Beiträge von tinybutmighty

    Bei einem 12 Wochen alten Welpen egal welcher Rasse ist es eigentlich recht unnötig, die wenigen mentalen Ressourcen für reines Kommandotraining, insbesondere für Positionssignale wie "Sitz" und "Platz" zu verbrauchen. Das lernt der Hund in einigen Monaten immer noch genauso gut.

    Es spricht nichts dagegen, spielerisch etwas Gehorsam in den Alltag einfließen zu lassen (z.B. Rückrufsignal nutzen, wenn der Welpe gerade freudig auf einen zuwackelt), aber meiner Ansicht nach sollte der Schwerpunkt erstmal sein, dass der Welpe zu einem alltagstauglichen Hund ranwächst und die Hausregeln kennenlernt, sodass ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Hund überhaupt möglich ist.


    Ein "Stop"-Signal kann zwar hilfreich sein, in der Situation finde ich es aber schwierig, die ihr beschreibt. Da bastelt man sich schnell eine ungute Verhaltenskette zusammen, weil der Hund checkt: "Ah, wenn ich denen in die Füße zwicke, und dann sagen sie das Wort XY und ich höre auf, kriege ich einen Keks!" Außerdem löst es ja das Grund-Thema nicht, das in eurem Fall sein könnte, dass der Welpe nicht ausreichend Gelegenheit bekommt, zu spielen und zu toben.

    Die Rassewahl würde mich aber ehrlich gesagt auch interessieren, also warum ihr euch für einen Rotti entschieden habt.

    Wir waren gestern beim Mantrailing und haben da auch einen DK-(evtl. -mix)Rüden in der gestrigen Gruppe dabeigehabt :herzen1: Der ist ein Fundhund mit unbekannter Vorgeschichte, den DK sieht man ihm aber auf jeden Fall stark an - könnte auch reinrassig sein. Laut jetziger Besitzerin ist Freilauf mit ihm kein Problem, er hat keinen ausgeprägten Jagdtrieb. Und ist sehr gelassen und eher ruhig, obwohl er natürlich auch mal ordentlich rumfetzt. Das Trailen scheint ihm Spaß zu machen.

    Soll ja Menschen geben, die mehr als einen Hund haben und obwohl man immer der gleiche Mensch ist, sind die Hunde sehr, sehr unterschiedlich :p

    Nee, also wenn ich mich da so angucke: Ich verhalte mich den Hunden gegenüber ja zu sicher 98% der Zeit gleich und gehe gleich mit ihnen um, nur dass ich mit dem selbstbewussten Chichi manchmal konsequenter bin und weniger "sanft" sein muss als mit dem ängstlich-braven Yorkie-Dorkie. Trotzdem sind die Hunde sehr unterschiedlich, das Yorkie ist im Freilauf zu 99,9% zuverlässig und Selbstläufer, der Chihuahua braucht deeeutlich mehr Anleitung und Grenzen. Der Chichi bleibt superduperentspannt alleine, die Yorkiehündin hatte damit jahrelang ein großes Problem.

    Also, natürlich macht es allgemein was aus, wie ich mit meinem Hund umgehe: Wie klar meine Signale sind, wie eindeutig meine Körpersprache ist, ob ich in der Kommunikation mit dem Hund nervös und hysterisch bin oder überwiegend gelassen und positiv gestimmt. Aber dadurch erklären sich für mich nicht die großen genetischen Unterschiede je nach Hundetyp, aber auch Individuum, die sich halt auch im Verhalten zeigen.

    Und dann sind da natürlich noch etwaige Vorerfahrungen des Hundes etc.

    Mittwoch: Es gab einen Spaziergang in der Pampa mit überwiegend Freilauf. Da war nicht allzu viel Gehorsam einfordern nötig, da eh nix los war.

    Gestern: After-Work-Spaziergang im Wald. Wir haben kurz etwas Wald-und-Wiesen-Gymnastik eingebaut.

    Am Abend mussten die Hunde etwa 4einhalb Stunden alleine bleiben. Für Rex kein Thema, aber Jasmin ist nun echt kein guter Alleinbleib-Hund. Sie hat das aber anscheinend echt toll gemacht und dürfte während meiner Abwesenheit recht entspannt gewesen sein :party: