Beiträge von Sus.scrofa

    Meine beiden Setterhündinnen hatten das auch. Egal ob läufig oder nicht, die meisten Rüden wollten drauf. Mir wurde damals bei der zweiten mal von einer anderen Hundehalterin gesagt, die hätten dann was an der Gebärmutter. Ich hab's nie kontrollieren lassen. Die Hunde sind zwar beide relativ früh gestorben (7/8 Jahre), aber die Erkrankungen hatten nichts mit der Gebärmutter oder sonstwie mit was gynäkologischem zu tun. :ka:

    Ich kenne außerdem noch eine Große Münsterländerhündin, die sich auch immer gegen sämtliche Rüden wehren muss.

    Bei der jetzigen Hündin ist das kein Problem mehr. Da kümmert sich abseits der Läufigkeit kein Rüde drum. Seitdem ist mir auch erst bewusst, dass das bei den beiden anderen wohl nicht normal war. Vielleicht riechen manche Hündinnen einfach besser als andere?

    Also heute hat Frieda den Vogel abgeschossen. Meine tapfere Kriegerin, meine Heldin, hat heute einem anderen Hund das Leben gerettet. *Trommelwirbel*

    Wir waren mit 4 Hunden spazieren (Frieda + 3 Borderterrier). Plötzlich kamen 3 große Hunde von der Seite aus dem Wald geschossen, um auf der anderen Seite des Weges gleich weiter zu rennen. An zwei unserer Terrier waren Schleppleinen dran, wir haben aber nur einen erwischt, der andere ist hinter den Hunden her geschossen, womit wir gar nicht gerechnet hatten. Der geht hinter Wild her, aber noch nie hinter anderen Hunden.

    Der Besitzer ist dann erstmal hinter dem her gerannt, während ich mit den 3 verbliebenen Hunden an der Stelle gewartet habe. Die Halterin der drei wildernden Hunde kam dann auch. Die hatte zwei schon wieder eingefangen. Die waren zwischendurch auch wieder bei mir vorbei gekommen - aber ohne unseren Terrier. Der dritte Hund von ihr kam schließlich auch wieder, der Terrier blieb verschwunden.

    Der Besitzer kam irgendwann erfolglos zurück. Wir haben dann erstmal die zwei restlichen Terrier ins Auto gepackt. Es wurde langsam dunkel und wir befanden uns in Steinbruchgelände mit diversen Steilhängen, wo man runter fallen kann. Außerem kam der Hund sonst immer schnell zurück. Der Besitzer war sich zu 100% sicher, dass der Hund sich irgendwo mit der Schleppleine stranguliert hat.

    Das Problem ist: Der Hund würde auch nie bellen oder jaulen, wenn man den ruft und er irgendwo fest hängt. ABER: Er reagiert auf das Geheul anderer Hunde - und Frieda heult auf Kommando ("Speak!"). Wir haben uns dann aufgeteilt. Der Besitzer hat mit Hundegejaul vom Handy gesucht, ich habe Frieda regelmäßig heulen lassen. Dabei haben wir in sämtliche Steinbrüche geguckt, ob er dort hängt oder ob wir Schleifspuren der Schlepp vor den einschlägigen Dachsbauen finden. :fear:

    Ich war schließlich samt Heulfrieda schon richtig weit weg von der Stelle, wo er abgehauen war, da meine ich plötzlich noch viel weiter weg einen Hund jaulen und kläffen zu hören. Ich natürlich sofort wie blöde losgerannt, in der Hoffnung, dass nicht gleich jemand mit einem kleinen kläffenden Hund um die Ecke kommt, sondern das wirklich der Vermisste ist. Irgendwann stand ich ziemlich erhöht und guckte in ein total zugewachsenes Bachtal. Kein Ton zu hören. Ich wieder Frieda heulen lassen und voila: Antwort von unten im Tal, wo kein Weg und kein Steg ist. Das kann ja eigentlich nur unserer sein.

    Ich also mit Frieda ab in die Büsche. Da er immer nur kurz antwortete, musste ich noch mehrmals stoppen und Frieda heulen lassen. Darauf kam auch immer Antwort. So haben wir uns nach und nach zu dem Hund hingearbeitet. Frieda war inzwischen auch ganz aufgeregt und hätte den wohl gefunden, wenn ich sie abgeleint hätte, aber da der eine Vorliebe für Wildschweine hat, wollte ich erstmal sehen, was mir da außer dem Hund noch so entgegen kommt. Er hatte sich mit der Schleppleine so dermaßen im Farnkraut verwickelt, dass gar nichts mehr ging. Hab den Besitzer per Handy informiert und den Hund an Friedas Leine umgehakt. Als der Besitzer bei uns ankam, war ich immer noch damit beschäftigt, die Leine aus dem Farnkraut zu operieren. Die war wie festbetoniert.

    Frieda war jedenfalls die Heldin des Tages. Sie hat zwar keinen Plan, wieso sie zwischendurch immer heulen sollte und was überhaupt los war, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir den Hund ohne sie niemals gefunden hätten. Die Stelle war so weit ab vom Schuss und überhaupt nicht einsehbar - da hätten wir uns dumm und dämlich gesucht. Und das Hundegejaul vom Handy war viel zu leise. Da sieht man mal, wie scheinbar nutzlose Spaß-Kommandos Leben retten können. :lol:

    Ich habe dem Terrierbesitzer zwar untersagt, beim anschließenden Eisdielenbesuch "für die Nerven", Frieda auch einen Eisbecher zu kaufen, aber sie hat eine große Scheibe Wurst bekommen, als wir wieder zu Hause waren. Sie ist einfach die beste. :herzen1:

    @miamaus2013

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, ob du schon eine befriedigende Antwort bekommen hast, daher hier einfach noch flott meine Einschätzung:

    Wildschweine haben sehr unterschiedliche Charaktere. Ich hatte bisher noch keinen wirklich bösen Angriff. Bei einer Drückjagd wird man mal umgerannt, weil man im Weg steht, Scheinangriffe von Bachen hatte ich auch schon - aber immer mit Abstoppen, bevor es zum Kontakt kam. Hatte aber auch schon Bachen, die mich an wenige Stunden alten Frischlingen vorbei gehen ließen. Wir hatten uns jeweils respektvoll im Auge.

    Ich würde die Hunde beim Vorbeilaufen anleinen, mich bemerkbar machen (Reden/Singen hören sie manchmal erst spät, man kann ein Bärenglöckchen versuchen) und langsam gehen. Sollte doch mal ein Angriff starten, stehen bleiben und langsam den Rückzug antreten. Da müsste schon akut Not am Mann sein, dass die in so einer Situation einen Angriff durchziehen. Man kann Schweine übrigens so ähnlich "blocken" wie angreifende Hunde - also Anschreien und groß machen.

    Die Frage ist auch, ob sie dort wirklich lange bleiben. So megastandorttreu sind die in der Regel nicht. Vielleicht gibt es gerade irgendwo in der Nähe was gutes zu Fressen (Mais o. ä.) oder das einzige noch verbliebene Schlammloch und sobald das Angebot wechselt, sind sie wieder weg.

    Gefährlich sind in erster Linie verletzte/kranke Schweine, Handaufzuchten und Schweine, die von Menschen gefüttert werden. Ich würde mir an deiner Stelle nicht zu große Sorgen machen. Angriffe erfordern Energie, die Wildtiere nur investieren, wenn es sich wirklich lohnt oder nicht aders geht.

    @Nikara

    Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das lustig sein soll, oder ob du das ernst meinst, aber erstens töten diese Tiere andere, weil sie sie als Nahrung brauchen, während unsere Haushunde hier einem Instinkt nachgehen, der für sie nicht erforderlich ist, weil sie zu Hause Futter bekommen und zweitens hetzen diese Wildtiere in der Tat nicht. Das hat auch nichts mit guter Erziehung zu tun, die verballern schlichtweg keine Energie dafür. Füchse fressen hauptsächlich Mäuse, Insekten und Obst, die würden niemals ein gesundes Reh durch die Gegend hetzen. Luchse sind Lauerjäger, die oft nur einen einzigen Sprung investieren. Bussarde und Marder kriegen ihre Mäuse ebenfalls entweder beim ersten Versuch oder gar nicht. Da wird nicht gehetzt. Der einzige Hetzer ist der Wolf und der darf das, weil der nicht einfach auf Gras und Äpfel umstellen kann. Das ist aber alles Natur und die ist halt brutal. Die STVO kennen Wölfe nicht, daher werden auch so viele plattgefahren.

    Wenn man Verantwortung für einen Hund übernimmt, sollte man verhindern, dass der fröhlich andere Tiere für nix und wieder nichts kaputt hetzt oder Beulen in anderer Leute Fahrzeuge hinterlässt.

    Hier kriegen 90% der Halter von echten Wilderern übrigens nichts davon mit. Das sind die Fälle, wo der Hund echt lange weg bleibt. Die denken dann, der war'n bisscchen laufen. Denen würde ich gern mal die Ergebnisse zeigen. Schaf mit gebrochenem Rücken vom Dackel in den Zaun gehetzt, halb aufgefressenes Reh mit Kitzen im Bauch, gerissene Lämmer und letztens ein Reh, das im Zaun hing und jämmerlich schrie. Ich wünschte, die Leute würden das mal sehen und hören. Ich wünschte, ich könnte denen das Messer in die Hand drücken, damit die mal die Drecksarbeit machen und das arme Vieh abstechen können.

    Ich kriege das oft nicht in den Kopf, wie egal es den Leuten manchmal ist. Kriegte letztens mit, wie ein Jagdfreund jemanden freundlich zurecht wies, weil beide Hunde regelmäßig wilderten. Der Halter zuckte nur mit den Schultern und meinte, der solle sie beim nächsten Mal einfach erschießen.

    An die Threaderstellerin: Dir unterstelle ich das nicht. Wenn ich allerdings meine persönliche Meinung sagen darf: Ein Hund, der schon so oft und lange gejagt hat (die Bewegung allein reicht zur Endorphinausschüttung völlig, dafür muss er nicht erfolgreich sein) wird wenn überhaupt nur noch mit sehr viel Zeit und Aufwand zu einem zuverlässigen Begleiter im Wald. Das vergisst der nie mehr. Wäre es meiner, würde ich das abhaken und dauerhaft eine Leine dran machen - und zwar in erster Linie zum Schutz des Hundes.

    Hab das leider als Kind auch schon erlebt, dass Hunde vorm Supermarkt geklaut wurden oder es beim Versuch geblieben ist. Hier war letztens noch ein Beitrag bei einem belgischen Rundfunksender, das man seinen Hund auch nicht unbeaufsichtigt im Auto oder Garten lassen soll.

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    Ich werde oft für paranoid gehalten, aber mir ist es lieber, der Hund wird überfahren als gestohlen. Wenn man dann zeitlebens nicht weiß, wo der gelandet ist... :fear: Ich nehme sie auch mit, wenn ich z. B. Weihnachten zu meiner Familie fahre (obwohl nicht alle von denen Hunde mögen), weil dann hier wie verrückt eingebrochen wird, weil viele nicht zu Hause sind. Die können alles mitnehmen, aber nicht meinen Hund. :dagegen:

    Bei meinem Cocker hängt der Arbeitswille von der Arbeit ab. Sie kann Training und Ernst sehr gut unterscheiden.

    Wenn sie Wild aufstöbern und bewegen soll, kriegt sie nichts anderes mehr mit, auch kein Stoppsignal. Sie kann dann auch 4-6 Stunden ununterbrochen im Galopp durchs Gebüsch rennen, während sie auf normalen Waldwegen eher so vor sich hin dümpelt.

    Auch auf Blutfährten ist sie voll konzentriert. Dabei finde ich im Enstfall das gewissenhafte "am Boden kleben" und lieber zehnmal konzentriert drehen, wenn die Fährte verloren gegangen ist, deutlich besser als bei meinen Settern, die oft mit den Pfoten ihre Nase überholten und einfach zu schnell wurden und dann die Fährte verloren. Frieda saugt sich regelrecht am Boden fest und tippelt dann langsam, aber voll konzentriert zentimetergenau die Fährte entlang.

    "Fake-Arbeit" wie Apportiertraining macht sie 2-3 Mal mit Perfektion. Spätestens dann kann man den Dummy aber selber holen und auch die tollsten Leckerchen selber essen. Sie sucht den Dummy, findet den auch, guckt einen aber dann nur noch an. "Hier liegt er! Ich bring den aber jetzt nicht mehr. Verlierste eh wieder. Kann ich trotzdem noch so'n Keks haben? Nein? Dann nicht. Jedenfalls bring ich das jetzt nicht mehr, nur damit du das wieder irgendwo vergisst."

    Muss man wohl Glück haben, welche Arbeit der Cocker als solche ansieht. Ich könnte mir vorstellen, dass meine auch im Agility oder was anderem glücklich geworden wäre, wenn sie die Jagd niemals kennen gelernt hätte. Von da an war aber alles andere definititv nur noch Rang 2.

    Ich hab für Ohren, Pfoten und Kleinkram den hier:

    grotec Trimmer 808 classic, inkl. Ladestation, Scherkopf und 4 Aufste

    Tut's einwandfrei und ist nicht so teuer. Hatte mir auf der Katz und Hund noch einen anderen in der Größenordnung (von Wahl) zeigen lassen. Hier gefiel mir aber besser, dass man wenn der Akku leer ist, das Kabel aus der Ladestation auch direkt an die Schermaschine anschließen kann, ohne dass man neu aufladen muss.

    Ist mir letztens leider auch passiert - fing sogar zwei Tage später immer noch mal an zu bluten. Verband hatten wir nicht und der Hund war dennoch im Dreck (fing an zu bluten, während wie unterwegs waren). Desinfiziert hab ich auch nicht. Ich hatte Angst, dass das brennt und sie sich anschließend die Krallen gar nicht mehr schneiden lässt. Gab dennoch keine Konsequenzen. Irgendwann war's einfach wieder gut.

    Ein Freund von mir hat so einen Blutstill-Stift, wie weiter oben schon mal beschrieben. Der schafft es regelmäßig, seinen beiden Hunden konsequent in allen Krallen ins Leben zu schneiden. Mit dem Teil hört die Blutung wohl sofort auf.

    Ich schneide jetzt immer ganz vorsichtig "scheibchenweise", bis ich an der Schnittkante sehe, dass das Leben näher kommt. Meine Hündin hat leider komplett undurchsichtige schwarze Krallen. Zum Glück lässt sie sich anstandslos auf den Rücken legen und ihre Pfoten bearbeiten.

    Ich dachte man muss wegen dem Nitritpeak usw warten, Einlaufphase von bis zu 4 Wochen lese ich überall? Oder habe ich dich falsch verstanden?

    Man sollte da jetzt nicht den vollen Besatz rein hauen, aber @danimonster hat recht: Die Bakterien, die das Nitrit in Nitrat umwandeln bilden sich nicht ohne Nahrung. Man kann ein paar Schnecken rein setzen oder ab und zu minimal Fischfutter rein bröseln. Irgendwas muss jedenfalls gammeln, damit die Bakterien auch was zu mampfen haben. Auch ohne Besatz wird es einfahren (Pflanzen und Wurzeln liefern ja ebenfalls zersetzbare Stoffe), aber mit ein bisschen Besatz geht's schneller. Grundsätzlich 4 Wochen Leerstand und dann voller Besatz ist z. B. auch Humbug. Da stimmen die Wasserwerte, weil die Bakterien mit der geringen Nährstoffzufuhr gut auskommen. Mit dem zusätzlichen Kot, den der Besatz bringt, sind sie dann überfordert. Ich besetze von Anfang an in Maßen und erhöhe dann mit der Zeit... Das setzt aber etwas Fingerspitzengefühl voraus.