Der ist aber auch hoffnungslos unterernährt, oder - also jetzt mal neben züchterischen Aspekten?
Beiträge von Sus.scrofa
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Auch nicht sooo viel besser (im Sinne der Qualzucht!) als die FB.....
Und wenn Jagdtrieb nicht erwünscht ist, auch nicht immer ohne. Ich kenne welche, dagegen ist mein Cocker ein jagdlicher Rohrkrepierer. Eine Hündin rennt sogar kilometerweit hinter fliegenden Kranichen her.

Kenne auch einen, der diesbezüglich gar keine Ambitionen hat, aber kann man sich halt nicht drauf verlassen.
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Morgens: 0 km (Garten)
Abends: 1-2 km (um den Block)
Hauptrunde an Tagen ohne Feldeinsatz: durchschnittlich 6-8 km, an richtig fiesen Tagen mit Dauerregen oder Unwetterwarnungen nicht mehr als 4 km.
An Tagen mit Feldeinsatz gehen wir 15-20 km. Dann gehen wir auch keine Runde mehr. Bei mehreren solchen Tagen hintereinander bleiben wir danach auch schon mal einen Tag ganz zu Hause.
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Ich glaube, dass in dieses Phänomen auch ganz klar der "Haben-Wollen"-Gedanke in Kombination mit mangelnder Selbstdisziplin mit rein spielt. Man sieht etwas, was einem gut gefällt und man will es haben. Charakterliche und gesundheitliche Aspekte werden entweder gar nicht erst nachgefragt oder verdrängt. Man will das jetzt haben und dann wird gekauft nach dem Motto: Wird schon schief gehen.
Was mir heutzutage immer mehr auffällt, da ich aus einer fast reinen Lehrer-Familie (Grundschule bis Gymnasium) komme: Heutzutage haben viele Kinder nicht einmal Grunderziehung, weil die Eltern schon keine Grunderziehung haben und daher gar nicht wissen, wie sowas geht (Stichwort z. B. Frustrationstoleranz). Was das mit Hunden zu tun hat? Früher gab es ein Riesendrama, wenn man als Kind auch nur einen Goldfisch wollte. Da kamen Fragen wie: Wer kümmert sich drum? Hast du Zeit dafür? Was passiert im Urlaub? Wer bezahlt den Tierarzt? usw. Endete dann meist in einem klaren "Nein" und dann konnte man sich geschlagen geben oder einen Anfall kriegen, aber es blieb dabei. Es gab auch massenweise Kinderbücher, in denen einem vermittelt wurde, wie viel Verantwortung ein Haustier mit sich bringt. Heute gibt es stattdessen lustige Youtube-Videos mit süßen verkleideten Hündchen, die von irgendwelchen Bloggern im Kinderwagen rumgeschoben und mit Gopros um den Hals auf's Surfbrett gestellt werden. Und ich hab den Eindruck, dass viele Erwachsene total kindlich agieren und sich z. B. einen Welpen anschaffen, ohne diese ganzen Fragen zu stellen. Selbst die Tatsache, dass der Hund irgendwann kein süßer Welpe mehr ist, scheint viele ja schon zu überfordern.
Man sehe sich nur mal den Billigwelpen-Boom an. Gerade bei extrem krankheitsbehafteten Moderassen ist es ja wirklich nicht so schwer, Informationen zu bekommen und das Risiko abzuschätzen, wie viel emotionale und finanzielle Katastrophen in einem solchen Fall folgen können. Ich habe oft den Eindruck, dass die Leute ihre Hundeentscheidung innerhalb eines Tages treffen und vorher nicht mal die Rasse gegoogelt, geschweige denn stapelweise Bücher gelesen und sich vorbereitet haben. Man hat die Idee vom süßen Welpen und setzt die um - besser heute als morgen. Er muss billig und sofort verfügbar sein, was dank Internet ebenfalls problemlos umsetzbar ist. Und die Leute werden dann später in irgendwelchen Enthüllungs-Reportagen als arme Opfer gezeigt, die einem skrupellosen Vermehrer aufgesessen sind. Weil heutzutage alles verweichlicht ist. Keiner traut sich mehr, mal Tacheles zu reden und zu sagen: Hättest du vorher auch nur 10 Minuten Internet-Recherche betrieben, hättest du dir und dem Hund dieses Schicksal ersparen können. Und irgendein mieser Tierquäler hat wegen dir auch noch Geld verdient.
Ich bin übrigens 33, also keine Oma. Aber ich finde, dass dieser Wandel / diese Verweichlichung in der Gesellschaft trotzdem total deutlich ist. Der begegnet einem an allen Ecken und Enden. Allein schon, wie oft ich gefragt werde, ob ich in meinem Job keine Angst habe, weil ich so oft alleine draußen unterwegs bin (in Deutschland, nicht in Afghanistan oder Mexiko). Oder wenn ich mir anschaue, wie Lehrer verzweifelt versuchen, Kritik am Schülerverhalten möglichst positiv zu formulieren, weil die armen Kinderchen ja sonst vielleicht PTSD entwickeln könnten. Oder wenn die Eltern ihre Kinder in Himalaya-taugliche Schutzausrüstung stecken, weil es ja auf der Exkursion eventuell ein paar Tropfen regnen könnte und die Lungenentzündung dann ja schließlich vorprogrammiert ist. Und so ist es halt auch mit dem "Nein". Viele Kinder und Erwachsene scheinen dieses Wort nicht zu kennen - weder von anderen noch sich selbst gegenüber. Das ist einfach viel zu hart.
Ist natürlich jetzt alles etwas überspitzt dargestellt, aber ich denke, man versteht, was ich meine. Und diese Unfähigkeit, sich selbst und anderen aus Vernunftsgründen etwas zu verweigern spielt mit Sicherheit auch in Bezug auf die Entwicklung von Moderassen eine entscheidende Rolle. Welcher vollkommen reflektiert und objektiv-nüchtern denkende Mensch holt sich sonst bitte einen potenziell scharfen Weimaraner oder eine potenziell kranke Bulldogge ins Haus, bloß weil er eine Werbung oder einen Film gesehen hat?
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Ich wäre total zufrieden, wenn die Schäferhundhalter in meiner Gegend schlichtweg keinen Hundekontakt wünschten. Mein Hund geht niemals alleine zu fremden Hunden, sondern maximal mit mir zusammen nach Absprache mit dem anderen Halter, aber das bei Schäferhunden garantiert auch nicht, weil hier wiederum ich den Kontakt nicht (mehr) wünsche, egal was der Schäferhundhalter sagt. Mit @Helfstyna hätten wir also z. B. gar keinen Konflikt.
Zwei Halter kenne ich auch, die wirklich den Kontakt unterbinden. Da hängt der DSH brüllend in der Leine. Wer da freiwillig rein läuft, ist selber schuld. Einen unangeleinten Hund in einen angeleinten rein laufen zu lassen, ist ein Unding, was aber auch für DSH-Halter gilt. Meine letzten beiden Hunde (Frieda hatte noch nie DSH-Kontakt) wurden stets von weitem angegriffen. Die Schäferhunde ließen ihre Halter einfach stehen und rannten drauf los oder aber mein Hund war angeleint, der DSH-Halter ließ seinen aber im Vorbeigehen frei laufen, weil "der nix tut", bzw. "damit die Hunde das unter sich regeln können" - ob ich das will oder nicht. Ich muss auch zugeben, dass ich dabei häufiger auch mal den Eindruck hatte, dass hier gewisse körperliche Fehlproportionen, (z.B. der männlichen Sexualorgane) durch den armen Hund ausgeglichen wurden und der Hund ganz gezielt frei gelassen wurde, DAMIT er das regelt ("Da passiert nix. Der unterwirft den nur kurz. Der hat sogar schon mal einen Mastiff unterworfen." - Wow, danach mussten Sie aber kalt duschen, oder?).
Bei den letzten beiden Angriffen auf meinen letzten Hund hatte ich entsprechend auf den DSH reagiert, weil sie zu dem Zeitpunkt bereits krank war und aufgrund von Erfahrungen auch bereits panische Angst vor DSH hatte. Kontakt absolut nicht mehr erwünscht. Interressanterweise schlug die betonte Lässigkeit der Halter, während ihr Hund "das regelt" beide Male umgehend in große Panik und hysterisches Gezeter um, sobald es ihr Hund war, der die Prügel bezog. Und dass ich genötigt werde, so gegenüber einem Hund zu reagieren, ist eigentlich das, was mich am wütendsten macht.
Interessanterweise habe ich mit allen drei Hunden z. B. mit Malinois und Hollandse Herdern noch nie Probleme gehabt, mit den langhaarigen Belgiern sowieso nicht. Vermutlich deshalb, weil der DSH einfach populärer ist und häufiger auch von "Amateuren" angeschafft wird, die ihn einfach schön finden oder ein Statussymbol wollen. Vorurteile liegen mir fern. Wie ich immer sage: Es gibt sicherlich auch sehr nette deutsche Schäferhunde, nur habe ich ein solches Exemplar noch nicht antreffen dürfen und jetzt ist der Zug abgefahren, weil ich mit der Fußhupe meine Stichprobe nicht ohne große Risiken erweitern kann.
Und die verantwortungsvolle Einstellung vieler Hundehalter hier im Forum ist nunmal leider in der realen Welt beim 0815-Hundehalter sehr oft nur in homöopathischen Dosen vorhanden. Das gilt für Halter aller Rassen. Aber leidergottes gehört der DSH ja nunmal zu denen die besonders stark unter Ahnungslosigkeit in Kombination mit Geltungsbedürfnis beim 0815-HH negative Auswüchse in Bezug auf Fremdhunde annehmen. Andere Rassen gehen halt dann mehr wildern oder werden Balljunkies oder notorische Kläffer. Damit machen sie sich bei den anderen HH aber nur halb so unbeliebt wie der Schäferhund, den man "up close and personal" am eigenen Hund erleben darf.
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Für mich ist der Cocker tatsächlich der perfekte Hund. Hauptsächlich, weil er die richtige Dosis Jagdtrieb hat, um während der Saison damit zu jagen und gleichzeitig in den anderen Jahreszeiten normal spazieren gehen zu können, ohne dass er ständig jagdlich ausgelastet sein muss. Gleichzeitig ist er sensibel, was für mich ein ganz wichtiger Charakterzug beim Hund ist, und klein genug dass er nicht gleich mit 80 km/h über 10km mit dem Wild gehen kann. Er lässt sich bei der Arbeit gut verstauen und ist in Bezug auf tägliche Auslastung flexibel. Man kann 2 km oder 20 km mit ihm gehen.
Kompromiss ist für mich die Fellpflege. Optisch sagt er mir schon zu, aber das lange Fell, was ihn angeblich vor Verletzungen durch Dornen und Co schützen soll, nervt in der Praxis, weil alles drin hängen bleibt. Es kam sogar schon vor, dass sie mit einem Ohr im Stacheldraht hängen blieb oder nicht mehr weiterlaufen konnte, weil sie sich die Ohren vor den Augen mit Brombeeren oder Kletten zusammen geklebt hatte.
Der perfekte Hund wäre für mich der Charakter und Jagdtrieb des Cockers plus Spur- und Sichtlaut im Körper eines deutschen Pinschers oder Whippets.
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Ich finde die neue Klinik nicht unbedingt besser oder schlechter als die alte. Finde auch die Leute ganz sympatisch.
Was mich ein bisschen verwundert - das ist aber ohne jede Bewertung - ist die Anzahl von Leuten, die teilweise pro Behandlung oder OP dabei sind. Das war ja in Lüneburg meistens nur ein Arzt und ein/e Helfer/in. Und hier laufen teilweise sechs Leute um einen Hund rum plus Besitzer.
Und dass Patientenbesitzer einfach so auf die Krankenstation dürfen finde ich merkwürdig. Das kenne ich so gar nicht, dachte immer, das wäre aus hygienischen Gründen nicht empfehlenswert. Meine letzte Hündin war so lange in einer Klinik (5 Wochen), dass alle wussten, wer wir waren, wenn wir sie jeden 2. Tag besuchen kamen. Dennoch hätten wir nie im Leben die Krankenstation betreten dürfen. Der Hund wurde immer zu uns in einen Bahandlungsraum gebracht, damit die anderen Patienten nicht durch Keime und Co gefährdet werden und keinen unnötigen Stress haben. Ob das nun total übertrieben oder die andere Version grob fahrlässig ist, weiß ich nicht, es fiel mir nur sofort auf.
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Frieda und ich waren gestern in unserem Lieblingshotel. Dort gibt es einen ganz tollen, weichen, hochflorigen (und trotzdem sauberen) Teppichboden, den Frieda über alles liebt. Um 4.30h bekam sie dummerweise den flotten Fridolin (zu viel gekochtes Hühnchen) und hat es geschafft, mich wach zu bekommen, obwohl ich Ohrstöpsel drin hatte. Als sie gemerkt hat, dass ich ihr Winseln nicht höre, ist sie trotz Verbots auf's Bett gesprungen und hat mich angestoßen. Mein kleiner Einstein.
Wir sind dann raus gegangen und haben uns der Misere entledigt.Wenn das in den Teppich gegangen wäre...

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Aber nachdem jetzt hier im Thread auch so von den ActiVet-Bürsten geschwärmt wurde und ich seit Wochen überlegt habe, ob sich so ein Teil lohnt wurde es jetzt eine Duo Pro, der Silcoater. Und wenn das Teil jetzt auch noch ein paar Jahre hält, dann hat sich der hohe Preis hoffentlich gelohnt - bis jetzt bin ich jedenfalls begeistert, wie einfach man damit durchs Fell kommt.

Bin auch nach wie vor begeistert. Und das schöne ist, dass Frieda inzwischen viel besser mitarbeitet, weil es nicht mehr so ziept. Und das Bürsten geht viel schneller als früher. Da musste ich immer erst alles bürsten, kam an den langen Stellen aber nicht bis auf die Haut und musste da dann noch mit dem Kamm durch. Jetzt bürste ich auch wirklich täglich, weil es "mal eben schnell gemacht ist" und man nicht mehr 30-45 Minuten mit dem Hund kämpft.

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Bei der Raupe tippe ich dennoch auf Eichenprozessionsspinner. Die verändern ihr Aussehen während ihres Heranwachsens ja auch etwas.
Die Ringelnatter sieht aus als wäre sie aus großer Höhe auf den Boden aufgeschlagen und geplatzt. Könnte ein Greifvogel oder Reiher gewesen sein.
