Es geht um das eigenständige und fokussierte Verfolgen einer Spur. Auch über längere Strecken und auch mit Schwierigkeiten.
Ja, im Einsatz schon.
Aber wenn ich mit meinen Hunden trailen for fun mache, MUSS ich denen doch keine langen Trails zumuten oder Schwierigkeiten. Ich habe ja unlängst mit den Minis das Trailen begonnen. Die werden dieses Jahr zehn Jahre und sind zwar immer noch munter und lernfreudig, aber Rex hat es mit dem Herzen, beide haben leichte Zipplerlein mit dem Bewegungsapparat - warum ist es da schlimm, wenn ich halt keine kilometerlangen Trails mit denen mache? Oder wenn ich die Trails nicht mit Schwieeigkeiten mache, wo ich denke, das ist nix für die?
Man muss doch nicht immer mit übertriebenm Ehrgeiz an jedes Hobby gehen. Das finde ich doof, egal um welchen Hunde"sport" es geht.
Weshalb muss z.B. ein Hund, der als Sichtjäger unterwegs ist, auf eine Spur gezwungen werden? Weshalb muss ein Hund, der seinen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit dem Hundeführer hat, partout auf eine Spur gezwungen werden?
Zwingen, zwingen - also ich kann da nur für meine Hunde und mich sprechen: Ich zwinge die fix nicht zu einer Beschäftigung, die sie nicht mögen! Ich schau mir das an, beobachte ihr Verhalten und wenn es uns nicht taugt, machen wir halt was anderes. Ich hab mit denen im Laufe der Jahre so einiges ausprobiert - Rex zB fand Hoopers und Agi ganz toll, darf aber gesundheitlich nicht mehr. Rally fand er früher auch klasse, da treten wir im Moment aber aus Zeitgründen kürzer und weil es oft zu warm ist auf dem Platz, wenn das Training stattfindet und weil er da im Laufe der Zeit etwas die Begeisterung dafür verloren hat.
Jasmin kann an und für sich toll Fußarbeit, aber ich mache mit ihr kein Training für BH oder Ähnliches, weil ich weiß, das würde sie stressen.
Aber beim Longieren hatte sie früher mega Spaß und jetzt beim Trailen ist sie meiner Meinung nach super für einen kleinen, tendenziell unsicheren Floh und hat tolle Erfolgserlebnisse dadurch.
Wie wäre wohl deine Antwort bei der Aussage "jeder Hund kann an Schafen arbeiten" oder "jeder Hund kann im IGP geführt werden"?
Gut, ich versteh, was du meinst. Ich kann nun nicht beurteilen, ob man es an der Rasse festmachen kann, ob ein Hund automatisch nicht trailen "kann" oder nicht.
Für die Arbeit an Schafen wurden ja gewisse Rassen gezielr selektiert und man sieht es ja auch zB bei den Border Collies, dass die das Hüteverhalten nunmla zeigen genetisch bedingt. Ja, das könnte mein Chihuahua nicht! Aber eine Nase zum Schnüffeln hat er ja und laut dem von mir verlinkten Artikel können das eben prinzipiell schon Hunde aller Rassen, die einzusetzen. Wie gut, scheint eher von anderen Faktoren abzuhängen als der Rasse bzw zumindest auch von anderen Faktoren beeinflusst zu werden.
Ist halt letztlich für mich schon auch die Frage, wie du "können" definierst. Einfache, kurze Trails würde ich persönlich nun schon sagen, dass bei einem sachkundigen (!) Aufbau die meisten Hunde hinbekommen könnten. Aber für manche im Hobbybereich wie zB mich reichr das halt auch. Ich muss es da gar nicht möglichst tricky haben, ehrlich gesagt.