Beiträge von Sus.scrofa

    Bei uns wechselt das Nassfuitter zwischen Marken und Sorten nach jeder Dose wild durcheinander ohne Probleme. Auch das Trockenfutter wird nach jedem Sack gewechselt. Mit der Wechselei habe ich schon zu Welpenzeiten angefangen. Damals gab es öfters mal leichten Durchfall. Das hat schon eine Weile gedauert, bis sie da "abgehärtet" war.

    Bei uns hatte es konkrete Gründe:

    1. Möchte ich nicht, dass mein Hund jahrelang dasselbe Futter bekommt, weil ich mir denke, dass dann die Gefahr einer Über- oder Unterversorgung bestimmter Bestandteile höher ist, als wenn man regelmäßig wechselt.

    2. Bin ich unter der Woche viel unterwegs und möchte gern in jedem Bundesland und in jeder Stadt das Futter kaufen können, was im Zooladen steht. Ich habe wenig Lust, jedes Mal kiloweise Futter mitzunehmen.

    3. Sehe ich, dass dem Hund die Abwechslung gefällt. Heute gab es z. B. Buddys Cuisine Lachsliebe. Roch total anders als andere Sorten - nach Lachs und Rucola - und man merkt sofort, dass der Hund ganz wild wird und sich sehr für die neue Geschmacksrichtung interessiert, wenn man nur schon die Dose aufmacht. Ich wollte auch nicht jeden Tag das gleiche essen.

    Bei den ersten beiden Hunden nicht, beim dritten schon. Wie so vielen anderen hier ist mir inzwischen wichtig, den Hund über längere Zeit tragen zu können. Daher sind 15 Kilo meine absolute Obergrenze. Ich selbst wiege je nach Saison 55-60 Kilo und musste meinen 35 Kilo Hund unter Kortisonbehandlung ca. 10 Mal täglich zum Pieseln aus dem ersten Stock und wieder zurück tragen. Braucht kein Mensch. Und ich finde es gut zu wissen, in Notsituationen den Hund auch aus dem Wald tragen zu können.

    Als kleiner Nebeneffekt haben mich die Annehmlichkeiten eines kleineren Hundes im Hotel, Auto und generell im Alltag inzwischen durchweg überzeugt. Mir kommt nix großes mehr in die Bude.

    Und noch zu deinen Überlegungen zum neuen Hund:

    Ich habe nach dem ersten Hund, der sehr früh starb, aus Anstandsgründen immerhin 3 Monate bis zum nächsten gewartet. In den drei Monaten war ich dauernd krank, was völlig untypisch für mich ist, und teilweise unausstehlich für meine Mitmenschen. Als der neue Welpe kam, hatte ich extremen Welpenblues und hätte die kleine Mistkröte am liebsten zurück gebracht.

    Nach dem zweiten Hund wollte ich aufgrund der 18-monatigen Horror-Krnkengeschichte gar keinen mehr und hatte 4 Tage nach ihrem Tod mehr oder minder unfreiwillig durch einen blöden Zufall wieder einen Welpen. Ganz ehrlich: Das beste, was mir je passiert ist. Bin nach wie vor der Meinung, das es irgendwie unmoralisch und krank ist, sich nach so kurzer Zeit einen neuen Welpen zu holen, aber nachdem ich es einmal erlebt habe, würde ich es jederzeit wieder so machen. Der Alltag hat sich quasi gar nicht verändert, man musste nicht die ganzen Hundesachen in den Keller räumen, man bekam wieder einen Hauch Normalität und Lebensfreude nach der sorgenvollen, stressigen Zeit.

    Ich finde, wenn ihr einen Hund bis zum bitteren Ende begleitet und alles für ihn getan habt, kann euch niemand verurteilen, wenn ihr euch zeitnah einen neuen Vierbeiner holt.

    Oh mein Gott. Mir ist gerade total das Herz in die Hose gerutscht, als ich hier auf der letzten Seite die Beileidsbekundungen las. Tut mir schrecklich leid für dich und Tamy! Ich habe in den letzten Tagen viel an euch gedacht, weil eure Situation so schrecklich ähnlich zu meiner vor 3 Jahren war und ich mich so daran erinnert fühlte. Jetzt bin ich fast dankbar, dass meine Hündin immerhin 6 werden durfte, bevor sie den Mist bekam. Aber gerade im Rückblick auf meine damalige Situation, bin ich sicher, dass du richtig gehandelt hast. Es ist nicht immer im Sinne des Hundes, alles mögliche zu versuchen.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit. :( :

    @zeus2012

    Das Verhalten ist ja auch angeboren! Weil über viele Generationen hinweg diejenigen Tiere vermehrt zur Fortpflanzung gekommen sind, die sich vom Menschen fern gehalten haben. Also wird sich irgendwann im Genpool die Eigenschaft "Angst vor Menschen" angereichert haben, weil die Tiere, die keine Angst hatten eben meist nicht mehr oder nur selten zur Fortpflanzung gekommen sind. Ihre Gene sind also mit der Zeit verschwunden. Man sehe sich mal unsere Hunde an, wo das ja noch extremer ist. Da sind Wölfe selektiert worden, die besonders zahm und kooperativ waren und später dann noch weitere Eigenschaften, die zu den Rassen geführt haben.

    Wenn man gezielt Wölfe tot schießt, die keine Scheu vor dem Menschen zeigen, sorgt man also schon mal auf lange Sicht für eine Selektion auf menschenscheues Verhalten. Auf kurze Sicht funktioniert das aber auch schon, weil Wölfe und andere Tiere durchaus erkennen, wenn einem Artgenossen etwas passiert ist. Deswegen wartet man z. B. als Jäger immer erst mal eine Viertelstunde nach dem Schuss, bevor man zum toten Wild geht, damit die anderen den Menschen nicht mit dem plötzlichen Ableben ihres Artgenossens in Verbindung bringen und dann möglicherweise dauerhaft den Platz meiden. Beim Wolf würde man das eben andersherum handhaben. Die sollen ganz genau mitbekommen, dass der Mensch verantwortlich ist für Tod oder Schmerzen. Der beschossene lernt die Lektion sowieso, aber auch die Rudelmitglieder nehmen da was mit. Das ist die Intelligenz der Gruppe. Deshalb sind Wildschweine so erfolgreich. Man schießt eins tot und die anderen sind um eine Erfahrung reicher.

    Das jetzt nur mal in der Theorie. Nicht dass noch jemand denkt, ich wolle auf einen Wolf schießen. Und die Sache mit der Bejagung ist auch gar nicht so einfach, da der Wolf nicht mehr dem Jagdrecht unterliegt. Der geht die Jäger jetzt quasi nichts mehr an. Sollte man sich eines Tages zu einer Regulierung durch ringen, müsste man 1. die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Jäger wieder schaffen und 2. Jäger finden, die bereit sind, den Job zu machen und damit Leib und Leben zu riskieren (nicht durch den Wolf, sondern durch Ökoterroristen und militante "Tierschützer"). Bis dahin wird man den Abschuss über Regierungsbeamte (oder ultraanonyme KSK-Einzelkämpfer, die gar keine offizielle Identität haben :D ) regeln müssen, oder was auch immer Vater Staat sich dann ausdenken wird. So eine Art Zeugenschutzprogramm für "Jäger mit Wolfs-Entnahme-Hintergrund" wäre vielleicht auch nicht schlecht. :xmas_popcorn:

    Nur ganz kurz, da ich im tiefsten Hunsrück sitze und aufm Handy tippen muss.

    Falls das Autoimmun ist, hatte meine das auch. Damals Klinikaufenthalt mit Vincristin Infusionen, und sowas was Transplantierte bekommen, damit das Organ nicht abgestoßen wird. Atopica? Weiß nicht mehr, die bekam so viel. Ihr lief allerdings bei Diagnosestellung das Blut schon aus allen Körperöffnungen raus. Ist nach der Behandlung auch ohne Medikation nie wieder aufgetreten. Also Kopf hoch!

    Wir drücken weiter.