Beiträge von Czarek

    Ich finde es total toll, wie du das mit deinen Hunden machst und ich hoffe, du nimmst mir die folgende Aussage nicht übel

    Wieso sollte ich das übel nehmen.

    Ich seh es ja genauso und würde es mir anders wünschen.

    Ich selbst bemühe es anders zu handhaben.

    Zumal ich so ein bisschen vom Fach bin und die Zuchtauswahl auch unter anderen Punkten kritisch sehe.

    Bei meiner Rasse werden beispielsweise Rüden ab 12 Monaten zuchttauglich geschrieben. Und die decken sich die Lunte wund. Da frag ich mich auch, was soll der Hund vorweisen, das halbe Kind. Der ist doch weder charakterlich noch körperlich ausgebildet.

    Was hab ich davon? Als mein Rüde 12 Monate alt war, hätte ich den decken lassen können ohne Ende. Da war der grad mal 2 Monate richtig stubenrein.

    Nun ist er 2,5 Jahre alt, ich hab ihn freigegeben, er ist körperlich und geistig entwickelt, vollumfänglich untersucht, hat die BH, ist C.I.B. und Multichampion, im Sommer machen wir den Wesenstest für die Besuchshundeeignung, aktuell sind wir im Urlaub und wandern teils alpine Pässe, nach dem Besuchshundeausbildungkrams geht's wieder zurück auf den Hundeplatz.

    Und nun kommen die erste Fragen: Wieso hat der noch nicht gedeckt, was ist mit dem los? Hat der was? Will den keiner? Wieso kann man noch nicht sagen, ob er decken kann?

    In meiner Rasse ist der schon scheel.

    Da läuft an so vielen Punkten was falsch, das kann ich gar nicht alles aufzählen. Dazu zählt auch beispielsweise keine Beschränkung der Deckakte, wie oben erwähnt keine Nachzuchtkontrolle, die Wesensüberprüfung bei der ZZL ist hier in Deutschland ein absoluter Witz (und selbst da gab's Hunde, die haben keine ZZL bekommen, weil sie sich nicht einmal anfassen lassen, aber in die Zucht sollen...), es gibt nicht mal die Pflicht den Hund 2x mit einem SG auszustellen, mein Antrag auf HD als Pflichtuntersuchung oder das GentestPaket als Pflicht ist abgelehnt worden usw usf.

    Und vom Wesen her gibt es in meiner Rasse so einige Hunde, da hätte ich lieber keinen Hund als solche.ubd dann gibt's welche, die sind so weit weg vom Standard oder züchten genetisch so ne Grütze zusammen, dass der Hund ein gutes Wesen haben kann, aber eben auch nichts für mich wäre.

    Zum Glück gibt's auch die Züchter, die sich richtig Mühe machen. Oder auch mal sagen: ne der ist nix für die Zucht aus dem oder dem Grund. Nur schön sein reicht eben auch nicht. Und in meiner Rasse sind viele nicht mal nah am Standard schön.

    Und was ist ein gutes Wesen? Im Standard steht:

    Dieser Hund ist bekannt für seine Loyalität und Lern- und Dressurbarkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Begleithund macht.

    Was soll das jetzt sein? Rest kann man sich denken. Der Großteil, wie ich mir meine Rasse vorstelle, dieser Esprit, diese Lebensfreude und Leichtigkeit, der Witz und die eigene Klugheit, das Überschwängliche, die Aristokratie und Eleganz, das Temperament, das ist da alles nicht drin in der Beschreibung.

    Komisch, wieso kenn ich so viele Jagdhunde, die jetzt auch 1500 oder 1800 gekostet haben.. Sind ja auf dem Land, kenne einige Jagdhunde. Die kosten auch keine 900Euro mehr. Selbst die nicht mit Papieren gezüchteten Jagdhunde sind bei 7-800Euro. Und die haben nicht mal nen blauen Pass, da reicht der gelbe, denn den blauen Heimtierausweis muss man 30Euro extra bezahlen. Die leben auch draußen im Zwinger.

    Wenn ich eins in den Jahren im Hundesport, Besuchshundedienst, auf Ausstellungen usw gelernt habe, dann dass ein Hund so gut ist wie ein Mensch bereit ist Arbeit reinzustecken.

    Ob nun BH, Showchampiontitel oder auch Umweltsicherheit. Es liegt gerade beim Begleithund sehr viel am Halter. Nimmt er seinen Hund oft mit? Kennt der dadurch den Trubel? Ist er nur niedlich und süß oder kennt es zu denken oder gar sportlich gefördert zu werden?

    Also so ein Test sollte am rohen Hund stattfinden.

    An sich hat man doch auch als Käufer die Möglichkeit an guter Stelle einen Hund zu kaufen. Zum Beispiel drauf achten, dass der Hund, wenn er sonst schon keine Arbeitsprüfung ablegen kann, wenigstens vielleicht paar mal ausgestellt wird. Oder vielleicht tatsächlich doch zumindest eine BH hat. Oder man die Mutter sich mal im belebter Umgebung anschaut. Sich die Nachzuchten des Rüden anschaut.

    Ein weiteres Problem ist nämlich auch die Nachzuchtkontrolle. Wie die Eltern sind, das ist eine Sache. Da muss man sich auch schauen, was bei Verpaarungen raus kommt. Ob ein Rüde das vererbt, was man sich so wünscht. Denn Züchten ist nicht 1+1, das muss man sich immer wieder klar machen. Es ist trial and error.

    Es fehlt auch an diesem Treffpunkt. Gebrauchshunde schaut man sich auf einer Jagd an oder auf dem Hundeplatz oder bei einer Dummyprüfung. Für Begleithunde gibt's maximal Ausstellungen. Und sorry, aber das ist ein Setting, wo es nicht mal möglich ist die Hunde während des Wettbewerba frei herumlaufen und interagieren zu lassen.

    Und Nachzuchtkontrolle gibt's ja auch bei allen Begleithunden nicht. Die meisten Nachzuchten entschwinden einfach. Und zwar nicht nur in Hinblick auf Gesundheitsergebnisse, sondern auch auf Charakter. Dann muss man sich nur verlassen auf die Aussage der Züchter. Da kommt oft sowas wie "jaja, die sind alle ganz lieb geraten und lieben Kindern". Oder sowas indifferentes eben. Selbst die Züchter haben oft keinen direkten Kontakt zu den Besitzern mehr und können da nichts genaues sagen. Sowas sie eine Nachzuchtgruppe gibt es ziemlich selten. Und selbst wenn, dann ist das ja wieder show.

    Jeder der Hunde ist OP versichert. Das hat sich (leider) auch sehr gelohnt für mich. Die anderen Dinge kann ich zum Glück aus der Portokasse bezahlen, auch wenn es aktuell recht viel ist. Alles, was im Monat übrig bleibt, geht auf ein Sparkonto bzw wird teilweise angelegt. Von dem Sparkonto gehen auch sonst alle besonderen Ausgaben ab. Ein extra Hundekonto habe ich nicht.

    Ehrlich gesagt geb ich so viel Geld für meine Hobbys mit den Hunden aus, dass ich das direkt einstellen könnte und da ordentlich was übrig bleibt für eine notwendige medizinische Versorgung.

    Ansonsten gibt's für mich noch die Möglichkeit schnell an Geld zu kommen durch Kreditkarte oder Darlehen, wenn es hart auf hart kommt.

    Als Züchter braucht man natürlich ein bisschen andere Rücklagen, wenn da mal was unter der Geburt oder mit dem ganzen Wurf passiert oder einen Hund zurückkauft oder den Deckrüden bezahlen will oder oder. Also da sollte Geld vorhanden sein.

    Unser Terriyaki geht morgen zu den Schwiegereltern in den Urlaub. Das wird der erste Urlaub seit 7 Jahren ohne sie.

    Ich bin gespannt, ob sie überhaupt wieder mit uns mitkommen möchte, wenn wir sie wieder abholen xD Sie wird da tierisch verwöhnt und ist die Königin.

    Mit knapp 14 und kastriert will sie immer noch nicht ihr Trimmfell ablegen. Also hab ich sie wieder schick gemacht. Das geht nur noch mit fliegenden Fingern und an guten Tagen.

    In kräftiger Farbe und mit kurz geschnittenem Gesicht sieht sie gleich 5 Jahre jünger aus. Und sooo niedlich in ihrem riesigen Körbchen. Der Kringelhund :herzen1:

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Gerade wenn man sich Kaninchen anschafft darf man bei so Preisen tatsächlich nicht schlucken und schon überlegen ob die Grenze erreicht ist oder nicht.

    Keine Ahnung, ich weiß nichts über Kaninchen, würde sie mir als Haustiere nicht holen und finde sie auch nicht spannend. Ich kenne es noch aus meiner Zeit mit meinen Reptilien, da habe ich auch viel Geld da gelassen für Kotproben usw, die eben ein Mehrfaches kosten von dem, was das Tier an sich wert ist.

    Man muss aber auch bedenken, dass nicht jeder bereit ist für so ein günstiges Tier, das man überall neu bekommt, so viel Geld auszugeben. Gerade hier auf dem Dorf. Da sind die Bauern nicht mal gewillt ihre Kater zu kastrieren geschweige denn für ein Kaninchen einen 3-4stelligen Betrag auszugeben. Hier wird das Kaninchen eben getötet, wenn es leidet. Da wird nichts behandelt. Und Hasen hält man zum Schlachten.

    Deswegen fand ich stark, dass sich trotzdem gekümmert wurde und da Verantwortung übernommen wurde.

    Ob die Tierärztin jetzt gut war oder sonstwas, weiß ich nicht. Das war die einzig erreichbare Tierärztin in der Nähe, weil die Tierklinik 2021 Notdienst aufgegeben hat und die nächste Klinik 1h weg ist..

    Ich finde durchaus, dass man überlegen kann, wo die eigene Grenze ist.

    Meine Nachbarin hat Sonntag ein Kaninchen geholt. Das andere ist über die Absperrung gehüpft, Cut über den ganzen Rücken, Haut klafft auf von Hals bis Po.

    Sie völlig fertig, ich fang das Tier ein und mache ihr klar, dass das auf jeden Fall behandelt werden muss oder das Kaninchen eingeschläfert werden muss. Egal wie, so kann es nicht bis zum nächsten Tag bleiben, es muss jetzt was passieren.

    40min versucht den Notdienst zu erreichen. Dann endlich wen erreicht und wir sollen in 1h vorbei kommen.

    Auf dem Weg mache ich ihr klar: das kann richtig teuer werden. Das Kaninchen hat 15Euro gekostet. NotOP Sonntag Nacht mit Versorgung und allem... Hab so 4-500Euro geschätzt. Plus Nachversorgung. Wenns überhaupt was zu retten gibt.

    Da schluckt man schon ziemlich. Ist einfach im Verhältnis richtig viel Geld. Und man hat das Tier erst an dem Tag geholt, man hat da noch keine Bindung dazu.

    Nach ganz vielen Tränen noch im Auto die Aussage: ich bin es ihm schuldig, ich habs geholt, ich bin dafür verantwortlich. Was auch immer es kostet, wenn wir es retten können, soll der Tierarzt es versuchen.

    Am Ende war für die eine Nacht 350Euro fällig, was ich ziemlich human fand. Ich fand die Aussage auch stark. Aber ich hätte ehrlich gesagt verstanden, wenn man in dem Moment gesagt hätte, lass es erlösen.

    Aber dass wir diese Nacht noch los sind, das war das wichtigste an der ganzen Sache. Das war der Besitzerin aber nicht so ganz klar. Handeln jetzt sofort, nicht erstmal das Tier leiden lassen. Und so Situationen gibt es leider, da kann man nicht warten.