Beiträge von Sus.scrofa

    Ich hab ja schon mal hier rein geschrieben: Ich drücke grundsätzlich auch und lese hier immer mit. Ich schreib's nur nicht immer rein.

    Wir könnten so eine Art Daumen-Abo bis Ende Dezember brauchen, auch wenn unser "Problem" eigentlich selbst gemacht ist. Am Mittwoch startet unser diesjähriger Drückjagd-Marathon. Ich könnte zwar Frieda einfach zu Hause lassen und alleine durchgehen, aber schlussendlich kommt sie doch immer wieder mit, weil es ihr solchen Spaß macht und ich mich irgendwie den ganzen Tag mies fühle, wenn ich ohne sie gehe. Jetzt ist die Vorfreude wieder gemischt mit Sorge, dass etwas passiert. Wenn also jemand einen oder zwei Daumen entbehren kann, wäre es supernett, diese einzusetzen, dass Frieda möglichst von allen Schweinen, Hirschen, Autos, Querschlägern, Aujetzky-Virus und durchgeknallten Jagdhunden verschont bleibt. :verzweifelt:

    Abends auf der Hütte ist es irgendwie immer toll, mit Hund gejagt zu haben, aber vorher kriege ich regelmäßig ein halbes Magengeschwür... :fear:

    Ach, Lüneburg kommt wieder? Muss ja sagen, ich hab immer Probleme, mich in sowas rein zu finden. Fand anfangs Wasbek nicht so gut wie Lüneburg, aber hatte die jetzt doch irgendwie lieb gewonnen. Naja, aber bissl Abwechslung ist auch schön und Lüneburg hat mir auch gefallen.

    Frieda findet Menschen exakt so lange gut, bis sie sie angucken oder gar ansprechen und gezielt auf sie zu gehen. Dann fängt sie an zu kläffen und macht einen Bogen um die Leute. Dabei ist sie glücklicherweise auch zu schnell und wendig, als dass man sie anfassen könnte. Da sie selbst kläffend immer noch nicht gefährlich wirkt, schmunzeln die meisten Leute nur drüber.

    Dass wirklich Leute richtig hartnäckig versuchen, meine Hunde zu begrabbeln (geschweige denn hochnehmen :shocked: ), hab ich zum Glück bisher noch nie erlebt. Ab und zu bleiben Leute verliebt stehen und gucken und sagen sowas wie "Guck mal, wie süß der ist!", aber da freu ich mich eher drüber. Manchmal werde ich gefragt, ob Kinder sie mal streicheln dürfen. Dann sage ich immer nein, weil Frieda keine fremden Kinder mag. Da habe ich schon den Eindruck, dass auch mit höflicher Erklärung nicht immer Verständnis für die Ablehnung vorhanden ist, aber da kann ich auch nix dran ändern.

    Was ich wohl schon mal hatte, war eine Frau, die meine Hunde immer gefüttert hat, obwohl ich sie gebeten habe, das nicht zu tun. Als sie das beim dritten mal wieder gemacht hat, hab ich meinen Hund ganz kurz genommen, habe mich körperlich zwischen Frau und Hund buxiert, bin kommentarlos weiter gegangen und habe von da an den Kontakt gemieden.

    Ich sehe auch oft Hunde, die minderwertig ernährt, teilweise vernachlässigt und wie Arbeitsgerät behandelt werden, die allesamt schon älter sind, als meine jemals wurden, obwohl meine vom Züchter über die Ernährung, Impfungen bis hin zu den regelmäßig geputzten Zähnen von vorne bis hinten betüddelt wurden. Da steckt man nicht drin und man sollte sich darüber auch nicht ärgern.

    Im Gegenteil. Ich habe von meinen beiden Hunden viel gelernt. Man sollte jeden Tag genießen, egal wie alt oder jung der Hund ist. Morgen kann schon alles anders sein - auch beim vermeintlich jungen Hund.

    Meine jetzige Hündin bekommt die Zähne nicht mehr geputzt, darf viele Dinge fressen, die meine letzten beiden nicht haben durften, sie darf Treppen laufen, nach Belieben auf's Sofa und wieder runter springen, sie darf mit zur Jagd und ich investiere deutlich weniger Zeit in Ausbildung. All diese Dinge können sich eines Tages rächen - ganz besonders wenn sie alt werden sollte (Zähne, Gelenke, etc.). Aber wie sagt man im Englischen? "We will cross that bridge when we get to it." Ich mache mir darüber Gedanken, wenn es soweit ist. Bis dahin habe ich berechtigte Zweifel, dass es soweit kommt.

    Einen Zweithund wollte ich diesmal eigentlich auch, damit der Verlust nicht so schmerzt. Da ich inzwischen aber einige Hunde erlebt habe, die sehr deprimiert waren, wenn sie ihren Hundepartner verloren haben, habe ich davon wieder Abstand genommen. Darüber hatte ich vorher gar nicht so nachgedacht, dass ja auch Hunde trauern können. Das würde mich wohl noch mehr runter ziehen. Außerdem hätte ich den wenn dann angeschafft, wenn mein Hund noch jünger ist. Einem alternden oder kranken Hund würde ich das nicht mehr zumuten wollen. Aber auch hier kommt das sicherlich auf den Hundetyp an. Meine mochten auch einfach andere Hunde nicht besonders und wären absolut nicht begeistert gewesen.

    Ich wünsche dir und deiner Hündin noch viele gesunde gemeinsame Jahre. Vorsorge und ähnliches würde ich betreiben, wie du es für richtig hältst. Hör da einfach auf dein Bauchgefühl. Aber ich würde an deiner Stelle auch nicht zu viel diese Gedanken wälzen, was da alles noch kommen kann oder auch nicht, wie alt der Hund ist und wie alt er vielleicht mal wird. Da verliert man nur Zeit drüber, die man auch genießen kann.

    Ich schließe mich da @Maizy an - Tonaufnahme ist immer am besten. Selbst wenn man die Stimmen auf CD hört und sich im zugehörigen Buch durchliest, wie der Vogel angeblich macht, finde ich die dort angegebenen Laute nie in der eigentlichen Stimme wieder und würde das, wenn ich es aufschreiben müsste, komplett anders beschreiben. :D

    Ein Kumpel von mir wollte auch Vogelstimmen lernen, also hab ich dem bei gemeinsamen Wanderungen immer ein paar von den einfacherern erklärt. Den Zilpzalp, der ja nach seinem eigenen Ruf benannt ist, konnte er irgendwann. Allerdings heißt der Vogel bei ihm nun konsequent Zilpzilp, weil er das "zalp" nirgends hört und er Meinung ist, dass der Vogel falsch benannt wurde. :lol: (Seitdem ist ihm übrigens auch aufgefallen, dass man den "diesen verdammten Zilpzilp" im Sommer quasi überall 24h/Tag hört und er geht ihm furchtbar auf die Nerven. :roll: )