Beiträge von Czarek

    Ich liebs einfach. Bei meiner Rasse muss man nicht ausstellen. Aber man sieht eben auch nur die Hunde, wenn man sie zeigt. Ich hab keine Möglichkeit auf einen Hundeplatz zu fahren und mir eine Meisterschaft anzuschauen oder auf die Coursingbahn zu gehen. Ich seh die Hunde im Ring (und außerhalb davon).

    Ich liebe den Wettbewerb. Ich liebe es mit meinem Hund als Team zu laufen, besser zu werden. Sich mit dem Hund zusammen zu entwickeln. Als Deckrüdenhalter steht ich auch in der gewissen Pflicht, ihn zu zeigen. Sonst nimnt den keiner, wenn ihn keiner kennt. Auf Ausstellungen knüpft man Kontakte. Geht hin, unterhält sich, fasst Hunde an, trifft Leute, fachsimpeln zusammen.

    Auf Facebook kannst dir 1000 tolle Bilder anschauen, aber man muss Hunde anfassen und laufen sehen, um zu sehen, was unter dem Haar ist. Ob die Schritte raumgreifend sind, ob der Hund balanced läuft, ob er nur hochgezogen wird oder ob er sich slebst trägt. Ob der Hund den ganzen Tag in der Box weggepackt wird und jammert oder ob er cool auf dem Tisch liegt und das Fußvolk wie ein König beobachtet. Welches Temperament er hat. Das muss man sehen.

    Und ich mag es auch Ringschreiber zu sein. Ich bin da in der priviligierten Position von ganz verschiedenen Profis ihre Meinung direkt zu beobachten und zu notieren. Jeden Gedanken zum Hund festzuhalten. Ich hatte Richter, die haben mich gebeten mitzugucken und die mir dann die Unterschiede und Begründungen für die Platzierungen erklärt haben. Richter, die sich als Ausländer nochmal rückversichert haben, wie bestimmte Eigenarten in Deutschland gehändelt werden. Macht man das paar Jahre, hat man einen sehr guten Überblick über die Entwicklung der Rasse und auch wie gerichtet wird.

    Man ist Teil eines Teams, das man teilweise vorher nicht kennt, und groovt sich ein. Man bekommt einen Blick hinter die Kulissen und man ist Teil davon, dass die Veranstaltung so überhaupt stattfinden kann. Dafür gibt man seine Freizeit auf, fährt weite Strecken, lässt seine eigenen Hunde zuhause und "tut sich das an".

    Und deswegen ätzt mich wirklich an, wenn sich da noch drüber beschwert wird, dass ein handgeschriebener Bericht nach 50 Berichten krakelig ist oder dass da Tippfehler drin sind. Oder wenn Aussteller sauer sind, weil sie noch 15min mehr warten müssen, weil die Papiere noch nicht fertig und sortiert sind. Und einige meckern auch dann wirklich blöde, wenn man am Ende vielleicht noch ein Kreuzchen falsch gesetzt oder vergessen hat, weil schon 20 Leute da stehen und drängeln. Gibt ja auch Leute, die das nicht seit 25 Jahren machen und die erst eingearbeitet werden müssen. Oder Leute, die nur 1x im Jahr am Ringtisch sitzen und wo es nicht so flüssig geht.

    Mit ein bisschen Verständnis für alle Seiten kann das eine ganz tolle harmonische Veranstaltung werden, wo jeder für sich was draus zieht. Oder man fährt am Ende durchgenudelt und mit dickem Kopf nach Hause, weil einige Aussteller meinen sich wie offene Hose zu benehmen und das einem total vermiesen können.

    Genauso ist es aber. Klassischer Sonntag xD Ist ja alles fürs Ehrenamt. Und zuhause sitzen die eigenen Hunde und wollen auch noch Beschäftigung und Ansprache, nicht zu vergessen.

    Bei mir mit dem Unterschied, dass ich noch oft genug mit Schreibmaschine da sitze und nichts korrigieren kann, wenn ich mich vertippe, etwas löschen soll, die Denkpause für mich ein Absatz war und ich keine Ahnung hab wie diese urzeitliche Maschine wieder zurück gestellt werden soll usw.

    Lustig, wenn sich da noch einer beschwert. Man fragt sich oft genug, wofür man den Sch*** eigentlich macht und seine Zeit hinblättert. Die, die sich beschweren, sitzen bestimmt nicht hinter dem Tisch und arbeiten ehrenamtlich für den Verein...

    was mich aber schon stört ist, dass es oft mehr Rechtschreibfehler als Zeilen gibt. Das ist manchmal schon wirklich komisch.

    Naja man steht unter Zeitdruck.. Ich hab Deutsch und Bio studiert und kann schreiben, ich schwör. Oder immerhin hab ich 2 Uniabschlüsse drin und die bescheinigen mir, dass ich lesen und schreiben kann. Aber bei 3-5min insgesamt pro Hund und dann noch Anwartschaften eintragen, für den Richter noch nebenbei das Richterblatt schreiben, evtl schon die 3 Seiten auseinander reißen, eintragen, dass gerade einer fehlt, dann quatscht dich einer von der Seite an, dann wird spontan im Ring der Platz gewechselt etc... Und es ist auch ein Unterschied, ob man täglich an seinem eigenen PC an seiner eigenen Tastatur ist oder ob man eine Schreibmaschine 3x im Jahr bedient und noch damit kämpft das Blatt einzuspannen und dabei fällt noch der Drehknopf ab. Alles schon gehabt.

    Mach einfach mal selbst. Dann siehst du das schon.

    Wieso sollten die kleineren Verbände das nicht übernehmen?

    Weil die Lizenz sehr teuer ist. So die Aussage, wieso wir beispielsweise noch über Macshot weiter arbeiten.

    Irgendwann hat sie dann verstanden meine Tipps anzunehmen und seitdem wurde alles besser.

    Das Problem mit anderen Hunden hatte ich nie bei meinen Hunden. Daher haben wir uns erstmal auf Trainer verlassen. Diese waren allerdings kernschrott.

    Das ist ja klasse, dass du kompetenter bist als alle bisherigen "kernschrotten" Hundetrainer. Immerhin wurde dann alles besser.

    Warum ein Boerboel? Welche Aufgabe hat er? Was fasziniert dich an dieser Rasse?

    Ich hab selbst einige Rassen, die mir gefallen und mit denen ich prinzipiell sehr gut klar käme und die ein heimlicher Traum von mir wären. Trotzdem muss ich die Umstände beachten. Meinen Partner, seine Kapazitäten, die vorhandenen Hunde und deren Charaktere und Vorlieben sowie die Gestaltung meines Alltags. Danach richtet sich meine Hundewahl.

    Wir mussten jahrelang Hunde trennen, wenn wir auf Besuch bei der Familie waren. Die Besuche waren, seitdem sie sich ihren unverträglichen bissigen Hund geholt haben, anstrengend. Dauernd trennen, dauernd aufpassen. Die Hunde mal tauschen, damit sie auch nicht nur weggesperrt sind. Das schlechte Gewissen, sie in diese Situation bringen zu müssen. Die Angst meiner Hündin, die sich von der Sofalehne nicht runter getraut hat, weil der Erzfeind, der sie gebissen hat, hinter der Tür sitzt.

    Und ich bin das gewohnt aufzupassen, ich hab intakte Hündinnen und einen Rüden dazu gehalten.

    Ich muss sagen, ich bin wirklich froh, dass deren Hund inzwischen verstorben ist und wir dieses jahrelange Trennen nicht mehr haben. Das hat zu Konflikten geführt zwischen den Menschen und zu einer dauerhaft angespannten Stimmung. Ich persönlich möchte das nicht mehr haben und vor allem nicht in meinem eigenen Haus und das auch noch alltäglich.

    . Bei deinem Hund vielleicht, aber an sich hat das nicht per se etwas miteinander zu tun

    Hast du den Satz davor nicht gelesen oder extra nicht zitiert?

    Ich kann da nur von mir sprechen

    Ich für mich mit meinen Begleithunden habe die Erfahrung in Bezug auf sportliche Leistungen so gemacht.

    Und ja, ich finde, wenn gar keine Interaktion nötig ist, weil der Hund absolut gar nichts anstellt, tatsächlich etwas "langweilig". Das ist dann der Punkt, wo ich über den nächsten Hund nachdenke :nicken: Über die nächste Großbaustelle xD

    @Helfstyna Ja und nein. Ich denke, es ist durchaus Konsens, dass es deutlich einfacher ist einen charakterlich und vom Trieb her ziemlich gemäßigten Hund "baustellenfrei" hinzubekommen (noch dazu ohne der Hundeflüsterer zu sein), als einen Hund der trieblich und sonst ziemlich Oberkante ist.

    Ich kann da nur von mir sprechen. Ich hab so einen absoluten baustellenfreien Hund im Alltag, seitdem er 2,5 Jahre alt ist, und war sportlich dann aber recht schnell an einem Punkt, wo er mir nicht mehr geben konnte, weil das, was im Alltag so angenehm ist, sportlich uns im Weg stand. Und ich wollte mehr. Man kann eben nicht immer beides haben.

    Deswegen sage ich auch manchmal "etwas langweilig". Weil so unauffällig und entspannt, dass ich stundenlang etwas tun kann, ohne ein einziges Mal mit dem Hund zu interagieren. Die läuft einfach perfekt nebenher.

    Ansonsten ist langweilig vielleicht negativ konnotiert, entspannt könnte man auch sagen. Man hat ein entspanntes Verhältnis. Und wenn ich mich beispielsweise in einer menschlichen Beziehung für etwas entscheiden muss, dann definitiv mehr für entspannt und vertraut als für kapriziös, aufregend und nervenraubend. Also eher der stete Beziehungstyp ohne Tellerwerfen und Dramen :tropf: Finden einige so richtig langweilig, so bleibt denn da die Würze...