Chrissi,
kannst du den anderen Hund nicht abblocken, wenn er auf euch zugerannt kommt?
Ich mache das grundsätzlich, wenn mir jemand mit unangeleintem Hund, der nicht im Gehorsam steht, entgegen kommt und ich nicht ausweichen kann.
Auch bei angeleinten (Flexi-) Hunden, wo Herrchen/Frauchen unbedingt der Meinung sind, die müssen doch mal schnuppern, mache ich das, wenn auf meine Ansage nicht reagiert wird.
Ich nehme meine Maus hinter mich, und mache ein zwei stampfende Schritte nach vorn Richtung des anderen Hundes. Meistens bleibe die dann schon irritiert stehen. Dreht der andere Hund dann nicht ab, gibts noch ein lautes "Gschhhht mit nem Fußstampfer und Arme hochreißen. Spätestens dann ziehen die Hunde ab.
Da meine Maus leinenpöbelig ist, und recht territorial-aggressiv (aus Unsicherheit heraus) reagiert, kann ich nicht darauf warten, dass ein Hundebesitzer seinen Hund in uns reinpreschen lässt.
Und der nette Nebeneffekt ists noch, dass meine Maus immer mehr Sicherheit bekommen hat, und selten noch an der Leine rumprollt, weil sie gelernt hat, dass Frauchen die Sache regelt.
Wenn also alles Reden mir den Nachbar in eurem Fall nichts hilft, dann würde ich den Hund zunächst versuchen zu vertreiben, und so mehr Zeit zu gewinnen, umzudrehen, oder auszuweichen.
Ob das OA eingreifen würde, wenn du eine Meldung machst, weiß ich nicht. Die können vermutlich dem Halter nur mal ins Gewissen reden, solange es in eurer Gegend keine generelle Leinenpflicht gibt. Ist der Hund aber als aggressiv und nicht kontrollierbar bekannt, und es gab schon Vorfälle, dann könnte man eine Meldung in Erwägung ziehen. Aber nach deinen bisherigen Beschreibungen zu urteilen, scheint es sich um einen, ich sag mal, grenzwertigen Fall zu handeln.