Beiträge von Sus.scrofa

    Das klingt toll - da muss ich gleich mal nach Bildern googeln.

    Guckst du hier. Ich hab ihnen ein Video gewidmet. :cuinlove:

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    Becken ist leider noch ziemlich kahl, weil die Pflanzen erstmal wieder richtig anwachsen müssen.

    In den letzten Wochen ist bei mir eine Gruppe echter Staeck-Endler eingezogen. War ein Spontankauf und mein erster über's Internet. Hat aber alles toll funktioniert. Ich war dann so begeistert von den tollen Farben und dem Verhalten, dass ich ihnen eine Woche nach Einzug ein neues, größeres Becken eingerichtet habe, um die Gruppengröße etwas höher halten zu können, ohne selektieren zu müssen. Das soll man ja bei Wildstämmen ohnehin besser nicht machen.

    Heute werden noch ein paar Dornaugen als Bodenreinigungseinheit dazu kommen. Auch da freu ich mich drauf. Das sind Fische, die ich schon immer mal haben wollte. :applaus:

    Hach ja, mein Thema. :D Wie man an meinem Nickname sieht, sind Wildschweine meine absoluten Lieblingstiere und ich gehe auch häufiger mit ihnen auf Tuchfühlung. Sind einfach total intelligente und urige Tiere.

    Zur Gefahr durch Wildschweine kann ich sagen, dass ich bisher Verletzungen von Hunden und Menschen nur auf Drückjagden gesehen habe. Die betroffenen Hunde hatten das Schwein vorher angegriffen. Als Treiber, der im Dickicht steht und nach vorne und hinten nur 2cm weit gucken kann, sollte man sich beim Warnruf "Sauen!" mal kurz neben die im Gras eingetreteten Wechsel stellen. Die Schweine sind dann in heller Aufruhr und können auch nicht weiter gucken als man selbst. Die rennen einen einfach um, wenn man ihnen im Weg steht, aber das ist mehr aus Versehen. Und das berühmte verletzte Schwein ist natürlich gefährlich, aber auch das ist ja nachvollziehbar.

    Umgekehrt hatte ich aber schon viele Situationen, die mir gezeigt haben, dass Schweine selbst mit Frischlingen nicht unbedingt sofort angreifen. Bin mal aus Versehen (ohne Hund) an einer Bache vorbei gelaufen, die gerade erst gefrischt hatte, deren Kleine noch gar nicht laufen konnten. Die hat mich nur etwas angegrunzt. Im Rahmen meiner Wildmonitorings muss ich regelmäßig abseits der Wege laufen - in Gebieten, in denen es wirklich vor Schweinen wimmelt - und das mit Hund. Da habe ich alles schon erlebt. Schwein im Schlehengebüch auf 2cm an der Hose vorbei, zwischen Bache und Frischlinge durch gelaufen. Bei einer Drückjagd haben 6 bereits große Frischlinge versucht, sich unter mir (ich stand als Treiberin im Gebüsch) vor den Hunden zu verstecken, während die Bache unter einer Fichte saß und mich angrunzte. In keiner Situation hatte ich auch nur einen Kratzer.

    Lediglich in Südfrankreich habe ich es bei zahmen, angefütterten Wildschweinen mehrfach erlebt, dass die mich bei der Abendrunde mit dem Hund angegriffen haben, bzw. einmal haben wir uns um die Müllsäcke auf der Terrasse prügeln müssen. Das ist ja bei vielen Tieren so, dass wenn sie die Scheu verlieren, es zu Problemen kommt.

    Abgesehen davon, ist es eine individuelle Charakterfrage. Schweine sind unterschiedlich "drauf". Aber wenn ich die Wahl hätte, lege ich mich tausendmal lieber mit einer gesunden Sau an als mit einem Hirsch. Wenn der beschließt "Ich geh da jetzt durch.", ist richtig die K*cke am Dampfen. :flucht:

    @Belial: Glückwunsch! Das war meine Favoritin auf dem Foto mit den beiden. Tolle Farbe und schöne Gesichtszeichnung. Dann kriegt Frieda ja Verstärkung hier. :applaus:

    EDIT: Das Problem vom großen zum kleinen Hund zu wechseln hatte ich auch. Ich hab ihr ein peisgünstiges vertsellbares Nylonhalsband gekauft. Stand wirklich einfach im Fressnapf und suchte das Pi mal Daumen aus, weil ich auch keine Ahnung hatte, wie groß/klein so ein Cockerwelpe ist. Damals musste ich es ganz eng stellen, heute passt es ihr in etwas weiter immer noch.

    Nee, das Blutabnehmen meine ich nicht. Angenommen, der Hund hat irgendwo einen Tumor, der bei so einer Untersuchung raus kommen würde und sonst unbemerkt bliebe. Dann würden sich an die Entdeckung ja noch alle möglichen Behandlungen anschließen.

    Ist sicherlich Ansichtssache. Der Hund hat ja auch eine bessere Überlebenschance, wenn sowas frühzeitig entdeckt wird. Aber ich hatte halt auch schon das Phänomen, dass ich eine frühzeitig entdeckte Erkrankung bei einer Hündin im Nachhinein lieber übersehen hätte. Das hätte ihr viel Leid erspart.

    Ich hatte noch nie einen alten Hund, aber wenn ich jemals einen haben sollte, würde ich es auch so händeln, dass der bei Veränderungen/Auffälligkeiten durchgecheckt wird, sonst nicht. Hab bei meinen bisherigen Hunden gelernt, dass es nicht immer das beste für den Hund ist, Krankheiten mit allen Mitteln zu behandeln. Wenn ich was verstecktes übersehe, weil ich den Hund nicht regelmäßig checken lasse, hat der Hund vielleicht ein bisschen weniger Zeit, aber die ist dann wenigstens nicht mit medizinischen Quälereien versaut.

    Hochinteressantes Video @Chris2406! Endlich mal jemand, der realistisch Tacheles redet. Es braucht aber wohl keine übernatürlichen Fähigkeiten, um zu prophezeien, dass es in Deutschland erstmal zum Supergau kommen muss, bevor manche Leute den Kopf aus dem A... ziehen. Ich verstehe nach wie vor nicht, was an einer jadlichen Regulierung des Wolfes auszusetzen ist. Nicht, dass ich das machen wollte. Erstens würd's mir schwerfallen, auf einen zu schießen, zweitens hab ich wenig Lust, mich anschließend mit den ganzen Morddrohungen auseinanderzusetzen.

    Aber Fakt ist, man würde damit drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Man reguliert die Bestände auf ein verträgliches Maß, erhält die natürliche Scheu und vermindert/verhindert damit wiederum weitere Übergriffe auf Weidetiere.

    Aber öffentlich vertreten darf man dieses simple Konzept natürlich nicht, weil die meisten Leute gesunde Regulierung und Ausrottung nicht auseinanderhalten können. Fällt mir immer wieder auf, dass wenn ich von Regulierung spreche, die Leute so eine Art mittelalterliche Hexenjagd vor Augen haben, bei der nicht gestoppt wird, eh nicht auch der letzte böse Wolf kaputt gekloppt worden ist. Ich geb's auf. Und da ich keine Weidetiere halte und zur Not sogar bewaffnet im Wald rumlaufen darf, gehöre ich zu den Leuten, die das Privileg haben, sich die Entwicklung mit Spannung einfach weiter anzuschauen. Das Experiment "Großraubtier ohne Regulierung in Industrieland" ist so ziemlich das Spannendste, was man einem Ökologen vorsetzen kann.

    So, und jetzt beruhigen wir uns mal alle wieder! Das reguliert sich alles von selbst. Rufen und klatschen, einfach rufen und klatschen... Muahaha! :lol:

    Ich fand die Aussage der Tierärztin aber irgendwie etwas merkwürdig, dass man vor der Abgabe eines Tieres erst mit dem Tierarzt sprechen sollte. Ist das so? Oder hab ich da was falsch verstanden? :???:

    Ich glaube, sie meinte damit, dass man schon noch ein paar Anlaufstellen hat, bevor man den Hund gleich im Tierheim ablädt. Und die Anlaufstelle Tierarzt kannte die Frau ja offensichtlich, wenn sie mit dem Hund schon mal dort war. Die Wohnung war ja angeblich zu klein für den Hund. Das ist ja kein absoluter Notfall, wo der Hund innerhalb von 24h weg sein muss. Ich kenne das so, dass bei unserem TA oft Aushänge sind, bzw. der TA auch direkt andere Halter anspricht, die dafür bekannt sind, schon mal unerwünschte Hunde aufzunehmen, wenn so ein Fall eintritt. Und ich hab es auch schon erlebt, dass der TA in krassen Fällen vorübergehend selbst den Hund genommen hat (z. B. weil der Besitzer den ohne medizinische Begründung einschläfern lassen wollte). Ich stimme @Foxxy25 zu - ich hatte den Eindruck, dass der Hund entsorgt wurde, weil kein Bock mehr drauf und jetzt die Kaninchen als Ersatz für die Tochter (hat sie ja auch selbst so gesagt) angeschafft wurden.

    Und mal ganz ehrlich: Eine zu kleine Wohnung gleich als Tierquälerei für den Hund zu bezeichnen war von der Halterin auch ein bisschen dick aufgetragen. Wenn man genug Zeit aufbringt, um sich mit dem Hund zu beschäftigen, täglich raus zu gehen und dem Hund genug Bewegung zukommen lässt, ist dem doch völlig wurscht, wie klein die Bude ist. Selbst meine beiden Setter hätte ich ohne schlechtes Gewissen in einer kleinen Wohnung gehalten. Sobald wir aus dem Wald kamen, haben die eh nur noch irgendwo rumgelegen und gepennt. Ich unterstelle der Dame, dass sie genau auf dieses Zeitaufbringen keine Lust hatte.

    Was die Diagnostik angeht, fand ich bislang eigentlich alles recht nachvollziehbar. Z.B. auf Metastasen röntgen, bevor man operiert und sowas. Den Hund wegen Verhaltensauffälligkeiten gleich in die Röhre zu schieben finde ich dagegen auch etwas übertrieben, aber was will man machen? Die Leute kommen mit dem Problem zum TA, weil sie es offensichtlich für gänzlich abwegig halten, dass es einfach nur ein Erziehungsproblem ist. Der TA kann dann halt nur mittels Kernspin, MRT oder sonstwie "in den Hund rein gucken", um organische Ursachen auszuschließen. Würde er gleich zu Beginn sagen "Ich bin Tierarzt und kein Verhaltenstherapeut - ich kann Ihnen da leider nicht helfen." würde er ja auch als inkompetent dastehen. Ich wette, in den allermeisten Fällen kommt dann eben die "Mit Gehirn und Blut ist alles in Ordnung. Gehen Sie zu einem Verhaltenstherapeut." Diagnose dabei raus. :ka: