Sooo jung, dass er sich deswegen nicht ausreichend konzentrieren könnte ist er nicht mehr. 1 Jahr und 8 Monate ist er alt.
Ich finde das schon noch sehr jung. Kopfmäßig wird sich da schon noch etwas tun, der Hund noch "reifen".
Ich denke, wenn es sich da um klassisches Unterordnungs-Zeug handelt, wird ihm das einfach zu öde sein und außerdem sind die Einheiten wahrscheinlich zu lange. Ist ja auf vielen Hundeplätzen so, dass da recht stark nach Schema F gearbeitet wird. Aber gerade Spitze mit ihrem Eigenwillen wollen halt eine Aufgabe, die für sie auch "Sinn" macht, das sind halt keine klassischen Unterordnungs-Rassen.
Also mein Weg wäre da ganz klar, Einheiten kürzer und knackiger gestalten. Eventuell überdenken, in welche hundesportliche Richtung es überhaupt gehen soll.
Ich bin auch für einen sofortigen Entzug. Dein Hund ist doch noch so jung und sollte ein erfülltes Leben führen dürfen. Dazu gehört, dass der Hund lernt, wieder seine Umwelt wahrzunehmen und nicht so rasch in die totale Erwartungshaltung verfällt. Im Moment schüttet dein Hund ja permanent Stresshormone aus.
Das wird sicher sehr schwierig werden, aber es lohnt sich langfristig!
Ich möchte noch anmerken, gerade weil Lina noch so jung ist, dieses ständige Bälle nachjagen und das "Stop & Go" ist Gift für die Gesundheit. Damit kann man leider den Bewegungsapparat eines Hundes richtig arg kaputtmachen. Verursacht dann womöhlich auch sehr hohe Kosten für Behandlungen und OPs - das also vielleicht als zusätzlichen Ansporn sehen, den Hund vom Bällchenhetzen zu entwöhnen.
Und ja, dazu gehört erstmal auch, Hundewiesen und andere Orte, an denen Bälle rumfliegen, zu meiden. Ist auch wichtig, damit der Hund mal von seinem permanenten Erregungszustand runterkommt.
Belohnst du hochwertig genug, sodass es sich für ihn stärker "lohnt", mit Dir zu arbeiten, als sich anderen Dingen zu widmen?
Habe ich es gerade falsch in Erinnerung, dass dein Hund noch recht jung ist? Wenn er sich noch gar nicht so lange am Stück konzentrieren kann, wie euer Training auf dem Platz es erfordert, bringt es meiner Ansicht nach wenig, das um jeden Preis "durchzuziehen". Da würde ich die Trainingseinheiten anders gestalten - kürzer, knackiger. Und dann mit einem Erfolgserlebnis beenden. Ansonsten wird der Frust immer größer auf beiden Seiten.
Nein, ich persönlich kenne das nicht. Hier sind bisher allerdings zwei Tierschutzhunde eingezogen, an die ich keine konkreten oder "besonderen" Erwartungen hatte. Gerade beim ersten Hund war ich sozusagen für alles offen und konnte mit ihm viel Verschiedenes ausprobieren und hatte kein festes Bild davon im Kopf, was ich mir überhaupt charakterlich an einem Hund wünsche oder nicht wünsche.
Auch zukünftig werden hier wieder nur Tierschutzhunde einziehen. Natürlich werde ich da stets drauf achten, mir keinen komplett für mein Leben und mein Umfeld ungeeigneten Hund zu holen. Aber ob sich der Hund genau so entwickelt, wie ich mir das vielleicht erträume, das kann ich natürlich nicht wissen. Wobei ich schon finde, dass man erwachsene Hunde oft relativ gut einschätzen kann.
Ich muss ehrlich sagen, mir fällt es schwer, nachzuvollziehen, dass man einen Hund wieder abgibt, "nur" weil er für den vorgestellten Sport nicht so gut geeignet ist. Einfach weil ich der Meinung bin, letztlich ist das ein Lebewesen und es ist bei auch noch so sorgsamer Vorausplanung nicht möglich, mit 100%iger Gewissheit zu sagen, dass der Hund mal ein super Agility-Partner wird oder ein großartiger Mantrailer. Ich persönlich (!) finde, man sollte sich dieser Tatsache bewusst sein und das Restrisiko akzeptieren können.
Zudem fände ich es vieel schlimmer, wenn man einen Hund hat, der nicht in den Alltag passt. Ich meine, auf dem Hundeplatz steht man ja selbst bei intensiv betriebenem Training meist nicht den Großteil der Woche. Ich denke, objektiv ist es viel blöder, man hat einen Hund, der im Alltag stark einschränkt und den man hier nicht entsprechend seinen Bedürfnissen halten kann und auch für den Hund wäre das blöder, weil es seine Lebensqualität einschränkt. Der Sport hingegen hat ja nun keine richtigen "Auswirkungen" auf den Alltag. Und dem Hund ist es doch egal, ob die anderen in der Trainingsgruppe mehr Drive haben oder die Übungen besser ausführen als er selbst.
Und zu guter Letzt denke ich mir, was, wenn der Hund mal krank würde oder sich verletzen würde? Dann kann er im Sport womöglich auch nicht mehr geführt werden.
Das soll jetzt bitte nicht als Angriff oder Wertung verstanden werden. Ich finde, es gibt dazu eben unterschiedliche Ansichten, und habe nur meine persönliche Meinung ausgedrückt.
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