Beiträge von tinybutmighty

    Gesten waren wir nur bei uns im Wald und in den Weinbergen unterwegs mit allen 4 Hunden. Gesehen haben wir:

    - 1 mittelgroßen schwarzen Mix, der wohl alleine spazieren ging

    - 1 sehr schicke schwarze Labradorhündin

    - 1 semmelfarbenen Labradorrüden

    - 1 Kurzhaar-Chihuahua

    - 3 Zwergschnauzer

    - die stets hinterm Zaun bellende Nachbarshündin (Mix)

    - 1 Cavalier King Charles Spaniel

    Zuletzt gelesen: "Agaat. Die Kinderfrau" von Marlene van Niekerk

    Dieser 2004 erstmals erschienene Roman hat trotz der fast 20 Jahre seit seiner Erscheinung nichts von seiner Aktualität eingebüßt, was aber auch daran liegt, dass es sich um ein sehr vielschichtiges und nuanciertes Werk handelt. Es wird in vier unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt und rekonstruiert somit auf nicht lineare Weise die komplizierte Beziehungsdynamiken zweier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und durch die gemeinsame Geschichte dennoch eng miteinander verbunden sind.

    Erzählt wird das Buch bis auf Prolog und Epilog aus Sicht der weißen Südafrikanerin Milla, Gutsherrin und Erbin der Farm Grootmoedersdrift, welche sie mit Leib und Seele bewirtschaftet. Doch die Autorin setzt eigentlich an einer anderen Stelle an: im Südafrika der 1990er-Jahre, als Milla, an einem schweren Nervenleiden erkrankt, im Sterben liegt und von jener Frau, die seit gut 40 Jahren ebenfalls auf Grootmoedersdrift lebt, gepflegt wird.

    Bei dieser Frau handelt es sich um die Schwarze Agaat, die seit vielen Jahren auf der Farm den Haushalt führt. Aus Millas Perspektive wird die gemeinsame Geschichte rekonstruiert, analysiert, man spürt Schmerz, Ohnmacht, Wut, Trauer, Zärtlichkeit, Verbundenheit, Ambivalenz. Nicht immer fällt es als Leser leicht, Millas Gefühle und Gedanken nachzuvollziehen, und noch schwieriger wird es, den Menschen Agaat zu verstehen, erfahren wir von ihr doch nur aus Millas Blickwinkel. Es wird angedeutet, dass Agaat das nun auf den Kopf gestellte Machtverhältnis auskostet, dass sie Milla deren Schuld und Fehler vor Augen führt, doch gleichzeitig scheut Agaat fast keine Mühen, Milla den Prozess des langsamen, quälenden Sterbens zu erleichtern, indem sie sogar eine Möglichkeit findet, mit der stummen ans Bett gefesselten Frau zu kommunizieren.

    Milla, nach außen hin fast nur noch eine Hülle, lässt ihr Leben Revue passieren, und Agaat ist ein immens großer Teil dieser Existenz. Von sehr viel Bedeutung sind die Tagebucheinträge, die Milla jahrzehntelang auf ihrem Gut führte - in den Büchlein berichtet sie von ihrer lieblosen, so lange kinderlosen Ehe mit dem gewalttätigen, eingebildeten, manchmal fast wahnhaft wirkenden Jak de Wet, von der schwierigen Beziehung zu ihrer Muttern, dem harten bäuerlichen Alltag , doch eigentlich im Mittelpunkt ihrer Erzählungen steht Agaat. Agaat, die in den 50er-Jahren von der damals noch kinderlosen Milla aufgenommen wurde, als verstörtes kleines Mädchen, dem auf der Farm von Millas Mutter von ihrer biologischen Familie - Arbeitern von Millas Mutter - die ersten Lebensjahre nur Gewalt angetan wurde.

    Es ist vor allem dieses letzte Drittel des Buches, das mir unglaublich zu Herzen ging, und das ganz ohne Kitsch und Pathos: Wie Agaat von ihrem grauenhaften biologischen Zuhause von Milla aufgenommen wurde, was von dieser damals als reiner Akt christlicher Nächstenliebe betrachtet und dargestellt wurde - aber so viel komplizierter, schwieriger, destruktiver war als das. So spürt man als Leser zwar Millas Zuneigung zu dem Mädchen, ihre Entschlossenheit, diesen unkonventionellen Weg in einer Gesellschaft zu gehen, die so stark in Schwarz-Weiß unterteilt ist, doch Millas Tagebucheinträge sprechen auch von Gewalt an dem Mädchen, von emotionalem Missbrauch, von ihren Zweifeln an Agaats Menschlichkeit und ihrem Gutsein, von dem beschränkten Verständnis für dieses Kind anderer Hautfarbe, eines anderen ethnischen Hintergrunds.

    Schon stilistisch ist dieser Roman keine lässige Strandlektüre, denn die Tagebucheintragungen mit all den Abkürzungen sowie die Gedankenfetzen der schwerkranken Milla, sind eher anspruchsvoll und erfordern die Konzentration des Lesers. Und emotional ist "Agaat. Die Kinderfrau" ebenfalls nicht leicht zu verkraften, die Atmosphäre des Buchers eher trostlos, düster, auch die Charaktere schwierig, anstrengend, komplex - kurz: durch und durch menschlich.

    Dranbleiben lohnt sich aber, und das allemal, denn "Agaat" ist kein Roman, den man leicht wieder vergisst. Er handelt von zerbrochenen Träumen, verpassten Chancen, der Komplexität und Grausamkeit mancher zwischenmenschlichen Beziehungen, von Familie, Konventionen und der Suche nach Annäherung.

    Ah, okay. Und wo seid ihr im Alltag so unterwegs? :smile:

    Ich hätte zwei 6einhalbjährige Minihunde anzubieten, die Hündin ist eher zurückhaltend, der Rüde souverän und selbstbewusst. Wobei ich bei ihm erstmsl Leine dranlassen würde, da er Welpen oft nicht soo geil findet, sofern sie ihn nerven :b

    Heute waren wir nicht wirklich spazieren, aber die Zwerge haben mich viel begleitet. Ich erinnere mich an:

    - den immer uns ankläffenden LH-Chihuahua in der Nähe meines Büros

    - die 2 Hunde im Piercingstudio - ein unglaublich schöner junger Jagdhund (sah wie ein Langhaar-Vizsla aus) und ein 1 kleiner drahthaariger Mix

    Oh ja, ich erinnere mich noch lebhaft an meine erste Hundeschul-Gruppenstunde mit meinem Rex... das war der Horror für mich xD Er war damals etwa 10 Monate alt (wir hatten ihn als Junghund aus dem Tierschutz übernommen), extrem aufgeschlossen und spielfreudig und betrachtete alle anderen Hunde erstmal als potentielle Spielkameraden. Und natürlich hatte ich als Ersthundehalterin auch nicht immer alles richtig gemacht und z.B. sehr häufig und in allen möglichen Situationen Kontakt zu anderen Hunden zugelassen :lol: Und dann sollte Rex sich auf einmal überwiegend auf das Training & die Aufgaben konzentrieren und die anderen Hunde ignorieren, dabei wollte er doch lieber spieeelen!

    Nach der Stunde war ich so enttäuscht, dass ich sogar weinte |)

    Aaaber man lernt dazu. Vor allem ist es ganz wichtig, sich selbst nicht so einen Druck zu machen und zu stressen. Niemand ist perfekt - unsere Hunde eben auch nicht! Wir machen Fehler und den wirklich rundum 100%ig perfekten Vorzeigehund ohne jegliche Macken gibt es nicht. Peinlich muss einem da gar nix sein und wenn einem eine Hundeschule dieses Gefühl gibt, dann ist es wahrscheinlich nicht die richtige, denn HundetrainerInnen sollten professionell sein und außerdem verschiedene Wege für verschiedene Hund-Mensch-Teams aufzeigen können.

    Wichtig ist es auch, die eigene Intuition und Empathie nicht auszuschalten. Man muss nicht ALLES, was ein Hundetrainer sagt, übernehmen. Wird ein Welpe gleich als "stur" abgestempelt, weil er eben in dieser Situation mit vielen Reizen und viel Ablenkung nicht gut ruhig bleiben kann, halte ich das für mangelndes Fachwissen und fehlende Bereitschaft, Hund und Mensch - wie es hier so schön schon geschrieben wurde - da abzuholen, wo sie stehen!

    Dein Welpe ist ja nicht stur, sondern überfordert. Und da finde ich Verständnis, Geduld und Einfühlungsvermögen am allerwichtigsten. Normalerweise sollte es in einem Gruppenkurs möglich sein, sich räumlich so weit von den anderen zu distanzieren, dass der Welpe besser ruhig bleiben kann. Dann sollte man jedes ruhige Verhalten und jede Kontaktaufnahme des Welpen mit sich als Halter natürlich bestätigen und hochwertig belohnen.

    Bitte irritiere deinen Welpen nicht, indem du ihn z.B. anknurrst. Als Mensch ist es besser, sich so zu verhalten wie ein Mensch - dann ist man für sein Hundekind nämlich auch viel berechenbarer und authentischer :nicken:

    Hat jemand vllt Empfehlungen? Ich fahre im Oktober eine Woche nach DE. Geplsnt ist, zuerst meine Sis in Offenbach/Main zu besuchen und dann noch etwa 3 Tage gemeinam mit einer Freundin, die bei Osnabrück wohnt, einen Kurzurlaub zu machen. Natürlich kommen sowohl meine Hunde als auch ihr Hund mit.

    Wir hätten überlegt uns quasi "in der Mitte" zu treffen. Anreise wäre mit Zug in meinem, mit Auto in ihrem Fall (wobei sie mich vrmtl irgendwo abholen und das letzte Stück mitnehmen könnte).

    Wir wollen wandern bzw spazieren gehen, am besten in ner nicht allzu überlaufenen Gegend, wobei wir wohl notfalls auch damit klarkämen. Wäre natürlich cool wenn es in der Ggend zB auch ein nettes Städchten zum Schländern gäbe oder so


    Also: Hat jemsnd hier vllt Tipps, schöne grüne Gegend für Kurzurlaub iwo zwischen Offenbach und Osnabrück? Tipps für Unterkünfte (Apartement, Ferienhäuschen etc - muss nicht fancy sein!) wären auch sehr willkommen :)