Beiträge von tinybutmighty

    Wir führen hier ein recht aktives Leben, deshalb sind meine Hunde zuhause wirklich fast immer nur am irgendwo Rumliegen. Der Chihuahua guckt auch ganz gerne mal aus dem Fenster und die Hündin kommt viel zum Kuscheln zu mir. Aber sonst herrscht daheim meist Ruhe.

    Wir sind an einem normalen Tag aber auch mehr als 1,5 bis 2 Stunden draußen, haben teils noch 2x die Woche Training, die Hunde begleiten mich ins Büro und auch mal zu Wegen, zu denen ich sie mitnehmen kann etc.

    Hmm... einen dritten würde ich noch dazu nehmen, mache ich aber aus Vernunftgründen in naher Zukunft eher nicht, weil das in meiner Lebenssituation irgendwie doch aufwändig wäre und weil ich auch vor dem finanziellen Aspekt der Mehrhundehaltung Respekt habe.

    Mit meinen zwei bin ich sehr happy, wenn ich könnte, wie ich wollte, hätte ich vermutlich eher drei.

    Eventuell reduziere ich aber sogar mal wieder auf nur einen, hat irgendwie ja auch Vorteile.

    Alles über drei könnte ich mir nur vorstellen, wenn ich weder arbeiten müsste noch mir je Gedanken ums Geld machen.

    Könntest du als Polizist guten Gewissens da vom Hof fahren, mit dem Wissen dass da vier Hunde rumlaufen, mindestens einer davon hat gerade einen Menschen getötet und die eigene Halterin zerbissen, dann da ein Kleinkind im Haus und dann darauf hoffen, dass die gute Frau da schon alles gut geregelt bekommt?

    Weiß man überhaupt, ob der Ablauf so ist wie von dir behauptet?? Also dass da ein Polizist war, wieder gefahren ist und dass vier Hunde da "rumgelaufen" sind? War das Kleinkind überhaupt zuhause zu dem Zeitpunkt?

    Für mich ist das alles gerade bisschen viel an Spekulation...

    Ich stelle mir echt die Situation vor, dass da da Polizei, Notarzt und der Leichenwagen wegfährt und die Hunde ernsthaft dagelassen werden mit der sicherlich völlig überforderten Partnerin. Dann turnt da noch ein einjähriger Junge rum und es wird kein behördlicher Weg eingeschlagen, der Frau wenigstens den Hund vom Leib zu halten, von dem man gerade ausgeht, dass der jemanden getötet hat.

    Das ist aber DEIN Kopfkino. Wir wissen doch nicht, ob die Hunde nicht zuhause dann eh weggesperrt wurden, oder? Dass das Kind zwischen denen noch rumgeturnt habe, kann ich mir auch schwer vorstellen.

    Was erwartet ihr von euren Hunden / was habt ihr erwartet?

    Ich habe nicht wirklich was erwartet. Das hat sich dann irgendwie alles eher "von selbst" ergeben bzw. entwickelt. Ich hatte keine festen Vorstellungen, wie das Zusammenleben mit Hund aussehen wird/soll. Zum Glück, weil ich glaube, dadurch war ich nicht "festgefahren" und konnte mich auf meinen ersten Hund als Individuum ganz gut einlassen.

    Auch jetzt erwarte ich eigentlich nix Besonderes von meinen Hunden. Ich bin froh, dass ich sie hab und ab und zu, wie wahrscheinlich fast jeder Mensch, auch mal genervt von gewissen Eigenheiten oder in stressigen Situationen.

    Was bietet ihr?

    Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit, ausreichend Bewegung, Abwechslung, mentale Auslastung, die nötige medizinische Versorgung.

    Stellt ihr euch auch so wie ich gelegentlich die Frage, ob ihr genug/ das Passende bietet?

    Ja, ich denke, das ist auch Typsache, je nachdem was man für ein Mensch ist. Ich bin generell oft ziemlich selbstkritisch und schnell unzufrieden, wenn ich denke, ich könnte etwas anders/besser machen. Aber bei den Hunden gelingt es mir meistens (nicht immer, aber doch häufig), mir da keinen zu großen Druck zu machen. Denn ich weiß, dass sie einen sehr hohen Stellenwert für mich haben und mehr geboten bekommen als die meisten anderen Klein- und Kleinsthunde.

    Welche Erwartungen hattet ihr, die gar nicht oder ganz anders erfüllt wurden?

    Der Zweithund kann nicht gut alleine bleiben, aber ist schon okay.

    Das Thema hat mich kurze Zeit ziemlich belastet, aber was mir geholfen hat war, komplett den Druck rauszunehmen. Habs mit Betreuungskonstrukten geschafft, dass das Alleinebleiben kein Thema mehr und dann einfach wenn es mal kurz sein musste die Hunde alleinegelassen. Heute bleibt meine Hündin nach wie vor nicht gerne alleine, aber ich traue ihr schon mal bis zu 3 Stunden (mit Ersthund an der Seite) zu. Schafft sie mittlerweile auch gut, ohne zu bellen oder sonstwas.

    Hier zog als Ersthund ein Rüde ein und das Geschlecht war uns total egal und auch zu 100% Zufall.

    Als Zweithund kam dann eine kastrierte Hündin, weil ich es zuhause harmonisch haben wollte und wusste, eine Hündin akzeptiert Rex auf jeden Fall.

    Was als Nächstes kommt? Keine Ahnung. Ich lasse mich da überraschen. Für mich ist das eher so 'ne Charaktersache, die passen muss, ich glaube weder, dass Hündinnen generell verkuschelter sind noch dass Rüden einfacher zu erziehen sind.

    Puh - anhand der bisherigen Informationen, die ja nun nicht so üppig sind, wenn man die reißerischen Hetzblätter mal ignoriert, tue ich mir auch schwer, den Besitzerinnen von "Elmo" Kalkül zu unterstellen, genauso wenig aber grobe Fahrlässigkeit.

    Ich meine, die sind ja davor mit ihren mehreren AmStaffs scheinbar nie wirklich negativ aufgefallen und haben die Hunde über einen Zeitraum von mehreren Jahren wohl ohne Vorfälle geführt. Ja, man kann darüber streiten, ob man als Einzelperson mit drei Hunden einer gewissen Größe und Körperkraft spazierengehen sollte, aber das machen doch zig Leute (auch hier im Forum) mit ihren bis dato unauffälligen Hunden. Zumal die Hunde ja angeleint waren und zumindest zwei davon Maulkorb trugen. Das ist etwas, das ich nicht zusätzlich "belastend" finde, sondern eher als sehr verantwortungsbewusst sehe.

    Mir kommt es in dem Fall einfach nicht so vor, als wären das die stereotypen Prolo-Assis gewesen, die sich 'nen AmStaff zur Profilierung als Statussymbol holen.

    Der Vorfall ist natürlich absolut tragisch.

    Und ich selber bin ehrlich gesagt mittlerweile aus diversen Gründen kein AmStaff-"Fan" mehr, aber nur weil ich persönlich der Meinung bin, dass diese Hunde des Öfteren nicht ganz sauber zu ticken scheinen (und ja, das ist meine ganz persönliche Einstellung, obwohl ich auch eine ganz entzückende Staffhündin kenne, die bei einer ehemals guten Freundin lebt), muss das ja nichts heißen. So wirklich valides Datenmaterial zu einer tatsächlich erhöhten Gefährlichkeit dieser Rasse/dieses Hundetypus scheint es schließlich nicht zu geben. Für die Rasseliste spricht somit in meinen Augen erstmal nur, dass AmStaffs leider besonders häufig bei ungeeigneten Haltern landen, die die Rasseeigenschaften nicht ernst nehmen und die Hunde nicht adäquat erziehen und führen. Im vorliegenden Fall dürfte es sich aber vermutlich anders verhalten.