die Tochter eines einflussreichen jüdischen Unternehmers geheiratet hat - dabei ist Samir eigentlich Muslim, fürchtete jedoch zu Beginn seiner Karriere religiöse Diskriminierung und erfand deshalb seine Lebensgeschichte neu.

    Die Protagonisten sind alle drei teilweise ziemlich kaputt, ziemlich narzisstisch, selbstbezogen und eben keine klassischen Romanhelden. Leider gelang es mir bis zuletzt nicht, mich in sie hineinzuversetzen und echtes Interesse an ihren Geschichten zu empfinden. Es muss für mich nun mitnichten immer ein sympathischer Protagonist sein - aber zumindest möchte ich die Beweggründe der Personen, ihr Handeln, ihr Denken nachvollziehen können, und da hat Tuil mich nicht ganz überzeugt, weil mir manches an der Entwicklung der Figuren einfach nicht schlüssig erschien.

    Zudem fand ich manchmal, dass größere Ereignisse im Buch - zum Beispiel das Wiedersehen nach zwanzig Jahren oder Ninas folgenschwere Entscheidung, als sie sich erneut zwischen beiden Männern hin- und hergerissen fühlt - ziemlich knapp und antiklimaktisch abgehandelt werden, Nebenschauplätze und Beschreibungen bezüglich Ruhm, Macht und Prestige und dergleichen stattdessen einfach zu viel Raum einnehmen.

    Das große Liebesdrama war mir ehrlich gesagt ziemlich schnurz, da ich mich davon nicht "abgeholt" fühlte - da war einfach kein Mitfühlen mit den Protagonisten, und für mich fehlte in dieser ganzen Beziehungsgeschichte mehrmals der rote Faden, das Verständnis, was auch immer.

    Nichtsdestotrotz liest sich der Roman flüssig und unterhaltsam, auch wenn die Autorin manchmal etwas zur Übertreibung neigt und ich ein paar der schriftstellerischen Eigenheiten im Buch als recht aufgesetzt-gekünstelt empfand. Aber da es sich doch um recht solide, nicht ganz anspruchslose zeitgenössische Literatur handelt, wird man als Leser dann auch mit einer überraschenden, ja recht schockierenden Wendung konfrontiert - und ab da nahm der Roman für mich wirklich an Fahrt auf und ich wollte zum ersten Mal unbedingt wissen, wie es weitergeht.

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    Samirs deutlich jüngerer Halbbruder Francois, der in Frankreich bei der gemeinsamen Mutter lebt, ist ein ziemlicher Loser ,der den ganzen Tag nur rumhängt, sexistische Musik hört und auf der faulen Haut liegt. Als er plötzlich in Samirs neuer Heimat New York auftaucht, ist dieser natürlich schockiert, weiß doch niemand von der Existenz des peinlichen Halbbruders. Um Francois rasch wieder loszuwerden, bietet Samir ihm Geld an und überweist von da an einen monatlichen Geldbetrag an den kleinen Bruder. Was ihm zum Verhängnis werden soll, als Francois sich islamistisch radikalisiert...

    Leider konnte der Spannungsbogen, der sich durch diesen neuen Strang auftat, von der Autorin nicht durchgehend bis zum Romanende aufrechterhalten werden. Was mir besonders fehlte, war die Tiefe der Personen in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen - was Nina für beide Männer, vor allem Samir, empfindet, erscheint so hölzern und seelenlos, ebenso aber Samirs "Liebe" zu Nina, und eine Enttäuschung waren für mich auch die Begegnungen und Dialoge zwischen Samir und Samuel, die blieben einfach für meinen Geschmack zu nichtssagend-seicht.


    Fazit: Ein interessanter Roman mit viel Potential, das von der Autorin allerdings nicht voll ausgeschöpft wurde. Eine originelle Idee und ein spannender Plot-Twist, leider fehlt die durchgängige Spannung.

    Ja zum Papillon kann ich wohl was beitragen. Der Papillon ist die kleinste Spanielrasse, der Zwergspaniel. Und was ist der Spaniel? Ein Stöberhund und damit zu den Jagdhunden gehörig.

    Ich habe Erfahrungen mit 3 Papillons und alle drei hatten Jagdtrieb. Einer hat Mäuse und Katzen gejagt, die beiden Anderen nur Katzen. Aber mit guter und konsequenter Erziehung waren zwei ableinbar, der noch hier lebende Dritte ist es nicht. Reitbegleithund? Schwierig... Sie sind seeehr selbständig.

    Papillons und selbstständig? Empfinde ich als sehr untypisch, Papillons sind an und für sich sehr kooperativ, möchten ihrer Bezugsperson gefallen und neigen nun wirklich nicht dazu, abzuhauen und auf Solo-Jagdausflüge zu gehen.

    Ableinbarkeit ist bei Grunderziehung bei der Rasse wirklich die Regel, nicht die Ausnahme!

    Und Papillons gehören nicht zu den Spaniels, sondern zu den Kontinentalen Zwergspaniels und die zählen zu den Begleit- und Gesellschaftshunden.

    Tatsächlich sind Papillons eher weiche und sensible Hunde, vergleichbar mit Shelties und mit Pudels eher als mit den typischen Spanielrassen.

    Ich möchte nicht abstreiten, dass du da ein paar "Ausreißer" erwischt hast, aber papillontypisch sind deine Schilderungen der Rasse halt nicht.


    Gangpferd und Hund Im "Erfahrungen mit Chihuahuas und anderen Kleinhunden"-Thread sind mehrere Papillonhalter, da kannst du dir ein umfassenderes Bild der Rasse machen, wenn du möchtest.

    Danke, ihr bestätigt eigentlich meine Gedanken dazu und das Unwohlsein, das ich empfand, als ich auf immer mehr Accounts anfing, von diesen "Barn Hunts" zu lesen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum diese Sportart in den Staaten scheinbar gerade so beliebt wird und immer stärker boomt. Es gibt ja genug andere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Hunde. Da muss man ja nun wirklich nicht spaßhalber eine andere Spezies mit reinziehen.

    Warum macht man das mit lebenden Tieren und nicht nur mit dem Geruch? Sollte doch eigentlich auch reichen :ka: wenn der Hund ohnehin nicht ans Tier darf.

    Ich denke es ist schon etwas Anderes. Alleine weil die Hunde sicher die "Nagst" das "Adrenalin" usw riechen. Oder gibt es das auch als Geruch?

    Was dann natürlich gegen die Behauptung des Verbandes spräche, dass die Ratten das total gelassen sehen und sogar Freude an der Interaktion mit den Hunden haben.

    Ich hätte eher Sorgen aufgrund gesundheitlicher Probleme, da die Cavalier King Charles Spaniel leider eine wirklich kranke Rasse sind - auch vom seriösen Züchter übrigens.

    Was das Verhalten der Welpen betrifft, das kann man so mMn gar nicht sagen. Ich kenne auch Hunde, die im Erwachsenenalter erst aus Vermehrerzuständen rausgeholt wurden und dann dennoch ein normales, erfülltes Hundeleben führen.

    Ich würde dem Welpen viel Ruhe in der Eingewöhnungsphase gewähren und ihn behutsam und doch souverän an die Umwelt ranführen.

    Als Sport Tiere töten geht für mich gar nicht.

    Der Einsatz zum Ratting, also zur gezielten Schädlingsbekämpfung ist eine andere Sache, da wird nicht zum Spaß getötet und ich empfinde diese Variante als stressfreier als den Tod durch Gift.

    Getötet werden die Ratten nicht, sondern aufgestöbert und angezeigt.

    Das ist dann so ähnlich wie ne Schliefanlage. Da kommen die Hunde auch nicht an die Füchse ran.

    Das ist aus dem jagdlichen Bereich?

    Warum macht man das mit lebenden Tieren und nicht nur mit dem Geruch? Sollte doch eigentlich auch reichen :ka: wenn der Hund ohnehin nicht ans Tier darf.

    Ja, das hab ich mich auch gefragt.

    Irgendwie traurig, dass es keine empfehlenswerten VDH Zuchten gibt für Chihuahuas und man den gemäßigteren Typ nur im TS, und damit wohl ursprünglich vom Vermehrer, findet.

    Wie es im VDH ist, weiß ich nicht. Im ÖKV empfinde ich den Großteil der Zuchten auch als sehr stark zur Übertypisierung neigend. Vereinzelt gibt es dann Zuchten, die positiv hervorstechen, da sie sich um einen moderateren, langbeinigeren Typ bemühen.

    Aber ja, es ist schon arg, dass etliche Vermehrer es da besser hinbekommen, moderate Hunde zu züchten, als viele anerkannte Züchter.

    Eine Freundin von mir, die Tierärztin ist, hat sich ihre Chi-Hündin bei einer Frau, die nicht im ÖKV züchtet (ob sie sonstwo eingetragen ist, weiß ich leider gerade nicht - ich glaube aber eher nicht und dass ihre Hündin keine Papiere hat) geholt, weil sie meinte, im ÖKV finde man kaum noch moderate Chis....

    Hi,

    ich wollte mal nachfragen, ob jemandem hier die Hundesportart "Barn Hunt" was sagt? Da ich viel auf Insta unterwegs bin und etlichen amerikanischen Accounts folge, stoße ich auf immer mehr Hundehalter in den Staaten, die diese Hundesportart - teils auch auf Wettbewerbsniveau - betreiben.

    Soweit ich das verstehe, gilt es als rassetypische Auslastung für etliche Hunde, deren Aufgaben früher mal auch das Fernhalten/Vernichten von Schädlingen beinhaltete. Scheinbar wird dort in einem abgegrenzten Bereich (oft wohl was Hofartiges) der Hund zum Suchen nach den Ratten losgeschickt, die sich in irgendwelchen tunnelartigen Behältern mit Luftlöchern oder Ähnlichem befinden und vom Hund lokalisiert und angezeigt werden sollen.

    Ich war auch auf der offiziellen Homepage - barnhunt.com - um rauszufinden, wie genau das abläuft und was es für die Ratten - bei denen es sich wohl um Haustiere handelt - bedeutet. Dazu steht dort:

    "Barn Hunt is committed to creating a safe and fun sport for dogs, that also holds rat care at the highest level of consideration. The rats used in Barn Hunt are beloved family pets. They jump eagerly into their safe, comfortable aerated tubes and truly enjoy interacting with the dogs."

    Und dann heißt es noch:

    " Though the event is called Barn Hunt, we are not hunting rats to kill them. Instead, dogs locate rats who are safely enclosed in aerated tubes that are built to be tough enough for dogs to be unable to crush or even get a tooth into. The tubes are large enough for rats to be able to turn around, and they are kept on bedding so they are comfortable. They often spend their time grooming or even sleeping in the tubes. Many enjoy the sport and interacting with the dogs. As a species, rats like small, dark places; they feel very safe in the tubes."


    Mich würde einfach mal interessieren, ob jemand Erfahrungen mit dem Sport hat oder jemanden kennt, der ihn betreibt?

    Und wie ihr das aus Tierschutzperspektive findet - ich persönlich würde niemals Kleintiere von mir (habe einen Teddyhamster) für solche Zwecke zur Verfügung stellen, um ehrlich zu sein. Ich denke mir, allein die Anfahrt wird doch für die Tiere Stress sein und dann die Wettbewerbs/Trainingsatmosphäre, oder etwa nicht?