Beiträge von Sus.scrofa

    Kann mir eigentlich jemand erklären, wo diese "Ich suche einen Welpen der Rasse XY" Anzeigen herkommen, bzw. wo die Motivation dahinter ist?

    Also ich meine jetzt nicht die "Suche Hund, reinrassig, muss alles können, darf aber nix kosten, weil ich kein Geld habe.", sondern auch vernünftige Anzeigen. Jetzt letztens noch eine gesehen. Familie sucht Retrieverwelpen, Arbeits- und Wohnverhältnisse werden offen gelegt und erscheinen OK, VB 1000,- erscheint auch OK, man hätte gern Gesundheitsbescheinigungen der Elterntiere. Offenbar hat man sich schon gewisse Gedanken gemacht. Warum jetzt so eine Suchanzeige? Einfach zu faul zum Googeln? Internet haben sie offenbar. Das schreit doch nach Hinterhofvermehrer, der die Hunde normalerweise für 600€ vertickt und hier die Chance hat, den Leuten den "perfekten" Welpen, den er zufällig gerade noch übrig hat, für 400 € mehr zu verkaufen?

    Will das nur verstehen. Ich käme nie drauf, einen Züchter nach mir suchen zu lassen. Ich seh das eher als Privileg, dass ich mir den Züchter aussuchen kann. Theorien?

    Meine ersten beiden Hunde waren aus Würfen mit 15 und 12 Welpen. Die wurden beide früh krank und nicht alt. Viele Welpen scheinen also schon mal nicht zwangsläufig für gesündere Welpen zu stehen. Ich denke aber, dass das keinerlei Einfluss hat. Es sei denn, der Wurf wäre so groß, dass manche Welpen ausschließlich mit der Flasche aufgezogen würden (Zufüttern z. B. bei einem 15er-Wurf finde ich OK). Da hätte ich Bedenken wegen Immunsystem und Co. Ob die berechtigt sind oder nicht, weiß ich aber nicht.

    Wenige Welpen würden mich gar nicht stören.

    Meine wasserdichteste Hose ist eine Solognac "Jagd-Regenhose 100 verstärkt und wasserdicht" für 29,99€ vom Decathlon. Die ziehe ich wie eine Regenhose über eine Jeans an und nutze die als Durchgehhose. Hab die seit einem Jahr und dachte, wenn die eine Saison hält, lohnt das vom Preis. Alter Verwalter, das Ding ist super. Ist meine dichteste Hose - selbst nach 6 Stunden durch nasses Gebüsch noch trocken und trotz Dornen noch keine Löcher drin. Hab hier zwei Hosen, die kosten jeweils das Vierfache und werden nicht mehr genutzt, weil die nach 90 Minuten spätestens durchgenässt sind. Hab mir heute die Solognac noch mal auf Reserve gekauft, nur für den Fall.

    Demnächst will ich mal die beiden wasserdichten Jagdhosen für Damen probieren - einmal ohne und einmal mit Dornenschutz.
    Jagdhose SG500WW wasserdicht Damen braun Solognac - DECATHLON
    JAGD-REGENHOSE DAMEN SUPERTRACK 500 Solognac - DECATHLON

    Ich fürchte, dass die mir vom Schnitt zu kurz sind, aber die Qualität bei der Herrenhose, die ich als "Überzieher" nutze, hat mich echt überzeugt. Wollte daher nur mal die Decathlon-Hosen in den Raum werfen, weil vielleicht nicht alle regelmäßig in deren Jagdabteilung schoppen.

    Ach so, warm und wasserdicht gibt es auch, jedoch ist die Farbe vielleicht nicht jederfraus Sache:
    WINTER-JAGDHOSE BGP500C WASSERDICHT DAMEN CAMOUFLAGE Solognac - DECATHLON

    Das Seltsamste was ich je gefunden habe war ein komplettes Set Kleidung, im Herbst, mitten auf der Wiese. Inklusive Unterwäsche, Socken und Schuhe.
    Ich bin bis heute neugierig wie das da hin kam.

    Ein Kollege von mir ist mal mit seiner Freundin in den Wald - für romantische Stunden. Naja, die hatten sich die Nacht außerhalb der Stadt wohl nicht ganz so dunkel vorgestellt. Jedenfalls haben sie ihre Klamotten nicht mehr gefunden und mussten nackig zum Auto zurück... :lol: Erklärt in deinem Fall allerdings nicht, wieso es nur ein Set war. :ka:

    Ich halte die Rassehundezucht schon für wichtig. Geht ja ursprünglich alles nicht nur auf Form, sondern auch auf Funktion zurück. Hunde für bestimmte Aufgaben mit bestimmten Charaktereigenschaften. Das finde ich schon hilfreich bei der Auswahl.

    Einzig was wir draus machen, gefällt mir nicht immer. Das gilt insbesondere für vermeintliche Schönheitsideale. Wenn es nur noch um die Form, aber nicht mehr um die Funktion geht, läuft was falsch. Und das muss eben jeder Verein und Verband mit sich selbst ausmachen. Wenn z.B. die Epilepsiefälle in meiner Rasse zunehmen, die Ohren immer länger und die Augenlider immer schlaffer werden, dann werde ich diese Rasse nicht mehr anschaffen und auf eine umsteigen, bei der die Funktion nicht durch die Form eingeschränkt wird. Und wenn das alle so machen, dann wird sich bestimmt bei einigen Rassen mit der Zeit was ändern.

    Man sehe sich mal die klassischen Qualzuchtrassen an. Soweit ich mich erinnere wurde früher nicht so viel darüber diskutiert, dass Möpse und Bulldoggen im Grunde arme Viecher sind. Das nimmt immer weiter zu. Und das Internet hilft dabei, selbst den hinterletzten Hillbilly irgendwie zu erreichen. Wenn der Tag kommt, an dem man mit gesunden Hunden mehr Geld verdienen kann, als mit niedlichen verkrüppelten, dann wird sich auch bei den Züchtern was tun. Für einige Rassen ist bis dahin sicherlich schon alles verloren, aber ich habe doch die Hoffnung, dass die Rassenhundezucht sich irgendwann zum besseren wenden könnte, und zwar dann, wenn der Endkunde da zupackt, wo's wehtut - beim Geld.

    Hoffentlich... Kann natürlich sein, dass wir bis dahin auch schon alle auf unseren emissionslosen Einhörnern zur Arbeit reiten... :fear:

    Das tut mir sehr leid für euch. War leider auch schon in der Situation, dass ich finanziell komplett am Ende war wegen einem kranken Hund. Da kann ich leider nicht so recht helfen, aber ich habe bei der Geschichte an das hier denken müssen:

    Gefahr im Kornfeld - Landesjagdverband

    Die Endoskopie wäre mir auf jeden Fall am wichtigsten. Wer weiß, vielleicht finden sie auch was, was man ganz leicht behandeln/entfernen kann. Ich drücke die Daumen.

    @wow...

    Stimme dir voll zu. War auch nur so ne Gedankenspielerei, wenn man's jetzt mal ganz genau nimmt. Dann könnte man einen regelmäßig wildernden Hund eben auch als artgerechte Haltung verkaufen. Ich käme im Leben nicht drauf, mir Papageien, Meerschweinchen und Co in Einzelhaltung oder frei lebende Hunde in Rudelhaltung anzuschaffen. Wollte das damit nicht rechtfertigen.

    Nee, das kommt nicht häufig vor. Aber genau dafür hat man ja auch eine KFZ-Haftpflicht. WENN du jemanden so verletzt, dass der arbeitsunfähig wird und du bist nicht ausreichend versichert, dann ist dein Leben im Grunde auch gelaufen. Egal, ob du Auto fährst oder mit einer scharfen Waffe in der Gegend rum läufst - sowas kann immer passieren. Das heißt ja nicht, dass man mit 80 Sachen durch die Fußgängerzone fahren oder unkontrolliert in der Gegend rum ballern will. Es ist halt nur für den Fall der Fälle gedacht. Fehler passieren.

    Wenn Frieda mitjagt, dann als Stöberer. Die wird dann frei gelassen und geht im Dickicht nach Rehen, Wildschweinen und Hirschen gucken, stöbert die auf und scheucht sie so vor die wartenden Schützen. Und dabei geht sie halt auch schon mal was weiter, so dass ich nichts mehr von ihr sehe. Das soll ein Stöberhund auch so machen. Bracken und Terrier gehen noch viel weiter. Da sieht man manchmal die ganze Jagd über nichts mehr von. Ich nehme sie aber nicht immer mit und lasse sie auch nur stöbern, wenn keine Straße in der Nähe ist. Dennoch kann halt immer was unvorhergesehenes passieren - und egal wie unwahrscheinlich das ist, dafür sollte man abgesichert sein.

    Kann im Grunde mit Katzen ja auch passieren. Wenn ein Autofahrer sich so erschreckt, dass der nicht nur die Katze, sondern auch noch den nächsten Baum erwischt. Ich könnte mir eh keinen Freigänger halten, weil ich schon Magengeschwüre kriege, wenn Frieda mal für 5 Minuten weg ist, aber wenn ich mich seelisch dazu in der Lage fühlen würde, hätte ich da auch ne dicke Versicherung für...