Die Hündin einer Freundin hat ein Riesenthema mit Wasser. Sie wird da extrem aufgeregt und steigert sich in wildes Gebelle hinein, teilweise wird sie auch schon etliche Gehminuten, bevor man zu einer Wasserstelle kommt, nervös und hibbelig. Am Wasser selbst und im Wasser - sie schwimmt nicht, aber geht bis zum Bauch hinein - ist sie ebenfalls auf einem sehr hohen Erregungslevel und kläfft richtiggehend das Wasser selbst an, aber auch die Menschen.
Da die Temperaturen hier im Sommer mittlerweile oft so hoch sind, dass man es fast nur am Wasser aushält, entschied meine Freundin sich dazu, mit ihr zu trainieren. Das Training begann schon vor gut einem Jahr und dauert eigentlich bis heute an. Ja, es gibt Fortschritte. Die Hündin ist in Anwesenheit meiner Freundin am Wasser nun deutlich weniger aufgeregt, bellt auch vieel weniger und lässt sich besser lenken.
Meiner Freundin war es wichtig, auf einen positiven Aufbau zu setzen. Die Trainerin hat ihr darum gezeigt, wie sie die Hündin am Wasser richtig bestätigt für erwünschtes Verhalten. Am Anfang waren sie nur bei ganz kleinen Wasserstellen, z.B. einem Bächlein, mittlerweile geht es auch schon bei Gewässern, in denen man wirklich schwimmen kann, z.B. an der Donau (hier in Wien und NÖ beliebte und kostenlose Bademöglichkeit). Es gibt auch Sachen, die bei der Hündin einfach ein absolutes No-Go sind, zum Beispiel darf man ihr niemals was ins Wasser werfen, sonst fällt sie sofort wieder in alte Muster. Man muss sie auch abbrechen, wenn sie sich zu sehr aufs Wasser selbst konzentriert, z.B. regen Wellen sie rasch auf und sie fängt dann an zu bellen.
Also leicht ist so ein Trainingsweg nicht und zu 100% entspannt ist es mit der Hündin am Wasser weiterhin nicht, da meine Freundin extrem genau auf sie schauen muss.