Beiträge von Czarek

    Die TÄ fand auch, daß sie nach der Librela schlechter dasteht als davor. (und das innerhalb von 5 Tagen)

    Deswegen bleiben wir bei Metacam (wenn nötig) und kontinuierlicher Bewegung ohne Überanstrenung, zusätzlich gibt es noch Collagen etc

    Oh das tut mir aber leid.

    Wie reagiert sie denn auf Dauerschmerzmittelgabe? Fussel bekommt zb 1x die Woche Daxocox als Dauermedikation. Normales Schmerzmittel bei Bedarf war nicht mehr wirklich tragbar. Bzw der Bedarf quasi immer vorhanden.

    Dafür wartet man als tierischer Patient nicht 2-6 Monate auf einen MRT Termin :bindafür:

    Ich muss jetzt innerhalb eines Jahres zum 3. Mal ins MRT, vielleicht gibt's da Mengenrabatt :ugly: Aber zumindest zeitlich jedes Mal wieder ein echter Hammer (und währenddessen wartet man und die Behandlung stagniert und nichts passiert und die Schmerzen hören nicht auf :( :)

    Es muss sich ja nicht jeder den Schuh anziehen, wenn er einem nicht passt. Sinnvoller wäre es, seine eigenen Ressourcen so abzuschätzen und zu investieren, dass im Falle des Falles Geld nicht der entscheidende Faktor bei der Behandlung des Haustieres ist.

    Ich persönlich bin da in einer privilegierten Situation. Lebensumstände können sich aber auch ändern und ich verurteile da pauschal nichts.

    Ich persönlich finde es durchaus auch eine Möglichkeit, das Gesamtbild zu betrachten und dann mit dem Arzt abzusprechen, was finanziell auch möglich und für die Gesundheit des Tieres sinnhaft ist. Wichtig ist, dass das Tier nicht unnötig leidet, weil keine Kohle da ist. Dessen sollten sich die Besitzer bewusst sein. Aber ggf auch der Tierarzt in letzter Konsequenz.

    Ist doch gut, wenn Leute ihre eigene Lage einschätzen und Konsequenzen für sich ziehen, bevor es zum worst case kommt.

    Denke die letzten 2 Jahre haben ja gezeigt, dass es nicht unbedingt günstiger wird. Und das in fast jedem Lebensbereich.

    Aber was erwartest du heute anderes zu lesen?


    Ich finde es nicht gut den TÄ hier überhaupt solch schwierige Fragen zu stellen.

    Ähm bitte? Meine Meinung ist da durchaus klar. Und die Diskussion ist vielleicht in 2 Jahren auch etwas weitergewandert, oder meinst du nicht?

    Ich habe "dem" Tierarzt (welchem??) gar keine Frage gestellt. Ich habe damals Bonadea vor 2 Jahren eine Frage gestellt, die sie mir ausführlich beantwortet hat.

    Ich habe Futter von Wolfsblut, Bellfor und Royal Canin versucht

    Naja das sind ja nicht unbedingt medizinische Futter.

    Die Hündin meiner Freundin mit IBD kam mit royal canin veterinary Gastrointestinal längere Zeit gut zurecht.

    Meine eigene Hündin hat nach der Sepsis, wo gar keine Nahrung mehr rein ging und sie auf 50% ihres Gewichts abmagerte, auch nur mit dieser "Astronautennahrung" von RC wieder gestartet zu fressen. Ich habe damals den halben Fressnapf aufgekauft, um irgendwas zu finden, was sie annimmt. Mit diesem Mouse ging es, anfangs ein mini bisschen vom Finger geleckt. Nach und nach kam der Magendarmtrakt wieder in Gang. Das hat insgesamt 4 Monate gedauert, bis sie wieder normal fressen konnte, dabei ist sie diesbezüglich komplett gesund und ein richtiger "Müllschlucker". Aber da sieht mab, wie lange das dauern kann schon bei einem diesbezüglich eigentlich gesunden Hund.

    Wenn die lege artis nun beim Haustier aber so steigt, dass es auf Humanniveau ist, wird es eben auch extrem teuer.

    Mein Tierarzt beispielsweise gibt fürs Röntgen eine Spritze. Da wird nicht aufwändig beatmet, das dauert 10min. Natürlich könnte der Hund da auch krepieren. Die Wahrscheinlichkeit ist nur recht gering bei so einer leichten kurzen Narkose bei einem fitten jungen Hund.

    Zähne genauso, die werden gereinigt und gezogen, was faul aussieht. Möchte ich ein Dentalröntgen, muss ich in die Tierklinik. Die haben das Dentalröntgengerät überhaupt da. Die haben auch eine Onkologin und einen Augenfacharzt und und und. Mit einer simplen Augenentzündung muss ich aber mit dem Hund nicht zum Fachspezialisten. Da reicht es, wenn der normale Hausarzt einmal prüft, ob eine Hornhautverletzung vorhanden ist, und dann gibt er mir antibiotische Augentropfen mit. Anders wiederum sieht es aus, wenn ich eine EVCO Augenuntersuchung haben will. Da muss ich ja zu einem Arzt, der das machen darf.

    Am Ende kann man für jeden Hund individuell entscheiden, was für ihn nötig ist und was er braucht. Meinen jungen fitten unempfindlichen Rüden lasse ich anders behandeln als mein herzkrankes altes Ömchen oder meine bei Narkose etwas heikle Hündin.

    Außerdem bin ich neben der finanziellen Seite auch ein großer Fan vom Können verschiedener Ärzte. Meinen rustikalen Haustierarzt, der extrem viel Zucht macht, ziehe ich trotz der vielleicht nicht ganz so krassen Ausstattung der Klinik immer vor. Ich glaube, der könnte mit Augenbinde und mit Arm auf dem Rücken besser Kaiserschnitte operieren als jede top ausgestattete Praxis mit jungen unerfahrenen Ärzten. Weil er die Erfahrung und das Können hat. Dafür hat er bei anderen Bereichen kaum Berührungspunkte. Da schaue ich eben auch nicht aufs Geld, sondern gucke, wer mir am besten schnell helfen kann.

    Manchmal ist so ein Besuch beim teuren Facharzt dann auch trotzdem günstiger, als wenn ich x mal zum günstigen Dorftierarzt um die Ecke fahre, der an irgendwas herumdoktort, ohne die Ursache abzustellen und der jedes Mal nur ein neues Mittelchen verschreibt.

    Naja man kann die Tierarztkosten schon niedriger halten. Ich sehe da den Anspruch vieler Tierbesitzer, dass sie eben alles wie in der Humanmedizin haben wollen. Der Hund bekommt eine rundum Versorgung, Blutbilder, wird ins CT geschoben, selbst Kastration und Zahnsanierung wird komplett mit Inhalationsnarkose gemacht, mit Anästhesisten usw. Hunde, die Krebs haben, bekommen sogar Chemos, Prothesen, Orthesen, gelähmte Hunde bekommen Wägelchen, Schmerztherapien durch Spritzen, teilweise gibt es sehr komplexe OPs an unseren Haustieren, die gar nicht mal so super genesungsversprechend sind.

    Das will ich gar nicht bewerten, ich mache es mit meinen Hunden ja genauso. Und ich renne auch bei unklaren Wehwehchen zum Tierarzt und lasse meinen alten Hund auch im hohen Alter noch operieren, gebe Dauerschmerzmittel, rennt 4 wöchentlich zur Hundephysio, bekommt Unterwasserlaufbandtherapie usw. Ebenso wie ich als Züchter und Deckrüdenbesitzer wirklich jede vorgeschriebene und nicht vorgeschriebene Untersuchung hab machen lassen und auch meinen Käufern anrate, dass ein Sporthund geröntgt gehört, selbst wenn er keine Zuchtambitionen hat.

    Aber Fakt ist, das kostet. Und wer diesen ganzen "Luxus" haben möchte, der muss dafür eben auch tief in die Tasche greifen. Es wird sich wahrscheinlich in Zukunft fast jeder Mensch öfter überlegen, ob die ganz große Diagnostiktour sich rentiert oder ob Schmerzmittel reichen. Ob der uralte Hund nicht doch einfach durch seine Schmerzen früher eingeschläfert wird. Ob der Hund, der humpelt und sonst ganz normal sein Leben lebt, nicht einfach ab und zu weiter humpelt. Ob ein verkrebster Hund mit Tablettenchemo noch einige Wochen länger lebt oder nicht usw.

    Ich finde, das ist auch einfach ein Ding in Deutschland, weil die allermeisten Menschen hier gesetzlich versichert sind und meinen, dass mit ihrem Krankenkassenbeitrag alles abgegolten ist. Man sieht ja nie eine Rechnung. Dass das beim Hund genauso sein müsste, auch mit Vollversicherung.

    Die wenigsten hier sind privat versichert und müssen glatt mal eine 5stellige Summe vorstrecken. Oder streiten sich mit der Beihilfe, weil die sich weigert die 50% der Rechnung zu zahlen, auf denen man sitzen bleibt obwohl man doch vollversichert ist. Oder sie sehen, wie viel Geld es kostet für 3min ins MRT geschoben zu werden, weil die Rechnung erstmal nach Hause geht.