Beiträge von Sus.scrofa

    Ich finde, das hört sich für nen Cocker passend an. Die goldfarbene Seite ist ja für das Finish. Ich bin gespannt, ob das Ergebnis dir gefällt. Angeblich sollen die Bürsten ihr Geld ja wirklich wert sein.

    Sodele. Heute erstmals verwendet. Wow. Ich finde ja, dass die Dinger vom Aufbau her nicht großartig anders aussehen als die alte Trixie-Bürste von mir. Wie die das machen, dass das so toll durchs Fell gleitet, weiß ich nicht. Obwohl der Bürstenkopf nur 4,5 cm breit ist und der von der Trixie doppelt so breit, war ich in der Hälfte der Zeit fertig. Das lange dichte Fell an den Vorderläufen ist mit der Trixie nicht zu machen, da bleiben immer Knötchen in der Tiefe zurück, die wir anschließend mühselig mit dem Kamm raus holen oder ganz raus schneiden müssen. Und insgesamt sieht das Bürsten immer mehr wie ein Rupfen aus. Die Activet ging da locker bis auf die Haut durch und trotz viel weniger Kraftaufwand war alles ganz flott entwirrt. Und Frieda hat nicht einmal gefiept (bin eher so die Brutalo-Stell-Dich-Nicht-So-An-Bürsterin :pfeif: ). Bin echt zufrieden.

    Lediglich zum Tote-Wolle-Aus-Den-Behängen-Ziehen eignet sie sich nicht so, dafür ist sie zu sanft. Aber da sie bis auf die Haut alle Knötchen raus macht, wird auch das wöchentliche Durcharbeiten mit dem Kamm zwecks Tothaar-Entfernung sicherlich leichter werden.

    Insgesamt jedenfalls Daumen hoch.

    Ich weiß nicht, ob Frieda mit ihren zwei Jahren noch als Junghund zählt, aber die gestrige unfreiwillige Jagdpremiere war auf jeden Fall Junghund-typisch. Meine brave, wohlerzogene, kleine Superfrieda - der Jagdhund, der Jagd und Spaziergang so toll auseinanderhalten kann. Pustekuchen. Es war ja eine Bullenhitze, also haben Madame und ich uns abends an unsere heimliche Talsperre geschlichen, an die man eigentlich gar nicht dran darf. Aber ist halt superschön dort, keine Menschenseele und in der Regel auch keine Viecherei, die wir stören könnten, weil dort kilometerlange Schotterstrände sind, wo man alles immer schon von weitem sieht.

    Es sei denn, es ist ein kleiner Hügel im Weg. Erstmal war es eine bestimmt 30-köpfige Gruppe Kanadagänse, hinter denen sie her geschwommen ist, als würde es kein Morgen geben. Ich war schon halb aus meinen Schuhen raus, nachdem ich mal erlebt habe, wie ein Jagdhund fast ertrunken ist, als er stundenlang einem Wildschwein nach schwamm. Zum Glück hat eine Gans schließlich Kontra gegeben und klein Frieda hat es sich spontan - und natürlich vollkommen unabhängig von der Gans - anders überlegt.

    Wir sind dann zu meinem Biber-Beobachtungsplatz an einem Nebenbach gegangen. Die Biber kennen mich und sind am anderen Ufer immer ganz locker unterwegs, lassen sich gar nicht stören. Aber gestern hör ich plötzlich was knabbern und da knuspert der Verrückte 2 Meter neben mir an einer Weide herum. Fazit: An Land ist der Cocker dem Biber überlegen, aber im Tauchen kann sie doch nicht ganz so lange unten bleiben, obwohl sie schon echt gut ist. Glücklicherweise - denn zwischen Biberhintern und Friedanase waren noch ca. 20 cm. Danach saßen die Biber auf einer Insel 3 Meter vom Ufer entfernt und putzten sich gegenseitig, als wollten sie Frieda die Mittelkralle zeigen.

    Ich gehe weiter. Es ist noch ganz hell. Plötzlich rennen zwei junge Dachse wie verrückt über den Weg. Ich frag mich für den Bruchteil einer Sekunde, wo die so schnell hin wollen. Der zweite ist aber leider gar kein Dachs, sondern Frieda. :fear: Und dahinter komm jetzt ich - laut fluchend - obwohl ich weiß, dass jetzt eh alles nix mehr hilft. Zum Glück ist Frieda kein klassischer Hetzer und bricht Verfolgungen immer zeitig ab, so auch diesmal.

    Tja und 20 Minuten später hat sie eine Blindschleiche zwischen, wobei da der Hund mehr Angst hatte als die Schleiche und diese zum Glück auch den Schwanz nicht abgeworfen hat.

    Wir bleiben bei diesem Wetter künftig einfach ganz zu Hause. :omg:

    @Belial
    Diese Fiep-Phase hatte meine auch. Ruhig sitzen bleiben, mal kurz an der Tür warten, selbst wenn das Auto zum Stehen kam, konnte man gar nicht schnell genug aussteigen, das Gefiepe ging schon los, wenn man nur mal an der Ampel stand.

    Glücklicherweise ging das wieder weg. Ich hatte keinen besonderen Plan. So lange gefiept wurde, gab's halt gar nix außer nem Anschiss. Die Autotür ging erst auf, wenn Ruhe war. Frieda ist glücklicherweise ziemlich empfindlich. Die muss man nur mal streng angucken und sie reagiert gleich, als ob man ihr gleich eine reinhauen würde. Dank der Setter gibt's hier ohnehin an allen Ecken und Enden Impulskontrolle. Alles (Loslaufen nach dem Ableinen, Fressen, Jagen, usw.) wird immer nur mit ausdrücklicher Erlaubnis gemacht. Das hat bei meiner noch mal zusätzlich viel Ruhe rein gebracht, aber das hat schon auch was gedauert.

    Ich glaube nicht, dass es da echte Vorhersagewerte gibt. Und OPs allein müssen durchaus nicht die Hauptkosten verursachen. Mal als Beispiel meine Hunde:

    - Hund 1: Bis zum 5. Lebensjahr kerngesund, dann infauste Diagnose. Wurde noch 2,5 Jahre mit einem schulmedizinischen und zwei homöopathischen Mitteln behandelt. Die Kosten waren nicht der Rede wert. Was die zwei Tumor-OPs gekostet haben, weiß ich nicht mehr, aber das waren machbare Beträge - irgendwas um die 300 Euro pro OP.

    - Hund 2: Bis zum 6. Geburtstag topfit, dann eine exotische Erkrankung nach der anderen. Über 15.000 € in 18 Monaten. OPs waren auch dabei, hauptsächlich kamen die Kosten aber durch lange Klinikaufenthalte und sehr teure Medikamente zustande. Da die Erkrankungen fast alle unabhängig voneinander waren, bin ich mir auch ziemlich sicher, dass eine Versicherung uns spätestens nach der zweiten Runde vor die Tür gesetzt hätte. Ich war gerade am Ende meines dreijährigen Stipendiums und noch nicht berufstätig.

    Der Hund hat mir beigebracht, mit Geld umzugehen. Die Rücklagen für meinen jetzigen Hund liegen im fünfstelligen Bereich (ist sicherlich paranoid, aber nach dem letzten Alptraum habe ich das Recht, paranoid zu sein). Wenn ich sie nicht brauche, umso besser. Dann kann ich das Geld auch irgendwann für was anderes ausgeben. Von der Versicherung kriege ich es nicht mehr zurück, wenn der Hund ohne OPs und teure Behandlungen stirbt.

    Jetzt mal auf die Gefahr hin, dass ich gelyncht werde, weil das ein komplett bescheuerter Vorschlag ist: Wie ist es denn mit einem Coat-King? Der zieht das tote Fell raus, schneidet aber auch. Alternativ kann man ihn auch ungeschliffen bestellen, also dass er nur trimmt, nicht schneidet. Bezüglich der Klingenzahl müsste man sich mal schlau machen, was für den Felltyp deines Hundes am besten geeignet ist.

    Ich trimme den Cocker (Trimmfell, aber eben seidig, nicht wie beim Terrier) ausschließlich mit dem Coat-King. Alle zwei Monate arbeite ich Rücken, Seiten, Schultern und Nacken einmal durch. Dauert im Vergleich zum Zupfen nur einen Bruchteil der Zeit (ca. 20-30min) und ziept nicht. Wir haben den CK mit 20 Klingen jetzt seit einem guten Jahr, also ca. 6 Mal damit getrimmt und das Fell ist bisher klasse, obwohl ich wegen der Tatsache, dass das Ding auch schneidet, anfangs große Bedenken hatte.

    Einschränkung ist, dass man ihn nicht zu oft benutzen sollte (also nicht mal eben wöchentlich den Hund damit bearbeiten), und dass man ihn bei Langhaar nicht einsetzen soll, weil er dann eben auch kürzt. Aber das ist ja bei euch im Grunde erwünscht (beim Cocker lasse ich Fahnen und Co in Ruhe).

    EDIT: Für Fahnen und Co haben wir dauerhaft ein Gummiband in den Kamm eingeflochten, so dass da totes Fell bei jedem Kämmen raus gezogen wird. Das könnte den Trimmvorgang bei euch eventuell auch etwas erleichtern.