Beiträge von Sus.scrofa

    Ich kann den Hass gegen doodle auch nicht nachvollziehen,Kritik hin oder her. Woher kommt das?

    Ich glaub, was da so auf den Senkel geht, sind nicht die Hunde, sondern viele Halter, die den Doodle eben genau als Designer-Rasse kaufen und "Züchter" die so bereitwillig Profit daraus schlagen. Und diese ständigen Behauptungen letzterer, dass sich nur die guten Eigenschaften der Ausgangsrassen im Doodle sammeln. Mich macht das zumindest immer etwas kribbelig.

    Oft (nicht immer!) ist der Kauf wenig durchdacht, man geht mehr mit dem Trend als dass man sich mit der Frage beschäftigt "Welche Rasse passt zu mir?". Schön teuer darf's bitte auch noch sein, dann hat man gleich ein Statussymbol und was besonderes auf dem Hundeplatz. Zumindest war das bei den Doodle-Haltern so, die ich bisher kennen gelernt habe. Von Gentests bezüglich rassetypischer Krankheiten nie was gehört, der Hund wird schon nicht krank, ist ja schließlich ein Mischling. Aber dann rumjammern, wenn schon mit 8 Monaten die HD raus kommt.

    Eine Dame in meiner letzten Welpengruppe hatte auch einen Golden Doodle in kleiner Größe, wie auch immer man das jetzt nennt. Eigentlich ein netter Hund, bekam aber eben nicht das glatte seidige Retrieverfell, und auch keine Pudellocken, sondern so eine Struwwelpeter-Frisur. Die Besitzerin klagte mir nun ständig ihr Leid, dass die Haare nicht so schön glatt seien, sie zippelte dauernd daran herum. Da hab ich mich schon gefragt, wenn man Wert auf glattes, seidiges Haar legt, warum man sich dann nicht eine Rasse mit glattem, seidigem Haar kauft. Zu einfach, oder was? Im Bekanntenkreis ähnlich. Idyllische Familie, Hund muss dazu, aber bitte nicht den Retriever von der Stange. Hund darf inzwischen kaum noch ins Haus und trägt Elektrohalsband, weil eben null Wissen zum Thema Hund vorhanden ist. Wär bei nem Rassehund genau so gekommen, ist aber auch wieder so ne klassische "Doodle-Geschichte".

    Aufgrund solcher Stories umweht den Doodle so ein Hauch von Naivität, "Ich-bin-besonderer als du"-Einstellung und Vemehrertum. Die Hunde an sich können ja nichts dafür. Und damit will ich nicht unterstellen, dass alle Doodle-Besitzer keine Ahnung haben! Leider reihen sich eben gern mal so ein paar Ahnungslose in ihre Reihen. Und die teils horrenden Preise selektieren eben noch auf solche Leute, die da nun meinen, was ganz besonderes an Land zu ziehen, was z. B. auch "keine HD kriegen kann, weil's ein Mischling ist und die sind immer gesünder als die Ausgangsrassen".

    So erkläre ich mir das jedenfalls. Ich selbst bin neutral. Ich hab nichts gegen Doodle und ihre Besitzer. Vollpfosten-Besitzer mag ich auch bei Rassehunden nicht. Ich persönlich wollte aufgrund der undurchsichtigen Geundheitsnachweise der voran gegangenen Generationen der Elterntiere keinen haben - und geschmacklich auch, weil ich eben das Fell nicht so mag. Aber wem's gefällt und wer sich mit der Materie beschäftigt hat und es aufgrund bestimmter Eigenschaften ein Doodle sein soll, hätte ich demgegenüber keine Vorbehalte.

    Mich wundert nix mehr. Ich muss bei meinen Wildkameras, die in streng geschützten Gebieten ohne Wege und mit Betretungsverbot hängen, sogar die Infrarot-Strahler am Baum anketten, obwohl die ohne die (ohnehin verkettete) Kamera gar nicht funktionieren, der Dieb also nichts damit anfangen kann. Die Kameras muss ich natürlich sowieso sichern, obwohl die nur mit Passwort funktionieren und das auch drauf steht. Früher hab ich mal gedacht: Hier kommt eh keiner vorbei, und dass derjenige dann noch die kriminelle Energie besitzt, die Dinger echt mitzunehmen... Pustekuchen! Inzwischen denke ich, die Leute klauen sicherheitshalber. Egal, ob sie's brauchen können oder nicht.

    Also ich bin vom Kuscheln zumindest bisher nicht krank geworden. Ich habe allerdings auch keine Zecken mehr, seitdem meine Hunde Spot-Ons, Halsbänder etc. tragen.

    Baden darf der Hund auch - sogar mit Band. Ich mach das nur immer vorher ab, um die Wirbellosen im Teich/See/Bach ein bisschen zu schonen. Ich glaube, die Wirkungszeit kann sich leicht verkürzen, wenn der Hund extrem viel badet. Meine schwimmt im Sommer ca. 2-3 Mal die Woche ausgiebig. Das Band hat trotzdem für die ganze Saison gereicht.

    Ich fütter 2-3 Mal täglich, je nachdem, was wir am Tag so machen und wie die Fütterung in den Zeitplan passt. Wenn ich sie für 6-8h mit in den Wald nehme, bekommt sie vorher ein kleines Frühstück und abends eine große Portion, weil sie dann ordentlich Hunger hat. Wenn ich Büroarbeit mache, gibt's Frühstück, eine zweite Portion nach dem Gassi und noch mal was vor'm Schlafengehen. Alles dann eben was kleiner.

    Eine Religion ist das allerdings nicht. Ich würde auch einmal täglich füttern. Bei meinen Settern war das ganze drauf angelegt, große Magenfüllungen und damit -drehungen zu verhindern. Hat sich aus Gewohnheit so gehalten. Beim jetzigen Hund fällt mir allerdings auf, dass WENN ich mal aus irgendwelchen Gründen nur einmal füttere, sie zwischendurch schon "den fetten Hunger schiebt" und vermehrt bettelt, gleichzeitig die eine Ration aber nicht ganz schafft und nach ca. zwei Stunden noch die Reste vertilgt. Bei drei Mahlzeiten ist sie deutlich entspannter, obwohl sie die gleiche Menge bekommt - und kriegt auch alles in einem Rutsch aufgefressen. Ich glaub, letztlich ist das Gewohnheit... Kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass da nun die eine Variante besser oder schlechter ist. Außer vielleicht bei Hunden mit Magendrehungs-Risiko. Da würde ich immer auf mindestens zwei Mahlzeiten gehen und dann eben nur die Hälfte der vollen Beladung.

    Hier das gleiche. Letztes Jahr sind wir mit einem Band ausgekommen - nicht eine einzige Zecke. Dieses Jahr trägt sie es seit März - bereits 3 fest gesaugte, davon zwei allerdings tot, eine vierte habe ich vollgesaugt im Flur gefunden. Frieda ist einem enormen Zeckendruck ausgesetzt. Sie ist oft abseits der Wege im hohen Gras unterwegs (NRW, RP, BaWü) und ist dann übersäht mit krabbelnden Zecken, daher ist die Quote immer noch zufrieden stellend. Die Zecken habe ich auch immer nach extremen Tagen (ganztägig nur in Feld un Wald bei hohen Temperaturen und trockenem Wetter) gefunden. Aber ganz so gut wie letztes Jahr ist es nicht.

    Ich hatte wohl dieses Jahr das Band sehr locker eingestellt. Nach den drei Zecken habe ich es enger gemacht, damit es wirklich dauerhaft aufliegt. Seitdem war nichts mehr (ca. 4 Wochen).

    Es ist ja schön, wenn manche Primaten nett mir Kleinkindern umgehen. Ebenso gibt es genug Fälle, wo selbst zahme Schimpansen urplötzlich austickten und Menschen zerfleischten. Man google z.B. mal Charla Nash.

    Weder von dem einen noch von dem anderen Extrembeispiel kann man auf alle Affen schließen. Möglicherweise wäre dem Kind auch dann nichts passiert, wenn man den Affen betäubte hätte, möglicherweise wäre er auch in Panik verfallen und hätte das Kind absichtlich oder unabsichtlich getötet. Für den Gorilla tut es mir sehr leid. Dass er sterben musste, ist unfair, denn er hat nichts "Böses" getan. Dennoch kann ich nachvollziehen, dass die Verantwortlichen die Entscheidung so getroffen haben. Ich hätte es genau so gemacht.