Beiträge von Czarek

    @Aoleon Ich verstehe das Bedürnis nach einem mittelgroßen Hund. Ich habe auch lange überlegt, ob Groß oder Klein, hab mir beide Arten angeschaut...
    Ich finde es aber recht einfach einen KP am oberen Endmaß zu finden. Ich hätte statt meiner Hündin mit so Ca 40cm Endmaß auch einen Rüden nehmen können, der die 45cm sehr wahrscheinlich knacken wird und fast zeitgleich gefallen ist.
    Und das auch noch bei Mehrfarben, also bei Einfarbigen sollte es noch leichter gehen, allein schon wegen der Menge an Züchtern.
    Aber mir kam es auf 5cm nicht an. Ich mag meine Züchterin, da hat alles gepasst, ich mochte einfach alles drumrum. Und dann hab ich auf 5cm mehr oder weniger gepfiffen.
    Meine Güte, ich stehe auch auf große Männer und hätte lieber, dass mein Mann 185cm statt 180cm groß ist. Aber deswegen hab ich ihn damals auch nicht weggeschickt.

    Also tatsächlich: ich finde, da wird ein erstaunlich großes Bohei drum gemacht.
    Wir haben aber im Verein bei uns auch einen Mittelpudel und man sieht schon den Unterschied. Nichtsdestotrotz ist das ein netter toller Hund. Und die Züchterin für Mittelpudel ist ja auch eine ganz nette und macht das ganze Aufzuchtdrumrum gut.
    Zu dem Zuchtkram kann ich nicht viel sagen, da hab ich einfach nicht den Plan wie andere Leute hier. Mir wäre beim Mittelpudel der Genpool zu klein, sonst wäre er auch für mich interessant gewesen. Das alles zu durchblicken ist natürlich auch nicht so einfach, gerade als Rasseneuling.

    Beim Doodle finde ich schon, dass man da recht schnell mit ganz wenig Ahnung schauen kann, was das so für Züchter sind. Die genannten HPs sind ja gute Beispiele dafür.
    Ansonsten kann ich halt dem ganzen Designerdog recht wenig abgewinnen. Ich sehe es wie andere auch- wenn es gut aufgebaut wäre, dann würde ich da schon für sein. Aber wenn man sich auch ein paar Vereinigungen anschaut wie den ALFA beim AL, dann sollte man auch mal das Kleingedruckte lesen und aus so einer Zuchtstätte mit der Luschi-Ordnung hätte ich auch nicht gern einen Hund, weil da auch so viel Quatsch drin steht.

    Ein anderes Beispiel für den Designerdog ist zB der Puggle meines Bruders. Ich habe schon echt hässliche Puggles gesehen, aber der ist genau das, was ein Puggle sein soll. Ein gesünderer zurückgezüchteter Mops, gesund, vital. Den hätte man dann aber nicht für 2000Euro verkaufen sollen, sondern alle so lange behalten oder in Zuchtmiete geben müssen, bis man erkennt: Jau, der kann in die Zucht, der hat, was wir brauchen.
    Sowas tut man aber nicht, das ist teuer und bringt kein Geld ein.

    Und wenn ich letztendlich einen ungetesteten Hund irgendwo her haben möchte, dann macht man das, was ich getan habe: man holt sich einen Mischling für wenig Geld vom Ups-Wurf ein paar Häuser weiter. Den nenne ich dann aber nicht Jacky Tzu, auch wenn ich mir in Amerika für 80 Dollar Papiere von si einem Verein drucken lassen kann. Da wäre dann sogar ein schöner Stempel drauf. Es ist und bleibt ein Mix, den ich sehr liebe, aber wo ich einfach genommen habe, was auf mich zukam - mit allen Vor- und Nachteilen und allen Überraschungen.

    @Czarek klar müssen andere Hunde auch frisiert werden, hatte ich auch schon erwähnt ;)
    Da ist halt die Frage ob man überhaupt langhaarige Hunde braucht (da es ja in den meisten Fällen nur für die Optik des Menschen ist). Das gleiche gilt dann natürlich auch für das Ohrhaarzupfen wie @MelanieR schon erwähnt hat, man könnte auch fragen warum man das überhaupt so züchten muss

    Also ich wollte eben einen nicht-haarenden Hund. Das geht eben nur so.
    Die Argumente liegen auf Hand:
    - Hund haart nicht, ich hab keine Haare auf der Kleidung
    - Hund löst bisher bei keinem Allergien aus (Meine beste Freundin hat eine Hundehaarallergie und reagiert auch trotzdem schlimm auf meinen Trimm-fähigen Hund, der auch wenig haart, beim Pudel nicht - somit hab ich einen Hundesitter mehr)
    - Hunde ohne Unterwolle riechen weniger
    - mir macht das Waschen nichts aus, ich würde auch einen Schäferhund alle paar Wochen in die Wanne tun, wenn der mit ins Schlafzimmer darf
    - ich kann mir den Hund frisieren, wie ich Lust habe
    - ich empfinde das waschen und Kämmen als Qualitätszeit und mir macht das Spaß

    Also ja, ich finde schon, dass es langhaarige Hunde geben sollte.

    Bei den Pudeln ist der Gesamtaufwand zum frisieren aber natürlich sehr hoch, außerdem kommt regelmäßig der Rasierer zum Einsatz (der ist laut und kann vorne heiß werden), an der Nase werden die Tasthaare mit abrasiert und in den Ohren wird das Fell traditionell ausgerupft statt geschnitten. Oft wird auch noch gewaschen und gefönt, alles in allem dauert so eine Session doch gerne mal eine Stunde oder länger, ich denke so richtig begeistert ist doch bestimmt kaum ein Hund von.
    Aber natürlich ist das alles ein anderes Thema und hat mit Doodle ja/nein ja eigentlich gar nichts mehr zu tun.

    Abgesehen von all den Sachen, die so nicht ganz korrekt stimmen...:
    Doodle-Besitzer müssen das auch.
    Ein Doodle (und zwar der, den alle haben wollen: wuschelig, wellig, langhaarig, nicht-haarend) macht mindestens genau denselben Aufwand. geringere Fellpflege ist also echt kein Argument pro Doodle.
    Der muss auch gebadet, geschnitten oder rasiert, geföhnt werden, evtl sogar noch getrimmt (das kann dauern..), die Ohrenhaare werden entfernt, die Krallen und vor allen die Haare zwischen den Zehenballen müssen geschnitten, das Poloch muss frei gemacht werden werden usw.
    Das ist nunmal so, wenn man keinen kurzhaarigen Hund hat. Ob ich jetzt einen Pudel, einen Shih Tzu, einen Terrier, einen Havaneser, einen Maltipoo oder einen Goldendoodle habe - die müssen auch mal geschnitten werden.
    Sie müssen lernen ruhig auf einem Tisch zu stehen, sie lernen idealerweise schon in der Welpenstube, was eine Schermaschine ist oder dass sie überall angefasst werden, sie lernen gebadet zu werden, dass da eine Schere evtl auch an empfindliche Regionen kommt und was noch alles.

    Das sollte aber jeder Hund können. Ich nehme an, dass so gut wie jeder Hund, der so eng mit seinem Menschen zusammen lebt, mal gebadet wird. Oder auch, das er ordentlich auf einem Tisch steht (und wenns nicht der Friseur ist, ist es der Untersuchungstisch beim TA) und dass kein Hund ausrasten oder in Panik verfallen soll, weil da mal was brummt, ein Fön angeht oder eine Schere zum Einsatz kommt (wie zB auch beim TA, wenn da Fäden gezogen werden). Das gehört so oder so dazu.

    Und gerade die Leute, die diese Hunde züchten, richten ein großes Augenmerk darauf, dass die Hunde das seeehr früh lernen. Mein Pudel zB lag schon mit 3 Wochen schlafend rum und einmal wurde kurz die Schermaschine angemacht, dann war das Brummen später nicht so schlimm. Der ist jetzt 14 Wochen alt und alles, was mit Pflege zu tun hat, nimmt der so dermaßen cool hin. Der hat maximal keinen Bock, weil es eben ein Welpe ist und alles, was nicht in 5min vorbei ist, langweilig wird.

    Bei meinem Shih Tzu-Terrier-Mix wusste ich das nicht. Bei dem hatte ich eben lange genau die Probleme, von denen du sprichst. 1. weil da nie einer drauf geachtet hat und 2. weil ich einfach nicht wusste, was da auf mich zukommt.
    Wichtig ist eben, dass auch die Doodle-Leute sich des Aufwandes (der nun echt nicht so groß ist...) bewusst sind und dass auch die Züchter das als nicht so unkompliziert und selbst erlernend darstellen. Nur was ich inzwischen sehe, ist: "Naturfrisur" = ungepflegt und filzig. Weil das muss so.

    Wenn man darauf keinen Bock hat, sollte man sich gar keinen Hund holen, der über Stockhaar hinaus geht. Auch bzw. erst recht keinen Doodle.

    ..und schaut man sich die Bilder weiter unten von dem "Modelhund" an, dann ist das wahrscheinlich genau das worüber sich Frisurgegner aufregen.
    Für mich persönlich käme überhaupt kein Hund mit langem Fell in Frage, zum einen weil ich es optisch nicht ansprechend finde und zum anderen weil ich das Gefühl hätte mit der vielen Fellpflege sowohl mich als auch den Hund zu kasteien. Aber das ist natürlich wieder ein anderes Thema.


    Ich finde das ist eine wichtige Frage die man sich auf jeden Fall auch als VDH Freund stellen sollte.Selbst wenn der Verein sich um viele Dinge zur Gesunderhaltung in der Zucht bemüht, bei vielen Rassen werden dennoch Qualzuchtmerkmale nicht nur durchgewunken sondern auch noch mit Schleifen behängt.
    Dies betrifft die brachyzephalen Rassen genauso wie Riesenrassen, Schäferhunde oder z.B. den Basset.

    Die Frage muss also erlaubt sein, ob es denn wirklich mit sämtlichen Gesundheitszeugnissen immer so mit rechten Dingen zugeht, bzw wie viel sie wert sind, wenn dort selbst Hunde mit offensichtlichen Qualzuchtmerkmalen in die Zucht gehen dürfen.

    Du weißt schon, dass das wirklich nur ein Modell ist? Also eine Atrappe?
    Wie beim Menschenfriseur diese Frisierköpfe für Lehrlinge?

    Wieso sollte sich jemand über eine Atrappe aufregen?

    Ich kann nur sagen: bei all den Züchtern, mit denen ich gesprochen und telefoniert habe im letzten Jahr hat keiner, wirklich keiner gefordert, dass eine Showfrise Pflicht ist. Was sie wollten war genau das, was @yane schon schrieb: dass die Hunde so gepflegt werden, dass Filzplatten nicht entstehen.


    Und wenn ich mich so umsehe, sehe ich tatsächlich viele Hunde, die ungepflegt sind. Ob nun der Labbi mit unbehandelten Hotspots, der Golden, der haart und stinkt wie Sau, den Wolfsspitz mit Tonnen an unausgebürsteter Unterwolle, den Westi mit den Abszsessen im Maul, die Havaneser, die nur noch auf Fell laufen Start dass ihnen mal jemand die Pfoten stutzt, oder eben die ganzen süßen Wuschels mit Filzplatten und Zeug im Fell, die nur noch rausgeschnitten werden können.

    Da sehen die Doodles und besonders die bodennahen Poos mitunter am schlimmsten aus! "Naturlook" hat halt rein gar nichts damit zu tun, dass man diese pflegeintensiveren Hunde weder wäscht noch kämmt.
    Und wie schon einmal gesagt, jeder Hund mit längeren Haaren braucht ein bisschen mehr Pflege. Und ich habe bisher halt auch keinen einzigen Doodlepoo außer @danimonsters gesehen, die überhaupt gesund gepflegt aussahen. Ob nun Pudel oder Doodle ist da recht egal.

    Für mich ist sehr klein bis 25cm, klein bis 35cm und mittel so 35-max 50cm.
    Hunde über 50cm und über 20kg würde ich als groß bezeichnen ;) dementsprechend gehen die Meinungen da auch schon auseinander.... Einen Hund mit 25kg und über 50cm würde ich zB wirklich nicht mehr als mittelgroß bezeichnen. Also würde allein hier schon die Hälfte der Hunde für mich durchs Raster fallen.

    Ich finde schwierig zu definieren, was mittelgroß ist. Mein Terriermix wiegt bis zu 8kg und ist rund 28cm hoch. Sie ist echt breit, hat kurze stämmige Beine und ist recht lang.
    Der Pudel wiegt dann ausgewachsen vielleicht 9 bis max. 10kg, soll aber 40-42cm haben.
    Habe ich dann einen kleinen und einen mittelgroßen Hund? Oder zwei mittelschwere? Oder wenn das Maß ab 10kg beginnt, habe ich zwei kleine Hunde, obwohl der eine fast kniehoch ist?

    Ich wollte diesmal einen etwas größeren Hund, vor allem weil ich die Nachteile ganz klar sehe, die @AnnaAimee oben aufgezählt hat. Kleine Hunde werden schnell übersehen, nicht ernst genommen, die Tutnixe rennen in einen rein, das Trainieren ist teilweise anders (allein wegen dem Abstand zur Führhand) usw.
    Ansonsten finde ich kleine und auch Toy Hunde einfach nur klasse. Handlich, praktisch, überall tolerliert, günstig, gut unterzubringen...

    Ich mag eigentlich auch richtig große Hunde. Aber ich habe nicht die Umstände, dass ein großer Hund hierhin passt. Weder in Kombi mit meiner vorhandenen Hündin noch im zweiten Stock, im Kleinwagen usw.
    Deswegen ist hier auch ein Hund mit Mittelmaß eingezogen.

    Also für einen Pudel würde ich mich nicht entscheiden, weil das Aufbrezeln der Tiere mich einfach abstößt.

    Und hier klatscht meine flache Hand immer wieder gegen meine Stirn.

    Ich glaub, hier kommt nichts mehr. Alles ist gesagt. Wer nicht verstehen will, wird nicht verstehen.