Beiträge von Nabor

    Als alte OP Schwester bin ich der Fan von Wasser. Einfach alles, so gut wie möglich, ausbrausen. Das wäre jedenfalls meine Erstmaßnahme.

    Wenn vorhanden und der Hund es sich gefallen lässt, tiefere Wunden mit einer Knopfkanüle spülen. Dazu kann man sich dann auch selber eine physiologische ( 0,9%ige) Kochsalzlösung herstellen.

    Wie schon geschrieben würde ich von irgendwelchen Tees, wegen der Schwebstoffe, die Finger lassen.

    Bitte auch vor Beurteilung durch den TA keine Salben oder farbige Desinfektionsmittel auf die Verletzungen aufbringen. Die Wunde kann nur vernünftig beurteilt werden, wenn sie nicht schon unsachgemäß behandelt wurde.

    Spülen mit Leitungswasser oder 0,9%hier Kochsalzlösung ist jedoch immer sinnvoll.

    Ich habe Tilde gerade geduscht. Sie ist auf mein Handzeichen alleine in die Duschwanne gegangen, hat sich brav waschen lassen und hat auch gewartet bis ich sie, in ein großes Handtuch eingemummelt, aus der Dusche gehoben habe.

    Zum Dank gab es ein großes Stück getrocknete Lammlunge. Ich musste nämlich diesmal nicht anschließend das ganze Bad putzen.

    @Langstrumpf

    Stimmt, die Situation war nicht ungefährlich, aber es war nicht so, dass der, erst vor 3 Wochen kastrierte Jungspund, noch keine Erziehung genossen hatte. Er war zu der Zeit bereits völlig problemlos beim Schmied, beim Tierarzt und beim Verladen, hatte seine ersten Spaziergänge im zarten Alter von 6 Wochen, kam als Absetzer auf die Hengstwiese und wurde auch da regelmäßig von mir besucht, geputzt und geführt.

    Das war einfach Scheiße gelaufen, aber den Schuh, dass da von meiner Seite viel falsch gemacht wurde, werde ich mir da nicht anziehen.

    Bezüglich Führkette:

    Wurde mir bei meinem komplett rohen Dreijährigen auch empfohlen (suchte Anfangs auch sein Heil in der Flucht). Der war ja groß und stark, da muss man sich schon durchsetzen :klugscheisser:

    Wäre in einer Katastrophe geendet. Er hätte Panik bekommen und es hätte ausgesehen wie bei der Stute.

    Ist wie bei Hunden, ein Stachelhalsband bringt gar nichts, wenn das Tier keine Ahnung hat, was es überhaupt tun soll.

    Nur weil das Tier 700kg wiegt, ist man nicht „frei“ in der Wahl der Waffen….

    Eine Führkette, um den Nasenriemen des Halfters gewickelt, macht bei vernünftiger Anwendung keine Verletzungen. Die meisten Leute ziehen sie einfach durchs Maul und gehen damit los, das geht natürlich nicht.

    Ich hatte meinem Jungspund die Führkette in der Reithalle umgemacht und da einige Führübungen gemacht ohne dabei mit Gewalt vorzugehen, damit er sie in einer reizarmen Umgebung kennenlernte. Er hatte da null Probleme mit und es war für mich und ihn ein super Hilfsmittel.

    Meiner hatte im zarten Alter von 2,5 Jahren beim Spazierengehen mal die glorreiche Idee sich loszureißen um zu den Pferden zu rennen, die er in 500m Entfernung gesehen hatte. Nachdem ich ihn wieder hatte, sind wir zum Stall zurück, ich lieh mir vom Stallbetreiber, eine Führkette aus und wir haben erstmal einige Führübungen in der Halle gemacht. Die nächsten 2-3 Mal sind wir mit Führkette spazierengegangen. Das Ergebnis war, dass er sich nie wieder losgerissen hatte. Er machte zwar noch immer alterstypischen Blödsinn, blieb aber immer bei mir.

    Es kann so einfach sein, wenn man nur will.

    Ich verstehe immer nicht, wieso man, nur mit einem Stallhalfter ausgerüstet, mit einem Pferd was sich ständig losreisst, unterwegs ist.

    Es gibt Knotenhalfter, Trensen, Führketten und was weiß ich nicht noch alles an Hilsmitteln und die Leute gehen mit nem normalen Halfter los und gefährden sich und andere.