Ist das auch bei euch, daß die Bäume anfangen, sich zu verfärben?
Absolut! Hier sind teilweise ganze Bäume gelb, nicht nur einzelne Äste. Die anhaltende Trockenheit macht denen schwer zu schaffen.
Ist das auch bei euch, daß die Bäume anfangen, sich zu verfärben?
Absolut! Hier sind teilweise ganze Bäume gelb, nicht nur einzelne Äste. Die anhaltende Trockenheit macht denen schwer zu schaffen.
Gestern musste ich bis 21.30h arbeiten. Gegen 21h sehe ich einen Jäger auf der anderen Talseite auf seinen Hochsitz klettern. Der sah mich dann kurz darauf auch und guckte immer mal wieder durch's Fernglas zu uns rüber. Nach Feierabend wollte ich noch schnell eine Runde mit Frieda drehen, weil die bis dahin nur 2 Stunden Autofahrt und 8 Stunden rumsitzen erlebt hatte und sich jetzt wieder für 2 Stunden ins Auto setzen musste. Wir also in der Dämmerung los, Frieda ohne Leine, weil wir eh nur Zeit für 2 Kilometer hatten, weil's dann dunkel sein würde. Da springt aus einem Weizenfeld laut bellend ein Reh ab. Frieda untersuchte gerade eine Wildschweinsuhle und kriegte das gar nicht mit (die ist nicht gut im Multitasken - wenn die Nase an ist, sind die Ohren aus). Der Jäger beobachtete. Da hab ich's mal drauf ankommen lassen und bin mit Frieda ohne Leine weiter, hab die - als sie das Reh dann doch in der Nase hatte - zwar immer wieder leise ermahnen müssen, dass sie auf dem Weg zu bleiben hat, aber das konnte der Jäger ja nicht hören, der war zu weit weg. War jedenfalls stolz wie Oskar. Soviel zum Thema: "Nehmen Sie bitte Ihren Hund an die Leine. Wenn da jetzt ein Reh abspringt, ist der weg." Das dem nicht so ist, glaubt einem ja niemand - aber der hätte es geglaubt. Mein kleines Genie... ![]()
Verstehe ich das richtig, dass hier Intelligenz hauptsächlich als
- Anzahl Versuche zum Lernen neuer Tricks und
- Gehorsam
definiert wird?
Interessanter Ansatz. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der intelligenteste Hund, den ich bisher hatte, dabei am schlechtesten abgeschnitten hätte. ![]()
Vor ca. 2 Jahren war hier mal einer, der klaute kleine Rassehunde von der Straße - fuhr abends mit einem Motorrad herum und entriss den Leuten die Hunde samt Leine. Hat zum Glück "nur" zweimal auch geklappt, beides Chihuahuas. Er ist mehrfach daran gescheitert, dass sich die Hunde selber gewehrt haben. Besonders tragisch war, dass der eine geklaute Hund mit dem Vater der Halterin unterwegs war. Der hat sich anschließend - nachdem die Familie intensiv öffentlich an den Dieb appelliert hatte, den Hund zurück zu geben - selbst umgebracht. War wohl psychisch labil und das hat ihm dann den Rest gegeben.
Außerdem hat vor Jahren jemand versucht, den angebundenen Westie einer Nachbarin vor dem Lebensmittelgeschäft zu stehlen. Das ist übrigens der einzige Grund, weshalb ich meinen Hund niemals vor Geschäften anbinde. Verhaltenstechnisch wäre das gar kein Problem. Aber es laufen so viele skrupel- und rückratlose Menschen rum...
Ich weiß noch nicht so genau, ob gut oder schlecht, aber Frieda ist heute zum ersten Mal aus dem Schwimmen heraus getaucht. Sonst habe ich sie immer nur am Ufer tauchen lassen, wo sie noch stehen konnte, so dass wenigstens noch was von ihrem Po aus dem Wasser guckte. Das wollte ich auch heute, aber in der Talsperre fällt das Ufer so steil ab, dass es sehr schnell sehr tief wird und sie dachte wohl, der Stein sei weiter draußen gelandet. Sie verschwand wie ein Otter aus dem Schwimmen in bestimmt 1,5 Meter tiefem Wasser.
Ich hatte schon das umgehängte Fernglas hingeschmissen, mein Handy aus der Hose geholt und einen Schuh aufgeknotet, da kam sie mit einem Stein in der Schnauze wieder hoch. Das waren vielleicht 10-15 Sekunden, aber die kommen einem in dem Moment wie Minuten vor. Ich kurz vorm Nervenzusammenbruch - Frieda im Himmel. Stein abgelegt und gleich wieder ans Wasser gestellt, dass ich doch bitte den nächsten schmeißen kann. Schuh Nummer Zwei hab ich dann später auch noch aufgeknotet, bei ihrer nächsten Otter-Immitation.
Ich kann mir nicht helfen. Der Hund ist manchmal so dermaßen dödel, ich trau der zu, dass sie sich am Grund in einen zu schweren Stein verbeißt und erst merkt, dass sie auftauchen muss, wenn sie tot ist. Oder sie vergisst einfach, wo die Oberfläche ist. ![]()
Aber sie liebt das. Stöcke und alles andere, was man mit Schwimmen apportieren kann, werden raus geholt und weg geschleppt. Beim Steinetauchen hat sie dafür keine Zeit. Der Stein wird draußen hingelegt und dann steht sie schon wieder da und wartet auf den nächsten. Als ich heute sagte, jetzt sei aber Schluss, hat sie angefangen zu winseln und selber Steine aufgehoben und zum Wasser getragen und in Übersprungsverhalten dran rumgekratzt und -gebissen. Ob das Sauerstoffmangel im Hirn ist? Die ist dabei aufgeregter als bei jeder Drückjagd.
Mein Hund ist ein Steinjunkie...
Ach so, und bevor das jemand sagt: Für die Zähne ist das natürlich auch nicht gut. Vor allem, wenn ich einen kleinen Stein werfe und sie mit einem Ziegelstein wieder rauf kommt. Denn die nimmt unter Wasser natürlich einfach den nächstbesten Stein. Die kann ja da nicht riechen, welchen ich angefasst habe. Wir haben extra einen tauchfähigen Dummy, aber den hat man natürlich nie dabei, wenn man ihn braucht...
Ich werde wohl beim nächsten Mal gezielt sowohl Dummy als auch Taucherbrille mitnehmen und mir dann einfach mal selber angucken, wie sie das im tiefen Wasser so macht. Das ist nämlich das, was bei mir die Panik auslöst: Wenn die einfach unter Wasser verschwindet und man nichts mehr von ihr sieht. Da krieg ich binnen Sekunden die Krise drüber. ![]()
Nach Gesang würde ich auch so gern können, aber aus irgendeinem Grund ist das nicht so meins, ich kann mir die Stimmen immer nur merken, wenn ich den Vogel tatsächlich hab singen sehen und hören. Ich brauch da die Verknüpfung Optik und Akustik.
Ich glaube, dass das an der Gehirnentwicklung liegt. Ich hatte schon als Kind eine CD mit Vogelstimmen. Da waren genau 97 Stück drauf. Damit habe ich oft Singvögel im Urlaub oder zu Hause "geärgert". Als Teenager bekam ich noch ein paar umfangreichere CDs und fand das faszinierend, nur anhand des Gesangs sagen zu können, welche Vögel z. B. im Urlaubsort vorkommen. Ich übte dann auch richtig (CD im Zufallsmodus -> Vogel raten). Aber man kann ja als Kind auch bis zu einem gewissen Alter sehr gut Sprachen lernen und irgendwann geht das nicht mehr so gut. Genau so ist es bei mir heute so, dass ich alle Stimmen, die ich als Kind gut kannte, auch heute noch kann. Wenn jetzt aber neue Arten dazu kommen, geht es mir wie dir. Anhören, merken und dann in Natura vergleichen, klappt nicht. Auch schnabelsynchrone Videoaufnahmen nützen nichts. Ich muss den Vogel live singen sehen. Dann brennt der sich in mein Gehirn. Alles andere funktioniert nicht mehr. ![]()
Ist schon krass, wie das Hirn tickt...
Das ist unterschiedlich. Die Brutvogelkartierung ist die Königsdisziplin und eigentlich der undankbarste Job. Da muss man vor Sonnenaufgang raus (bin froh, dass die Tage jetzt wieder kürzer werden) und macht dann so zwischen 3-5h Kartierung, wobei man ALLES aufnimmt. Planungsrelevante Arten werden genau verortet, alles andere wird in Radien rund um die geplanten WEAs eingetragen. Kartiert wird hauptsächlich anhand der Stimmen. Man hat dann schnell mal 20km in den Beinen und muss die ganze Zeit hochkonzentriert sein. Das ganze gibt's auch in der nächtlichen Version. Dann werden halt Eulen kartiert.
Raumnutzungsanalysen von bestimmten Arten / Bonbon-Vögeln (Schwarzstorch, Rotmilan) dauern 6-8h, fangen je nach Art erst um 9h oder manchmal auch erst nachmittags an, und man sitzt gemütlich auf einem Klappstuhl. Das bringt mehr Geld, weil längere Dauer und man muss sich auch nur auf bestimmte Arten konzentrieren (auch wenn einmalig alle singenden/beobachteten Arten für den jweiligen Radius eingetragen werden).
Und dann gibt's noch Horstsuchen/-kontrollen. Die dauern auch 8h/Tag, aber man muss viel herum kraxeln, weil man bestimmte Flächen abdecken muss. Die fangen auch zu moderaten Uhrzeiten morgens an.
Und das wird alles auf einmal gemacht, wenn irgendwo ein Windrad oder -park hin soll, plus zusätzlich noch Erfassungen von Fledermäusen und Co. Ich hatte bisher einen einzigen Auftrag, der nichts mit Windkraft zu tun hatte. Da ging's um Gewässer-Renaturierung.
Nicht nur auch, sondern meistens.
Was hast Du genommen??? Ich will das auch!!
Nix. Ich musste nur die letzten 3 Tage immer um 4.00h aufstehen, um dann irgendwelchen Piepmätzen hinterher zu stiefeln. Und dazwischen immer hunderte von Kilometern auf der Autobahn bei dieser Hitze. Vielleicht liegt es daran. ![]()
Und ich bin die Öko-Schlampe, die zu faul ist, ihre Weiden anständig nachzumähen.
Wie sieht das denn aus???
Hoddelig sieht das aus! Diese ganze Natur überall! Es ist nicht auszuhalten! ![]()
P.S.: Ich empfehle Beton. Preiswert, haltbar - und muss nicht gemäht werden. ![]()
EDIT: Hypoallergen ist der übrigens auch - sogar ohne dass man Pudel mit einbetoniert!