Beiträge von tinybutmighty

    Gestern: Normaler Bürotag, dann mussten die Hunde noch mit Erledigungen machen, hieß also: Leine blieb dran.

    Am Abend habe ich dann noch mit Rex kurz Bringen und den neuen Trick "Aufräumen" (inspiriert von persica ) geübt. Dann noch kurz mit beiden Hunden getrickst und kurz geübt, dass sie im Platz bleiben müssen, während Leckerlis vor ihnen liegen. Bei Rex habe ich das auch noch um eine Schwierigkeitsstufe erhöht und Leckerlis auf seine Vorderpfoten gelegt, die er erst auf Freigabesignal nehmen durfte. Hat er aber sehr brav gemacht <3

    Hier (Wien und Niederösterreich) hatten die Hunde dieses Frühjahr auch schon etliche Zecken auf dem Fell rumkrabbeln. Die meisten habe ich aber gleich bemerkt und abgesammelt. Nun haben aber beide Hunde kürzlich wie jedes Jahr im Frühling wieder eine Bravecto bekommen. Mal gucken, wie lange die Wirkung anhält. Bin dieses Jahr etwas spät dran gewesen mit den Tabletten, da viel um die Ohren. Fühle mich jetzt, da sie gut geschützt sind, auf jeden Fall besser.

    Er geht jetzt seit einem Jahr an der Schlepp. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man auch anfangen muß ohne zu trainieren, denn er unterscheidet wohl, ob eine Leine dran ist oder nicht. Es bringt mir nichts, wenn es an der Schlepp immer klappt, denn das tut es, ich will ihn ja nicht ein Leben lang an der Schlepp lassen. In unserem Umkreis gibt es keine sicher eingezäunten Gelände, wo man ihn risikolos rennen lassen könnte.

    Prinzipiell sehe ich das auch so, aber bei einem Hund, der immer wieder abhaut und das scheinbar auch über etwas weitere Strecken gehst du da ja schon auch ein ziemliches Risiko ein, oder? Und zudem lernt der Hund dadurch ja wirklich jedes Mal, dass er mit dem Verhalten Erfolg hat.

    Es gibt vielleicht die Möglichkeit, ein eingezäuntes Gelände zu mieten, damit der Hund gefahrlos auch mal wirklich leinenlos unterwegs sein kann. Und ihr einen sicheren Rahmen habt für euer Training. Manchmal werden solche Gelände privat vermietet, man kann aber z.B. auch bei Hundeschulen oder Vereinen nachfragen.

    Ich finde dieses "jeder Hund kann trailen" mittlerweile sehr anstrengend. Wie wären wohl die Antworten, wenn ich meinen Beagle im Mondioring führen möchte.

    Darf ich fragen, was dich an der Aussage, dass jeder Hund trailen kann, stört? Mir ist schon klar, dass man nicht aus jedem Hund einen einsatzfähigen Mantrailer machen kann für den Ernstfall, aber Freizeittrailen sollte doch recht rasseunabhängig möglich sein, wengleich manche Hunde für die Aufgabe geeigneter sind und bessere Leistungen erzielen?

    Dazu hab ich gestern auch nen recht interessanten Artikel gelesen: https://science.orf.at/stories/3224857/

    Für mich liest sich das nicht nach einem rassespezifischen Problem, sondern nach einem noch jungen Hund, der verspielt und kontaktfreudig ist.

    Mein Chihuahua war früher auch so. Der wollte als junger Hund am liebsten zu jedem Artgenossen Kontakt aufnehmen, um mit ihm zu toben. Ich habe damals auch ein paar Fehler gemacht, da Rex mein erster Hund ist und ich da erstmal sehr locker war und hier auch recht viele Halter eine Laissez-faire-Einstellung an den Tag legen, sodass z.B. auch Leinenkontakte für mich zunächst etwas völlig Normales waren. Mittlerweile habe ich da für uns eine ganz gute Balance gefunden, auch wenn nicht alles perfekt klappt. Aber vieles hat sich mit Training + dem Erwachsenwerden des Hundes auch nochmal gebessert bzw. geändert.

    Wenn er einen anderen Hund am Horizont sieht und er ist gerade frei (ich lasse ihn in übersichtlichen Gegenden auch mal von der Schlepp um zu spielen oder zu üben) dann ist er weg und… er läuft mit dem anderen Hund mit bis nach Hause.

    Damit hat der Hund jedes Mal ein Erfolgserlebnis. Ich würde ihn nicht mehr außerhalb eines eingezäunten Gebiets von der Leine lassen, solange er da wirklich abdüst und dem anderen Hund sogar bis nach Hause folgt.

    Er durfte von Anfang an nicht mit jedem Hund in Kontakt treten, doch das hatte offenbar keinen Lerneffekt. Bei Hundebegegnungen geht er ordentlich neben mir her, bis der andere Hund in Reichweite ist, dann springt er in die Leine um schnell zu ihm zu kommen. Nicht im geringsten aggressiv, aber extrem unhöflich. Da hilft keine Ablenkung, Leckerchen, Kommandos …

    Ich denke, die Krux ist es erstmal, wirklich so viel Abstand zum Artgenossen zu halten, dass der Hund überhaupt noch ruhig bleiben kann. Sobald der Hund nicht mehr ansprechbar ist, war die gewählte Distanz zum Reiz (in eurem Fall halt dem anderen Hund) halt schon zu niedrig. Ja, natürlich ist dieses Bögen laufen oder in blöden Situationen auch mal umdrehen etc. mühsam und nicht immer ganz einfach umzusetzen, aber - nur so bekommt man meist überhaupt erstmal einen Fuß in die Tür. Der Abstand zum anderen Hund muss dann kleinschrittig verringert werden. Der Hund sollte immer ansprechbar bleiben und auch noch auf Belohnung reagieren (hier muss man natürlich herausfinden, welche Form der Bestätigung für den Hund gut ist und seinen Bedürfnissen entspricht, das kann z.B. auch sein, dass er an einer Stelle schnüffeln darf, die der vorbeigehende Artgenosse markiert hat oder dass man ein "Nachschnüffeln" aus der Entfernung erlaubt).

    Eventuell wäre professionelle Hilfe für euch schon hilfreich, wenn es sich um eine fähige Fachperson mit Schwerpunkt Begegnungstraining handelt. Gegebenenfalls muss man für gutes Training auch mal eine längere Anfahrt in Kauf nehmen.


    Mich würde mal interessieren, ob der Hund in Anwesenheit anderer Hunde bei ausreichend Abstand überhaupt arbeiten kann, z.B. auf einem Hundeplatz? Oder war es bisher immer nur Einzeltraining?

    Hat jemand von euch Erfahrungen mit Unterwasserlaufband zum Muskelaufbau?w

    Nach Rexis Kreuzbandriss haben wir im Rahmen der anschließenden Physio etliche Male Unterwasserlaufband gemacht. Soo teuer war es meiner Erinnerung nach nicht, ich würde sagen, etwa 30 bis 40 Euro je Einheit. Natürlich war er nie extrem lange am UWL, ist ja auch sehr anstrengend. Ich glaube, etwa 12-13 Minuten waren die längste Zeitspanne. Er hat aber auch sehr brav mitgearbeitet. Ich hatte den Eindruck, dass es ihm sehr gut tat. Später sind wir dann auf das normale Laufband umgestiegen.

    Mir wurde auch empfohlen, z.B. mit ihm zum Fluss zu fahren (zum Glück nur wenige Radminuten von meiner damaligen Wohnung entfernt) und ihn dort im seichten Wasser waten zu lassen für ein paar Minuten. Er ist mittlerweile aber auch insgesamt deutlich wasserfreudiger als früher. Keine Ahnung, ob die Therapie dazu beigetragen hat, auf jeden Fall freut's mich sehr.

    Allerdings ist unser Kleiner ziemlich clever und braucht ständige geistige Herausforderungen, sonst stellt er uns die Wohnung auf den Kopf!

    Erstmal braucht so ein Welpe genug Schlaf, schon allein um Reize verarbeiten zu können. Ich bin nun absolut kein Fan davon, Hunde ständig zur Ruhe zu zwingen. Gerade Welpen müssen auch spielen und erkunden dürfen. Aber eine gewisse Ausgewogenheit ist schon wichtig. "Wohnung auf den Kopf stellen" könnte auch ein Zeichen von eigentlicher Überforderung sein. Als Mensch reagiert man dann oft, indem man mehr und mehr Programm bietet, wodurch der Hund noch stärker hochspult.

    Zudem würde ich da auf Struktur im Tagesablauf setzen. Vielleicht helfen eurem Welpen ähnliche Abläufe von Tag zu Tag. Ich finde es zwar völlig in Ordnung, auch öfter mal auf Spielaufforderungen des Hundes etc. einzugehen, man sollte aber nicht andauernd springen, nur weil der Welpe gerade Action möchte. Das kann gerade bei einer doch recht willensstarken Rasse auch nach hinten losgehen.