Beiträge von Sus.scrofa

    Die Sache mit dem Geräusch kam mir auch gleich in den Sinn. Ein Freund von mir hat so einen Ladewürfel für alles mögliche an der Steckdose hängen, der total hoch fiept, aber außer mir hört das keiner (ich höre auch Fledermäuse und wenn jemand einen Ultraschall-Marderschutz unterm Auto hat). Auch das Ladegerät vo meinem Handy fiepst, wenn das Handy voll ist. Und eine fiepsende Lampe haben meine Eltern. Auch die können das Fiepsen nicht hören.Ich empfinde das als sehr unangenehm meinen Hund und die Hunde meines Freundes scheint es dagegen gar nicht zu stören.

    @Florinchen

    Der Tumor beschränkt sich nur auf die Milz, keine Metastasen? Kann man dann nicht die ganze Milz rausnehmen? Hab ich bei meiner letzten Hündin machen lassen. War komplikationslos. Die war zwar erst 6 aber schwer vorgeschädigt und bei der OP in keinem guten Zustand. Sie hat dadurch noch über ein ganzes schönes Jahr gewonnen (ist letztlich an was anderem gestorben).

    Das ist mit Sicherheit aber eine sehr individuelle Entscheidung. Du kennst den Hund am besten und kannst auch am besten einschätzen, was das beste ist. Ich glaube nicht, dass du dich als Rabenfrauchen fühlen musst, wenn du dich gegen die OP entscheidest.

    @ChaosAyumi

    Nur mal ein kleines Update zur Outdoor-geeigneten unzerstörbaren Armbanduhr. Habe meine Baby-G vom Service zurück bekommen. Die haben das komplette Zeitmodul ausgetauscht. Seitdem summt die Uhr wie ne Eins und ich bin total zufrieden. Die Uhr hat auch schon zwei richtig üble Jagden mit Regen, Hagel, reibenden Zweigen und Aufheizen am Feuer mitgemacht. Komischerweise - ich trage nie Schmuck - hat es mir doch überraschend viel Spaß gemacht, morgens zu entscheiden, welche meiner beiden Uhren ich anziehen möchte. Vorher hab ich schwer gehadert, wozu man überhaupt ne zweite Uhr braucht. Naja, letzte Woche ist dann auch noch die exakte von dir verlinkte schwarze digitale Baby-G eingezogen (die übrigens mega fetzig aussieht, wenn man die Beleuchtung anmacht). Die war stark reduziert und ne digitale hatte ich ja noch nicht und die ganzen Funktionen sind irgendwie schon nett. :D

    Man muss sich auch mal was gönnen. :dafuer:

    Danke noch mal für den Tipp. :gut:

    In Deutschland hat sie fast alle Bundesländer durch. Zusätzlich Belgien und Niederlande - aber die können wir von zu Hause aus bei einem Spaziergang beide besuchen - sowie Frankreich und Luxemburg - hier aber nur zur Arbeit durchgefahren. Bin in lezter Zeit urlaubsfaul. Deutschland ist auch schön.

    Meine wird nicht großartig beschäftigt. Wir gehen einmal am Tag 4-6 km spazieren, abends noch einmal um den Block, morgens kurz zum Pinkeln in den Garten. Oktober bis Dezember gibt's Drückjagden 1-2x pro Woche. Januar bis August geht sie mit zur Arbeit und ist dann 8h täglich mit mir draußen - manchmal bestehen diese 8h aus ruhigem Sitzen auf irgendeiner Wiese, manchmal sogar im Auto und manchmal aus 20km langen Tagestouren querfeldein.

    Im Haus wird gepennt. Ab und zu kommt sie mal knuddeln oder holt sich was zum Spielen. Sie wedelt halt bei jeder Interaktion, aber sie interagiert nicht mehr als jeder andere Hund. Bezüglich ruhiger Hausgenossen hätte ich keine Bedenken. Sie ist kein Duracell-Wusler, der pausenlos allen auf den Sender geht. Beim Stöbern im Wald sieht das anders aus, aber in Bezug auf andere Hunde ist sie eher zurückhaltend. Würde hier ein großer schwerer Hund leben, den sie akzeptiert hat und nicht mehr zu Hackfleisch verarbeiten will, würde sie sich wohl einfach daneben legen.

    Danke für's Bescheid sagen @Tillikum!

    Ich treffe immer nicht so gern grundsätzliche Aussagen über die Rasse, weil ich selber keine riesige Stichprobe habe. Meine Hündin ist mein dritter Hund, aber mein erster Cocker. Ich komme vom Irischen Setter - speziell die Aussagen zum Jagdtrieb müssen also etwas relativiert werden, weil ich von Hunden komme, die nun wirklich im Vergleich reichlich davon hatten.

    Meine Hündin wird jagdlich geführt. Das bedeutet aber nur, dass sie von Oktober bis Dezember auf Drückjagden als Stöberhund eingesetzt wird und die ein oder andere Nachsuche macht. Auf Spaziergängen hat sie auf dem Weg zu bleiben und die jagdliche Ambition hält sich schwer in Grenzen. Da sie bei Jagden eine Weste und Glöckchen trägt, kann sie Dienst- und Freizeitwaldbesuche sehr gut unterscheiden. Auf Jagden verhält sie sich komplett anders als sonst im Wald. Ich würde behaupten, dass dieser individuelle Hund vom Jagdtrieb komplett unbedenklich wäre, wenn er nicht eingesetzt würde. Sie stammt aus Formzucht. Auf Anfrage nach dem Jagdverhalten der Mutterhündin wurde mir gesagt, dass diese mal den ein oder anderen Fasan hochjagen, aber eben nicht stundenlang und kilometerweit wegbleiben würde. Das merkt man auch an Frieda. Während brackenartige (Dachsbracken, Beagle, Dackel) und Terrier auf unseren Jagden gerne mal 1,5 km weit vom Führer weg gehen, stöbert der Cocker meist zuverlässig im Umkreis von 50m. Von der züchterischen Geschichte macht das auch Sinn, weil Cocker Flugwild (Schnepfen, Fasane) in Schrotschussentfernung (50m) aufstöbern sollten. Sobald das hoch fliegt, wird der nächste Vogel gesucht. Auch hinter Hirschen, Rehen und Schweinen geht meine daher nicht kilometerweit her, sondern sucht das nächste Tier, dass sich drückt. Ich habe aber auch schon von Cockern gehört, die bei Ableinen grundsätzlich weg waren und würde in jedem Fall immer ein Auge auf das Jagdverhalten haben. Die Hunde belohnen sich beim Jagen selbst (Glückshormone bei Bewegung) und können davon abhängig werden. Das ist aber unabhängig von der Rasse.

    Zu den anderen Charaktereigenschaften: Nach allem was ich lese sollte ein Cocker nicht unbedingt Will To Please haben. Meine hat ihn bis zu einem gewissen Grad trotzdem - zumindest so lange sie nicht gerade an einer frischen Fährte klebt. Dann ist sie ohnehin nicht mehr ansprechbar. Angeblich ist ein Cocker eigensinnig. Auch das würde ich nicht sagen, aber eine Charaktereigenschaft, die ich bei meinem Hund, bei ihren Geschwistern, den Hunden der Züchterin und zwei Cockern im Bekanntenkreis stark beobachte ist Ressourcenaggression/Eifersucht. Daher kommt bei meiner auch der scheinbare Will To Please, weil ich ihre wichtigste Ressource bin und sie mir unbedingt gefallen möchte. Hat gleichzeitig allerdings den negativen Effekt, dass andere Hunde nicht in meine Nähe kommen dürfen (es klappt trotzdem, aber nur durch Maßregelung und Kontrolle der Situation meinerseits). Mit Futter, Spielzeug, Auto, meinem Rucksack, meiner abgelegten Jacke, unserem Sitzplatz etc. ist es ähnlich. Hunde, die sie gut kennt und mag, greift sie allerdings nicht an, sondern versucht sie körperlich durch scheinbares "Spielverhalten" von mir weg zu schieben. Kurzum: Als Zweithund wäre sie eine Katastrophe. Allerdings würde das vermutlich anders aussehen, wenn sie als Welpe zu einer sehr dominanten Hündin gekommen wäre und von Anfang an akzeptiert hätte, dass sie nicht die alleinige Prinzessin auf der Erbse ist.

    Aufgaben werden grundsätzlich nach der Sinnhaftigkeit erledigt. Sie apportiert den Dummy 2-3 Mal bilderbuchmäßig. Danach kann man mit einem ganzen Steak wedeln, und sie juckt es nicht. Wenn man das Ding ohnehin immer wieder verliert/wegwirft, soll man es ab einem gewissen Punkt bitte auch selber holen. Das könnte man dann vielleicht doch als Eigensinn werten.

    Zudem ist meine der klassische "Einmannhund". Andere Familienmitglieder werden zwar auch beschmust, sobald ich den Raum verlasse, können die allerdings auch gerne vom Balkon springen oder sich vom Bus überrollen lassen.

    Generell unterwürfig sind sie nicht. Meine hat auch schon mal einem 60-Kilo-Ridgeback gezeigt, wie der Hase läuft, was bei einem grundsätzlich dominanten Hund für den kleineren auch mal voll in die Hose gehen kann. Ich vergleiche sie im Umgang mit anderen Hunden gern mit einem Honigdachs. Die schlagen ja trotz ihrer geringen Größe auch Elefanten, Löwen oder Hyänen in die Flucht.

    Gesundheitlich sind vor allem die Ohren ein Problem. Die Hunde neigen zu Entzündungen. Auch hier ist meine eine Ausnahme, aber man hört viel und so ziemlich jeder Tierarzt spricht einen darauf an oder drückt zumindest seine Verwunderung aus, wenn die Ohren gesund sind. Es gibt diverse Erkrankungen, auf die aber beim Verbandszüchter getestet wird. Grundsätzlich würde ich speziell wegen Augenerkrankungen, für die es zuverlässige Tests gibt, nur beim VDH kaufen. Worauf nicht getestet werden kann ist Epilepsie. Die betroffenen Linien bekommt man auch nur z. B. über Gruppen bei Facebook raus.

    Ganz großer Minuspunkt ist für mich die Fellpflege. Für das Trimmen alle zwei Monate brauche ich im Durchschnitt jeweils eine Woche und meine hat schon nicht übermäßig Fell. Außerdem nenne ich sie nicht zu Unrecht den "Mikrofaserputzlappen des Waldes". Um Herbstdeko brauche ich mich jedenfalls nicht zu kümmern. Der Hund schleppt einiges mit dem Fell rein.

    Pluspunkte BEIM MEINEM INDIVIDUELLEN Rassevertreter sind:
    - allzeit gute Laune - wenn der Schwanz mal nicht wedelt, schläft sie oder ist tot
    - unkompliziert/unempfindlich/unerschrocken - Wenn sie im Spiel mal angerempelt wird, wird einmal gequiekt, dann geht's weiter. Wenn Frauchen sagt, etwas ist ungefährlich (Schussknall, Tierarzt, alleine im fremden Hotelzimmer bleiben etc.), dann ist das in Ordnung.
    - verschmust/genügsam (Wenn's draußen fies ist, kann man gern auch mal einen Tag nur Kuscheln.)
    - flexibel (20km Wandern am Tag bei Sturm und Minusgraden sind auch OK)
    - kläfft nicht unnötig
    - loyal - würde für mich töten, wenn sie könnte ;)

    Aber wie gesagt: Kleine Stichprobe. Das sind nur meine Erfahrungen zur Rasse. Mit mehr kann ich nicht dienen.

    Frieda ist heute bei der Jagd plötzlich wie eine Verrückte losgeschossen - in ein Gebüsch rein, durch das vorher schon ein Treiber gegangen war. Ich hörte sie dann dank Glöckchen hin und her laufen und hab draußen rumgezetert, weil eine Straße in der Nähe war und ich überzeugt, dass da nichts mehr drin sein könnte. Und plötzlich kommt mir ein Reh auf einen halben Meter an der Rübe vorbei geflogen. :shocked: Zwei weitere sind nach hinten raus - Frieda hinterher. Es hat wie aus Kübeln geregnet und bis auf die Sauen ist das Wild so gut wie nicht zu bewegen gewesen. Die Rehe hatten den Treiber auf wenige Meter ausgehalten, ohne sich zu bewegen, aber Frieda konnten sie nicht veräppeln. Zudem hat Madame hinter den Rehen schließlich abgedreht und kam zu mir zurück. Ich hab ne halbe Tube Lachscreme in den Hund rein gedrückt. :D

    Kleiner Zwischendank für alle Daumendrücker! Wir waren heute auf unserer ersten Jagd des Jahres und es ist zumindest für Frieda alles glatt gegangen. Madame hat das mal wieder super gemacht. Schön war es trotzdem nicht. Gleich morgens, 10 Minuten nach Beginn wurde ein Durchgeher von einem Hirsch umgerannt und schwer verletzt (4 gebrochene Rippen, gebrochene Nase, riesige Platzwunde, Lunge verletzt, Intensivstation). Vormittags sind wir ohne Hunde gegangen, Frieda sollte erst am Nachmittag ran und das Ableinen fiel mir nach dem Unfall noch schwerer. Man redet sich ja doch immer ein, das sowas immer nur auf den anderen Jagden passiert... Ich war froh, als wir wieder am Auto waren.

    Wer noch ein paar Daumen entbehren kann, kann ja vielleicht neben Frieda auch noch für den verletzten Treiber mitdrücken.

    Und auch ich drücke hier weiterhin für alle kranken Fellnasen!