Bei einem 12 Wochen alten Welpen egal welcher Rasse ist es eigentlich recht unnötig, die wenigen mentalen Ressourcen für reines Kommandotraining, insbesondere für Positionssignale wie "Sitz" und "Platz" zu verbrauchen. Das lernt der Hund in einigen Monaten immer noch genauso gut.
Es spricht nichts dagegen, spielerisch etwas Gehorsam in den Alltag einfließen zu lassen (z.B. Rückrufsignal nutzen, wenn der Welpe gerade freudig auf einen zuwackelt), aber meiner Ansicht nach sollte der Schwerpunkt erstmal sein, dass der Welpe zu einem alltagstauglichen Hund ranwächst und die Hausregeln kennenlernt, sodass ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Hund überhaupt möglich ist.
Ein "Stop"-Signal kann zwar hilfreich sein, in der Situation finde ich es aber schwierig, die ihr beschreibt. Da bastelt man sich schnell eine ungute Verhaltenskette zusammen, weil der Hund checkt: "Ah, wenn ich denen in die Füße zwicke, und dann sagen sie das Wort XY und ich höre auf, kriege ich einen Keks!" Außerdem löst es ja das Grund-Thema nicht, das in eurem Fall sein könnte, dass der Welpe nicht ausreichend Gelegenheit bekommt, zu spielen und zu toben.
Die Rassewahl würde mich aber ehrlich gesagt auch interessieren, also warum ihr euch für einen Rotti entschieden habt.