Du hast ja immerhin schon mal gut erkannt, dass es dem Wurm zu viel wurde und dich dann entsprechend angepasst und euren Alltag ruhiger gestaltet Finde ich gut so, es scheint ein gewisses gesundes Bauchgefühl vorhanden zu sein und informiert hast du dich vor der Hundeanschaffung auch. Ich bin sehr zuversichtlich, dass du einen guten Weg für den Kleinen finden wirst!
Wichtig finde ich, es an die Hundehaltung nicht allzu verkopft mit dem Anspruch an Perfektion ranzugehen. Wir alle machen Fehler und so gut wie kein Hund lebt das absolut immer ideale, immer stressfreie Leben, von daher: Mach dich nicht verrückt. Achte auf deinen Welpen und seine Signale, gestalte euren Alltag entspannt, aber trau dich auch mal, hin und wieder etwas Abwechslung reinzubringen und nicht nach Lehrbuch vorzugehen.
Trainingstechnisch würde ich erst mal gucken, ob sich da nicht eh schon einiges automatisch in den Alltag "schleicht" - z.B. Leinenführigkeit, Abbruch, Rückruf etc. -, das reicht in den ersten Monaten neben der Stubenreinheit meiner Ansicht nach vollkommen.
Der Welpe ist erst 11 Wochen jung, somit noch ein richtiges Baby. Ich tippe darauf, dass er einfach ziemlich viele Reize zu verarbeiten hat, diese Überforderung zeigt sich dann in Übersprungshandlungen wie eben dem Rammeln.
Dazu passt ja, dass du ihn als "hyperaktiv" beschreibst und er wohl Probleme hat, runterzufahren.
Ich würde daher versuchen, den Alltag ruhiger zu gestalten, Programm runterzufahren.
In nicht mal mehr 2 Wochen sitten wir schon Papillon-Freundin Phoebe. Ich bin sehr gespannt, wie es ihr hier gehen wird, so als absolutes Mama-Kind Viel Programm habe ich nicht geplant, Phoebe ist eh nicht so sportlich und mit Rex gerade komme ich eh nicht weit. Vielleicht lasse ich ihn mal zuhause und gehe mit ihnen ein bisschen am Fluss spazieren oder so, aber ich glaube, einfach mitleben und mit uns chillen wird Phoebe schon gut passen.
Ich bin da eher pro OP, wegen der erhöhten Gefahr für Kreuzbandriss, wenn Knie eben nicht in Ordnung. Aber bei uns stellt sich die Frage nicht, ich weiß, das 2. Knie gehört auch gemacht.
Also die nächste Woche kann ich knicken, in meiner Haustierarztpraxis macht die Physio da Urlaub,
ich habe jetzt dafür 3 Termine für übernächste Woche angeboten bekommen - einmal Dienstag, einmal Mittwoch, einmal Donnerstag Ich überlege jetzt, einfach 2 der Ersttermine wahrzunehmen und dann dort zu bleiben, wo wir uns wohler fühlen
Ich habe mal ein paar von mir geknipste Lieblingsfotos von Rex rausgesucht <3 Allerdings nur welche, die ich mit der Sony gemacht habe, für früher entstandene Fotos müsste ich tiefer wühlen :b
Dezember 2020 in Baden... eines meiner All-Time-Favorites der beiden Zwergis!
"Vermeidung" wäre nicht mein Lösungsweg. Allerdings ist der Hund auch erst knapp über 1 Jahr alt, da kann man meiner Ansicht nach gerade in dynamischen Situationen nicht erwarten, dass ein sehr reizoffener, temperamentvoller Hund sich immer "unter Kontrolle" hat.
In dem Alter ist der Hund ja noch lange nicht "fertig" und daher würde ich ganz realistisch überlegen, was kann er eben schon leisten, was noch nicht? Es ist gut und wichtig, an Impulskontrolle und Frustrationstoleranz zu arbeiten, aber Wunder würde ich da keine erwarten, schon gar nicht mitten in der Entwicklung, wo sich ja auch im Hundehirn noch ganz viel tut.
Konkret würde ich es wohl so handhaben, dass gewisse Situationen einerseits einfach gemanaged werden, wenn klar ist, das ist ihm jetzt einfach zu viel/"Misserfolg" ist wahrscheinlich, z.B. indem man in der Hundeschule wirklich auf SEHR viel Abstand geht. Und beim dynamischen Agility ist so ein Verhalten halt auch relativ üblich, laufen lassen würde ich das jetzt nicht unbedingt, aber Hund außer Sicht/bei passenden Temperaturen im Auto warten lassen fände ich da durchaus okay.
Konditionierte Entspannung könnte in manchen Situationen ebenso ein gutes "Werkzeug" für euch sein.
Ganz wichtiger Punkt finde ich noch, immer überlegen, welches Verhalten man sich eigentlich in einer gewissen Situation vom Hund wünscht, also nicht nur, was man nicht haben möchte, sondern vor allem die Frage: Was möchte man haben?