Beiträge von tinybutmighty

    Zu den Integrationen hier kann ich auch noch bissl was schreiben:

    Rex war Einzelhund, 3 Jahre lang, ehe Jasmin einzog. Jasmin kam als Direktimport aus dem Auslandstierschutz zu mir. Da hatte ich keinerlei Bedenken, dass es zwischen den Hunden zu ernsthaften Problemen kommen könnte. Ich wusste, dass Rex mit Hündinnen - und dann noch mit welchen seiner Größe und im gleichen Alter - kein Problem haben und sich sehr schnell an die neue Situation gewöhnen wird. Am Anfang gab es 2 oder 3 ganz harmlose Situationen, in denen er sie anblaffte oder wegdrängte, worauf sie sehr deeskalierend reagierte, aber das war echt gar nix, weshalb ich mir Sorgen gemacht hätte. Die Hunde liefen eigentlich von Anfang an friedlich nebeneinanderher und ich würde sagen, dass sie sich ganz gerne mögen.

    Seit ca. 1 Jahr ist Deutsch-Kurzhaar-Hündin Juli Teil unseres Lebens. Sie gehört meiner Freundin. Die Hunde waren von Anfang an sehr ignorant einander gegenüber. Die haben einfach so unterschiedliche Interessen und sind vom Wesen her recht verschieden, dass da keine großartige Interaktion passierte.

    Seit Sommer verbringe ich den Großteil der Zeit mit meinen kleinen Hunden bei meiner Freundin, wohne also praktisch mit bei ihr.

    Hier kam es zwischen Juli und Rex anfänglich zu Spannungen, die von Rex ausgingen, der sich von Juli aufgrund ihrer Größe und gelegentlichen Tollpatschigkeit wohl irgendwie bedroht oder provoziert fühlte und daraufhin versuchte, sie zu kontrollieren, indem er sie z.B. räumlich einschränkte und verbellte. Auch bei Ressource Futter wurde er dann teilweise recht dreist ihr gegenüber und drängte sie z.B. vom Napf weg.

    Hier war etwas Management und gute Beobachtung meinerseits notwendig. Mittlerweile hat sich das Thema aber mehr oder weniger erledigt, die beiden ignorieren sich großteils.

    Seit Frühjahr wohnt Luna bei meiner Freundin. Die Zusammenführung mit den Zwergen war völlig unproblematisch. Wichtig ist nur zu wissen, dass Luna Ressourcen (Futte, Liegeplatz Bett) verteidigt. Sie kommuniziert hier klar und deutlich, aber fair, weshalb man das bis zu einem gewissen Grad auch laufen lassen kann. Dazwischengegangen werden muss eigentlich lediglich, wenn sie mal - ganz selten - unnötig übertreibt, wenn z.B. sie was frisst und alle anderen Hunde sind weit von ihr entfernt und sie wird trotzdem motzig.


    Suki zog im Dezember ein. Wir fuhren zu ihr auf die Pflegestelle und führten sie dort im Garten mit unseren vier Hunden zusammen. Dies lief völlig unspektakulär ab, es bestand beiderseits kein großes Interesse. Suki zog daraufhin bei meiner Freundin und somit mehr oder weniger auch bei mir ein.

    Ansagen der anderen Hunde akzeptierte der Jungspund sehr rasch, es gab aber auch ein paar Situationen, in denen ein Eingreifen unsererseits notwendig war, wenn sie gar zu frech wurde. Ich musste vor allem Jasmin anfänglich ein paar Mal schützen, wenn Suki draußen wild mit ihr toben wollte. Das war für Jasmin nicht angenehm, aber nun auch weit entfernt von einem Drama, zumal ich sie immer unterstützt habe, dass sie auch mal eine Grenze setzen und aufzeigen darf, wenn ihr was nicht passt. Suki kapierte aber sehr schnell, dass Jasmin mehr oder weniger "off-limits" ist und ignorierte sie dann mustergültig auf Spaziergängen.

    Die anderen drei können den Jungspund auch ganz gut mal in die Schranken weisen, was aber seltenst notwendig ist.


    Ich finde, insgesamt läuft es hier sehr harmonisch, die Hunde kommen miteinander klar, es ist kein räumliches Trennen notwendig und es gibt keine besorgniserregenden Spannungen.

    Und DENNOCH muss man aufpassen und z.B. gewisse Situationen managen, insbesondere die Fütterung. Hier wird Suki in ihre Box geschickt und frisst in geschlossener Box, um Konflikte zu vermeiden. Die Großen und die Kleinen werden mit etwas Abstand zueinander gefüttert und wir passen auf, dass niemand an den Napf eines anderen möchte.

    Wenn Luna und Juli bei uns im Bett liegen, sind sie oft wenig begeistert über die anderen Hunde, wenn die dazukommen möchten. Da wird dann schon mal gebrummelt und geknurrt, allerdings sehr im Rahmen. Da ist dann vielleicht mal ein "Hey" notwendig und wer sich allzu blöd benimmt, fliegt auch mal aus dem Bett, aber das ist hier sehr undramatisch alles.

    Ansonsten kommt es vor allem, wenn jemand nach Hause kommt/es an der Tür klingelt zur typischen Rudeldynamik, wo die Hunde dann laut werden.


    Nicht unterschätzen darf man meiner Ansicht und bisherigen Erfahrung nach ja, wie so eine Hundegruppe draußen agiert, da hat sich bei uns durch die Rudeldynamik durchaus was verändert und alleine mit allen 5 Hunden an der Leine rauszugehen, ist etwas, das wir beide möglichst meiden, da die Hunde sich gegenseitig hochpushen bei Hundesichtungen und man dann im Worst Case 5 pöbelnde Randalierer an der Leine hat :roll: Morgen- und Abendrunde werden darum entweder zu zweit mit allen Hunden gemacht oder die Verantwortliche geht 2x, zuerst mit den drei Kleinen, dann mit den beiden Großen.

    Bei größeren Runden sind meist 1-3 Hunde an der Leine (Flex, Schlepp, oder am Bauchgurt) , wobei grundsätzlich alle auch frei laufen können. ABER auch hier ist die Rudeldynamik hier durchaus Thema, alle 5 Hunde unangeleint kann bei entgegenkommendem Hund z.B. dazu führen dass sie pöbelnd hinlaufen - gemeinsam ist man stark und so :ugly: Da hier vor allem Luna und Suki zu Lautstärke neigen, reicht es oft, eine der beiden an der Leine zu haben, dann geht die andere nicht so ab.

    All das erfordert natürlich etwas Management und ich würde als Einzelperson wohl nie 5 Hunde halten, außer ich hätte wirklich die zeitlichen und räumlichen Ressourcen dafür.

    Ja, finde es auch seltsam, dass in wirklich jedem Rumänen gleich ein HSH vermutet wird. Gerade im Junghundealter sind "Gruselphasen" nun wirklich keine Seltenheit, das hatte mein - übrigens sehr souveräner, selbstbewusster und Menschen mögender - Chihuahua aus dem Tierschutz auch und da ist definitiv kein HSH drin xD Es gibt nun einmal Entwicklungsphasen beim Hund, ist bei Kindern auch nicht anders :sweet:

    Boah, seit einigen Tagen sind die Zecken auch wieder ordentlich aktiv. Wir sind ja in vielen verschiedenen Gegenden unterwegs, weil ich gerne Abwechslung beim Spazierengehen/Wandern haben mag, da gibt es natürlich ortsmäßig immer Unterschiede, aber puh, mühsam.

    Luna, Rex und Jasmin bekamen jetzt jeweils eine Bravecto verabreicht. Gebe ich schon seit ein paar Jahren ohne Komplikationen und bin sehr zufrieden.

    Juli bekam eine Simparica.

    Suki bekam bereits eine Zeckenschutztablette, als sie zu uns kam, das war im Dezember. Noch scheint die gut zu wirken. Mal gucken, wann die nächste Bravecto verabreicht werden muss.

    Ein großes DANKE für diesen Beitrag! :gott:

    Ganz ähnlich empfinde ich das auch gerade, da ich ebenfalls immer öfter von wieder zurückgegebenen Hunden lese und höre bzw. das auch in meinem privaten Umfeld neulich miterlebt habe !

    Ja, es gibt natürlich Fälle, in denen es einfach nur egoistisch wäre, den neuen "Mehrhund" zu behalten und dadurch die vorhandenen Hunde unglücklich zu machen. Aber es ist genau, wie du schreibst: Es wird häufig total romantisiert, wie der Einzug eines neuen Hundes verlaufen kann. Viele Hundehalter scheinen sich auch zu überschätzen und nicht wirklich zu bedenken, dass der Einzug eines neuen Vierbeiners nun einmal nicht nur für einen selbst stressig, aufwühlend und zeitintensiv sein kann, sondern auch für die bereits vorhandenen Hunde.


    Gerade wenn es um Welpen geht, wird oft unterschätzt, wie viel Management unter Umständen anfangs geleistet werden muss, um das Hundekind an die Hausregeln zu gewöhnen und die Althunde vor dem Kleinen nötigenfalls zu schützen und klare Regeln aufzustellen. Mich wundert es überhaupt nicht, dass erwachsene Hunde häufig wenig begeistert von so einem nervigen, wuseligen Kleinteil sind :ka: Würde ich meinen Zwergen einen Welpen vor die Nase setzen, wären die auch erst einmal ziemlich unerfreut darüber und ich müsste viel managen, Rückzugsräume schaffen und kalre Grenzen setzen. Ich käme gar nicht wirklich auf die Idee, dass da von Anfang an Friede, Freude, Eierkuchen herrschen würde.

    Ich denke, es liegt aber oft auch daran, dass die bereits vorhandenen Hunde von den Besitzern nicht zutreffend eingeschätzt werden können. Da wird dann z.B. naiverweise davon ausgegangen, dass der Hund, weil ja draußen total verträglich mit Artgenossen und supersozial, auf den vierbeinigen Familienzuwachs ebenso begeistert und freundlich reagiert.


    In meinem privaten Umfeld habe ich mich erst unlängst sehr über eine Bekannte geärgert, die auf Biegen und Brechen einen zweiten Hund aus dem Tierschutz adoptieren wollte. Ein Rüde kam zum Probewohnen zu ihr, okay. Wie erwartet war der vorhandene erwachsene Hund nicht begeistert. Der ist halt etwas grummelig und hat eine mitunter recht große Individualdistanz. Er reagierte mit Knurren, Bellen und Fixieren sowie dem Versuch, den Neuankömmling zu kontrollieren und einzuschränken. Die Bekannte war damit total überfordert, konnte ihrem Ersthund keine klaren Grenzen setzen und den Neuzugang auch nicht wirklich schützen. Jedes Knurren war für sie eine mittlere Katastrophe.

    Dann zog ein zweiter Hund ein, ängstliche Maus aus dem Tierschutz. Mit der verstand der Ersthund sich insgesamt betrachtet besser, der Hund wurde aber trotzdem aus anderen Gründen zurückgegeben, weil man sich vorher nicht überlegt hatte, dass ein zweiter Hund nunmal ebenfalls zeitliche Ressourcen in Anspruch nimmt.

    Und nun wird der Einzug eines Welpen geplant. Diese Einstellung zu fühlenden Lebewesen, diese "ICH WILL ABER"-Mentalität werde ich nie verstehen können :ka:

    Meine eigenen Hunde sowie Sitterhunde beschütze und verteidige ich natürlich! Ich habe schon Fremdhunde weggescheucht, angeschrien, geblockt und ein paar Mal auch am Geschirr festgehalten. Gröber musste ich bislang zum Glück aber noch nie werden. Natürlich achte ich auch darauf, wie der Fremdhund wirkt. Eine Begegnung mit einem Hund mit wirklich ernsthafter Beschädigungsabsicht blieb mir aber glücklicherweise bislang erspart, das waren halt eher ungestüme Tut-Nixe oder Hunde, die sich jagdlich an den Kleinen aufgeilen wollten, aber nie was wirklich "Tragisches".

    Bei zwei fremden Hunden würde ich es von der Situation abhängig machen und wenn ich finden würde, dass ein Eingriff notwendig ist, dann würde ich dies möglichst so machen, dass für mich und meine eigenen Hunde möglichst wenig Gefahr dadurch besteht.

    Sehe ich ähnlich. Meiner Ansicht nach sollte es guten AutorInnen nun einmal möglich sein, von dem, was sie tun, zu leben. Leider ist das ja gerade im Bereich Kunst und Kultur echt schwer :no:

    Ich finde schon, dass ein fairer Preis da sein muss. Natürlich sollten Bücher kein "Luxusgut" sein, aber für gute Literatur zahle ich gerne einen angemessenen Preis.

    Hardcover kaufe ich seltenst, die sind mir zu mühsam zum Mitschleppen, da ich gerne unterwegs lese. Ich warte also bei Neuerscheinungen meist auf die Taschenbuchausgabe, aber ob die dann mal über 10 Euro kostet, ist mir recht gleich. Ich lese zwar ebenfalls schnell, aber es steckt halt viel Arbeit darin, so ein Buch zu schreiben, von daher bin ich bereit, für dieses Hobby des Lesens in die Tasche zu greifen.

    Alternativ gibt es ja noch Büchereien, die Möglichkeit, Bücher second-hand zu kaufen, Austausch von Romanen mit Freunden und Bekannten...


    Ich habe zuletzt wieder "The Secret History" von Donna Tartt gelesen. Mann, die Frau versteht es wirklich, eine Geschichte zu erzählen :gott: Wirklich talentierte Schriftstellerin, ich liebe ihre detailversessenen, umfangreichen Werke. Es ist so schade, dass es nur drei Romane von ihr gibt, aber sie arbeitet ja auch jahrelang an einem Buch.

    Jetzt werde ich dann mal wieder was neu Erworbenes lesen. Hab Lesestoff, das Wochenende kann also kommen :D

    Jasmin liebt die kleinen gelben Kong-Quietschebälle =)

    Rex steht nicht so auf Spielis, aber Futterspielzeuge findet er toll. Wir haben auch den kleinsten Kong, außerdem ein paar Snackbälle und neulich haben wir noch einen Snackwürfel dazugekauft. Er ist da immer sehr eifrig und gibt nicht auf ehe alles an Futter in seinem Magen ist :b

    Schleckmatten zur Fütterung gibt es hier seit kurzem auch öfter.


    Im Training bestätige ich fast nur mit Leckerlis.