Fühl dich auch von mir gedrückt! 
Ich war leider auch im letzten Mai in dieser Situation. Bei der Kontrolle auf Metastasen eines Analbeutelkarzinoms stellte sich heraus, dass im Bauchraum schon gar keine Organe mehr erkennbar waren. Alles war nur noch Tumor. Meiner Hündin ging es dennoch für 3 Wochen sehr gut. Sie trank sehr viel, weil der Tumor Homrone produzierte und sie zusätzlich Cortison bekam. Folglich ging auch im Haus schon mal was daneben und sie musste alle 2-3 Stunden raus. Aber sie hatte noch Freude an Waldspaziergängen und war eigentlich völlig normal.
Dann hat sie einen Tag nicht gefressen, war dennoch gut drauf. Am nächsten hat sie sich übergeben und konnte auch kein Wasser mehr bei sich behalten. War sehr müde. Das war für mich der Moment. Sie hatte keine Schmerzen, nur Übelkeit, die wir ihr mit einer Spritze auch noch mal genommen haben, damit sie noch ein paar Leckerli nehmen konnte. Rückblickend war es ein schöner Tod. Bis auf Müdigkeit und Übelkeit hatte sie nichts. Ich konnte sehr genau sagen, wenn sie Schmerzen hatte, denn leider hatten wir schon eine lange Krankengeschichgte hinter uns. Sie ist zu Hause eingeschläfert worden.
Insofern möchte ich dir eigentlich Mut machen, dass es durchaus so kommen kann, dass man den Zeitpunkt sofort erkennt, ohne dass der Hund höllische Qualen leidet. Auch ich hatte große Sorge, den Zeitpunkt nicht zu erkennen, aber das geht doch besser als man anfangs denkt.
Ich wünsche euch noch eine schöne und möglichst Zeit und dass euer "Zeitpunkt" ebenso eindeutig und gleichzeitig sanft kommt, wie bei uns.
Susanne