Beiträge von BadlyConfused

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    Um zu dem Thema "der Hund hat niemals nie vorne zu laufen" zu kommen :

    Meine Laska ist immer hinter mir gelaufen, wenn sie müde war oder kein bock mehr hatte.
    Da konnte ich tausendmal sie nach vorne holen, ohne Leine ist sie immer wieder hinter mich.
    Fand ich nervig, weil ich ja null sehe was der Hund macht :tropf:

    Und um was zum Thema beizutragen:
    Würde ihn nicht in die Nähe meiner Hunde lassen, nicht mal ohne Hund würde ich mit dem reden.

    Mein Naruto war zu anfangs auch sehr ängstlich.
    Hier gab und gibt es zwar keine Kinder aber da es um "wie kann ich es allgemein einfacher gestalten" geht:
    - dem Hund einen eigenen Rückzugsort bieten, am besten was, was nicht von anderen genutzt wird (also eher kein Tisch) und trotzdem mit dabei ist. Vllt eine Box, wenn sie sich gern versteckt.
    - nicht aus der Hand füttern, damit sie nicht in einen Zwiespalt gerät weil sie einerseits gerne das Futter/Leckerlie hätte, andererseits aber Angst hat. Ich habe Naruto zb Kaustangen über den Boden zugerollt/ zu ihm hingeschoben.
    - sich von dem Gedanken verabschieden dass es zeitlich irgendwie eingrenzbar ist, wann der Hund angekommen ist ( 14 Tage schon mal nicht)

    Sie muss sich an 5 neue Menschen gewöhnen, die immer in irgendeiner Form präsent sind.
    Das wäre auch ohne die komplett neue Umgebung eine große Herausforderung.

    Wie alt ist sie den? Hat sie davor "richtig" auf der Straße gewohnt oder in einem Shelter und hatte regelmäßig Menschenkontakt?

    Ich schreibe "Angst" weil ein "nur" unsicherer Hund meiner Meinung nach nicht beißt. Das ist der letzte Ausweg nach zig anderen Kommunikationsmöglichkeiten.
    (kann sein das der Hund allgemein eher unsicher im Kontakt zu anderen Hunden ist, aber in dem Moment in dem der Hund beißt ist das doch mehr als unsicherheit.)

    Ich nehme mir das mal raus. Ich glaube ehrlich nicht, dass dort überwiegend Angstbeisser sitzen. Diese Hunde beissen aus ganz anderen Gründen. Insofern ist die ganze Diskussion dazu überflüssig, weil das, egal ob sinnvoll oder nicht, überhaupt nicht zu den Hunden dort passt.

    Damit gehe ich d'accord.

    Ich habe den Begriff genutzt, weil es das ist was theoretisch passieren soll: Hund wird in eine Situation gezwungen, die er als negativ auffasst und soll aber was positives durchaushalten lernen.

    Ich hab nicht den Eindruck, dass es das ist, was man bei HFF erreichen will.

    Nach deren Aussagen soll der Hund dort hündisch kommunizieren lernen und "Hund sein" dürfen.

    Ich glaube nicht, dass die behaupten würden, dass sie den Hund in eine negative wahrgenommene Situation bringen.

    Naja, es wurde hier geschrieben, dass es schon "unsicheren Hunden zeigen soll dass sie mit Artgenossen auch Spaß haben können". Das klingt für mich schon eher danach dass es dort sehr wohl bewusst ist, dass Hunde das scheiße finden (können).

    Kurzer Einschub:
    Ich habe den Begriff "flooding" genutzt, weder hhf noch beastmaster hat den begriff genutzt.
    Ich habe den Begriff genutzt, weil es das ist was theoretisch passieren soll: Hund wird in eine Situation gezwungen, die er als negativ auffasst und soll aber was positives durchaushalten lernen.
    Dass das, was dort gemacht wird, kein echtes Flooding ist, ist mir klar.
    Das wird, wie jetzt mehrmals erklärt, sehr engmaschig begleitet und aufgebaut und ist im Hhf Setting nicht das was passiert.
    Es wird aber als "Resozialisierungsmaßnahme" gelabelt und sich irgendwie fachlich hingeschwurbelt.
    Eine Desensibilisierung ist es auch nicht, weil das kleinschrittig aufgebaut wird. Also kein "Hund wird von 0 auf 100 mit der Situation konfrontiert".
    Ich schreibe "Angst" weil ein "nur" unsicherer Hund meiner Meinung nach nicht beißt. Das ist der letzte Ausweg nach zig anderen Kommunikationsmöglichkeiten.
    (kann sein das der Hund allgemein eher unsicher im Kontakt zu anderen Hunden ist, aber in dem Moment in dem der Hund beißt ist das doch mehr als unsicherheit.)

    Wie auch schon geschrieben wurde, dass ganze ist auch in der Humanpsychologie umstritten und kann wenn falsch gemacht oder auch einfach nur zufällig was blödes passiert eher verschlimmernd wirken.
    Das ganze mit ungesicherten Hunden ( also ohne MK) zu veranstalten hat für mich eher was von Gladiatorenkampf und survival of the strongest ( wenn man bedenkt dass einige Hunde dort schon Beißvorfälle mit Artgenossen haben).

    Deswegen schrieb ich "Angst".
    Wenn der Hund Angst hat, ist es flooding.
    Wird sicher nicht jeder Hund dort haben, selbst dann ist die Erfolgschance sehr gering.
    [Dort ist absolut keine fachlich richtige Durchführung von flooding möglich]

    Das ist so eine "kommt drauf an"-Situation.
    Mit Hund würde ich in die entfernteste Ecke gehen und darum bitten, den Hund fern zu halten.
    Würde das nicht geschehen, würde ich mich drum kümmern, schnell essen und wieder gehen.
    Dauert ja nicht sooo lange und ich bin eh kein Fan von Menschen(mengen).

    Ohne Hund würde mich wohl meine Begleitung ans Essen erinnern müssen weil ich mich die ganze Zeit mit dem Hund beschäftigen würde ( da kickt halt die Autismus Spezialinteresse).
    Wahrscheinlich würde dann eher ich den Gastwirt:innen auf die Nerven gehen weil ich versuche ihren Hund zu managen.

    Solange der Hund nicht beißt, angreift oder meinen Hund permanent belästigt würde ich wohl auch eher nochmal dort hingehen als wenn dort kein Hund wäre.

    Theoretisch kann dir jederzeit jeder Mensch, der dir gegenüber steht, mit der Faust ins Gesicht schlagen.

    Ob er es tut, hängt von sehr vielen Faktoren ab, und nicht nur allein von der Fähigkeit, es tun zu KÖNNEN.

    Finde der Vergleich nicht ganz passend, aber ja in der Theorie ist das so, ja.
    Und weiter?

    Um diesem theoretischen Gefahrenpotential möglichst keinen Raum zur Entfaltung zu bieten, gibt es Regeln.

    Das ist eben meine Aussage: dieses theoretische Gefahrenpotential muss HH bewusst sein, ansonsten fehlt ja die Erkenntnis dass es Sinn macht die Regeln auch eingehalten bzw das es überhaupt Regeln braucht.

    jetzt mal ernsthaft:
    selbst wenn die Umweltbedingungen aka die Zwinger, der Auslauf, sogar die Menge der Hunde besser wird, ändert es nichts daran "wie" dort trainiert wird.
    Da ist halt auch fachlich nicht viel hinter, egal wie viele Menschen dort beim entrümpeln Spaß haben.

    Wieso widersprechen sie sich?
    Ich denke es gibt auf jeden Fall eine Differenzierung zwischen Bissen und ich meinte ja, dass die Rasse unterschiedlich ausgeprägt "beißen" was natürlich ein Ranking zulässt.
    Ein Dackel, der "plötzlich" zubeißt ist in meinem "ranking" weniger gefährlich, als ein DD.
    Obwohl man natürlich diskutieren könnte ob die theoretische Schädigungsmöglichkeit (aka Größe des Gebisses) einen Hund gefährlicher macht oder die theoretische Wahrscheinlichkeit (zb ob der Hund schon mal gebissen hat oder nicht) dass der Hund zubeißt.