Eigentlich würde ich im Laufe meines Bachelors gern ein Auslandssemester machen, ich habe Erfahrungsberichte von Leuten gelesen, die das mit Hund gemacht haben, aber ich bin mir unsicher, wie gut das funktioniert
Ich denke, das kommt sehr stark auf die jeweiligen Umstände an. Machbar ist es in einigen Fällen vermutlich schon, oft scheint es aber auch so zu sein, dass der Hund während des Auslandssemester z.B. bei den Eltern bleibt.
Wenn ein Auslandssemester ein wirklich großer Wunsch von dir ist, würde ich eher dazu raten, den Hund erst danach anzuschaffen. Das wird die Planung und Organisation deutlich vereinfachen.
Wenn ich Praktika mache, müsste der Hund unter Umständen auch öfter alleine bleiben (wobei man da vielleicht eine Lösung mit HuTa/Dogsittern oder ähnlichem finden ließe)
Ein Netzwerk zu haben für Hundebetreuung ist auf jeden Fall gut. Hundetagesstätten und Dogsitter können halt recht kostspielig sein, das sollte man bedenken, als Studentin hat man ja meist nicht so ein arg hohes Budget. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, z.B. einen rüstigen Rentner in der Nachbarschaft aufzutreiben oder eine junge Familie, die gerne ab und zu einen Hund sittet - so ein Arrangement habe ich tatsächlich für meinen Chihuahua, klappt seit mittlerweile fünf Jahren super
Aber das ist halt immer ein bisschen Glückssache, ob man da eine passende Person zu findet.
as ich mir generell wünschen würde:
- mittelgroß bis groß (kleine Hunde sind zwar praktischer, aber ich mag große einfach viel lieber)
Ich würde ehrlich gesagt wirklich dazu raten, da eher einen kleinen Hund aufzunehmen. Du weißt nicht genau, wie deine Zukunft aussieht - kleine Hunde sind da in vielen Punkten einfach deutlich praktischer. Man findet schneller eine Betreuung, man kann sie auch eher mal mitnehmen, wenn man einen Hund später mal zur Arbeit mitnehmen möchte, klappt das auch oft einfacher, wenn es sich um einen Yorkshire Terrier handelt als um einen Hund, der deutlich größer und zehnmal so schwer ist (da ist es dann auch unwahrscheinlicher, dass z.B. Kolleg*innen Angst haben etc.) und kleine Hunde sind auch oft deutlich günstiger im Alltag, weil sie z.B. kostenlos in den öffentlichen Verkehrsmitteln befördert werden dürfen in einer Transporttasche, weil sie weniger Futter brauchen und von Medikamenten eine geringere Dosis (mein Chihuahua nimmt seit einem halben Jahr mehrere Herztabletten - das ginge deutlich heftiger ins Geld, wenn er statt 3 Kilo 30 Kilo hätte...)
Die kleinen Wiesel sind absolut perfekte Allrounder und sind zusätzlich perfekt wenn sie oft mitkommen sollten. So nen 4 Kilo Drops kann man easy beim Wandern, Bahnfahrt etc in den Rucksack packen, am Rad nen Korb montieren und mit kleinem gut erzogenen Hund wird oft ein Auge zugedrückt wenn eigentlich keine Hunde erwünscht sind.
Also Chihuahuas kann ich tatsächlich auch sehr empfehlen
Mein Chihuahua ist jetzt 9,5 Jahre und zog sogar ein paar Monate vor Beginn meines Studiums ein. Habe dann zwar nach 1,5 Jahren das Studium abgebrochen, aber darum geht es ja nicht.
Rex ist wirklich ein irre praktischer und toller Alltagsbegleiter
Und die oben aufgeführten Punkte treffen halt bei so einem Mini alle zu.
Zudem war er für mich der perfekte Hund, um in Sachen Beschäftigung so einiges auszuprobieren - "alles kann, nix muss", wir haben in fast jede Hundesportart reingeschnuppert von Agility über Unterordnung bis zum Mantrailing
Und lange Spaziergänge und ausgiebige Wanderungen findet und fand Rex auch immer super.
Ich kenne mehrere Chis und Chimixe, die ähnlich cool drauf sind.
Mein Zwerg ist allerdings aus dem Tierschutz und ich persönlich würde mir auch eher keinen Chi vom Züchter holen, weil mir die Richtung, die die Zucht dieser Rasse genommen hat, ehrlich gesagt nicht besonders gefällt. Gerade Chis findet man allerdings zuhauf im Tierschutz, und die sind auch meiner Erfahrung nach nun nicht alle total ängstlich oder sonstwas - müsste man halt sowieso gucken.
Ansonsten eventuell ein Papillon, Havaneser, oder eine Spur größer ein Sheltie?