Beiträge von BadlyConfused

    Was mir immer geholfen hat: Einen Hund dabei zu haben. Nicht geholfen im Sinne davon, dass ich angegriffen wurde und der Hund mich verteidigt hätte - aber bzgl. meines Sicherheitsgefühls.

    Ich rede mir einfach ein: Solange ich einen Hund dabei habe bin ich kein einfaches und kein leises Opfer - da traut sich so schnell keiner ran.

    (Mir ist völlig klar, dass diese Theorie kratergroße Löcher hat - aber die Vorstellung half mir wirklich immer sehr.)

    Das.

    Ich kann seit Jahren nicht mehr alleine das Haus verlassen. Mit Hund(en) geht das meistens. Mit hund(en) kann ich mich aber auch besser verteidigen bzw. Bleibe funktionstüchtig. Da steht das Wohl der Hunde über meinem Selbsterhaltungstrieb (kaum zuhause bricht das ganze Konstrukt wieder zusammen). Ich habe mich schon mehr als einmal erfolgreich gewehrt mit Hund dabei.

    Bei mir ist es genau anders herum: putzen und aufräumen —> Ohja!

    Kochen—> langweilig, unbefriedigend und danach ist alles dreckig.

    Der Freund fragt mich regelmäßig wie ich es geschafft habe mich zu ernähren vor ihm.
    Für die Hunde kochen ist da ein ganz anderes Thema, das geht easy. Aber da schmeiß ich auch einfach alles in einen Topf/airfryer/Backofen und abschmecken muss ich auch nicht.

    Deshalb kocht der Freund und ich mache sauber.

    Eine Frage noch in die Runde. Wenn ihr ein (aversives) Abbruchsignale verwendet und der Hund sein Verhalten daraufhin abbricht, lobt/bestätigt ihr das dann? Und wenn ja/nein, aus welchem Grund?

    Meistens bedanke ich mich. Einfach als Feedback, nicht als Belohnung.
    Gibt aber auch oft verbales Lob und bei richtig „schwierigen“ Sachen gibt es auch Party und Leckerlies.
    Zb wenn Naruto es schafft sein glotzen abzubrechen, dann gibt das Belohnung weil ich weiß dass das was ist was ihm schwerfällt und gleichzeitig weiß ich dass er nicht absichtlich glotzen würde um sich dann abbrechen zu lassen um dann ein leckerlie abzustauben.

    2. Eine Frage zum Hundeverhalten... Wenn ich Arya auf ihre Decke schicke, dann "diskutiert" sie oft mal mit mir. Vor Allem wenn ich es recht freundlich sage. Sie geht nach dem Kommando dann ein paar Schritte Richtung Decke, bleibt stehen und schaut über die Schulter, als ob sie sicher gehen wollte, dass ich es auch wirklich ernst meine. Dann muss ich das Kommando wiederholen, damit sie weiter geht und an ganz "aufsässigen" Tagen sogar noch ein drittes Mal. Wenn ich das Kommando direkt sehr streng sage, klappt es öfter beim ersten Mal, aber auch nicht immer. Dann komme ich mir aber immer so arschig vor und frage mich, warum ich immer erst lauter/vehementer werden muss, damit es klappt... Wisst ihr evtl. woran es liegt, dass ich das Kommando meistens wiederholen muss? Es kam noch nie vor, dass ich es mal nicht ernst gemeint habe oder es dann hab gut sein lassen. Ein gegebenes Kommando wird dann auch durchgezogen. Daher bin ich verwirrt, warum sie quasie jedes Mal mit mir diskutieren will/schaut ob ich es wirklich ernst meine... Oder interpretiere ich da was falsch?

    Trudy „diskutiert“ auch gerne bzw. braucht gerne mal 3 Sekunden Bedenkzeit bei sowas. Ich gebe ihr die Zeit auch, „halte“ aber das Signal per Handzeichen oder Blickkontakt so lange bis sie es macht.

    Ich habe das bei Mike (der hatte das beim MK und Geschirr an und ausziehen) so gemacht, dass ich da mit sehr hochwertigen Leckerlie gearbeitet habe.

    Während dem anziehen habe ich Erdnussbutter oder Leberwurst auf den Boden geschmiert und ihn auflecken lassen. Währenddessen konnte ich ihm das Geschirr anziehen. Dabei war er mit MK und Leine am Halsband gesichert, damit er wenig Raum hat um sich umzudrehen und mir im Arm oder Gesicht zu hängen. (MK habe ich ihm zuerst mit Zeug beschmiert auch dann schnell übergezogen und fest gemacht).
    Geschirr habe ich eins genommen dass nicht über den Kopf gezogen werden muss sondern eine schnalle hatte.
    Parallel dazu habe ich ihm ein anderes Geschirr positiv mit Leckerlies aufgebaut.

    Würde dir auf jeden Fall auch einen Maulkorb empfehlen und wenn es nur für die Anzieh und Auszieh Situation ist. Es lässt sich einfach ruhiger arbeiten wenn man nicht damit rechnen muss jeden Moment einen Biss abzubekommen. Auserdem festigt sich sowas mit jedem erfolgreichen Biss bzw Abschnappen.

    Leinenführigkeit habe ich mir sehr einfach gemacht, in dem ich die Leine länger gemacht habe. In Kombi mit langsamer Laufen und stehen bleiben wenn er stehen bleibt, hat das bei Naruto irgendwie einen Schalter umgelegt weil es ihm vor allem um "oh ein Grashalm. schnell hin. oh noch einer. oh was ist das." ging.
    Laska war eh immer ohne Leine und wenn sie an der Leine war, ist sie bei Fuß gelaufen. Von alleine, habe ich nie geübt, aber sehr verstärkt.
    Und Trudy bekommt auch den "Längere leine"-Trick , in Kombi mit stumpf stehen bleiben wenn sie am Ende hängt. Sie hat ganz schnell gecheckt dass sie wenn sie den Zug rausnimmt weiter kommt. Das verbinde ich gerade mit einem Leinenende-Signal als Vorwarnung. Nimmt sie den Zug von alleine raus bevor sie das Ende erreicht gibts ein verbales Lob (kein Leckerlie, sonst jojot sie mir mit Absicht hin und her).

    Bei meiner DSH Hündin habe ich damals ständig anfragen bekommen, selbst mit 14 Jahren waren die Menschen noch der Meinung dass das eine gute Idee ist weil sie ja noch so fit war und das ganz bestimmt nur mit ihren Genen zu tun hat.
    War mir irgendwann zu doof da sachlich und konstruktiv drauf zu antworten, also war die Standartantwort nur noch ein entsetztes oder angeekeltes: " Oh bah, wir hassen Männer".
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    Das ist es halt. Die Rücklage werte ich gar nicht als "davon bezahle ich alles für den Hund" sondern halt als Backup, wenns doch mal mehr wird. Normale laufende Tierarztkosten, Spezialfutter, Medikamente, etc. zahle ich einfach vom normalen monatlichen Budget. Das betrifft auch kleinere Tierarztrechnungen von (bisher) bis zu 250€. Klar gehe ich davon aus, dass ich in hoffentlich mindestens 15 Hundejahren mehr als 10.000€ für den Hund bezahle.

    Schwierig wirds mEn vor allem dann, wenn man Schwierigkeiten hat, diese Dinge ohne die Rücklage zu decken. In dem Fall würde ich persönlich wahrscheinlich wirklich eine Versicherung vorziehen und hoffen und beten, dass sie mich nicht rausschmeißen oder ich sie mir auch in 10 Jahren noch leisten kann.

    das ist glaube ich aber die realistischste Variante. Kenne sehr sehr wenig Menschen die a.) überhaupt Rücklagen haben und b.) mehrere Tausende bzw 10.000€ haben.

    Wir hatten vorhin einen schönen Schneespaziergang durchs Wohngebiet. Trudy war super drauf, sie findet Schnee toll. Hab das Gefühl dass dämpft die Geräusche etwas und dadurch ist sie entspannter. Auf einer großen Wiese konnte sie eine Runde mit Naruto fetzen :herzen1: sie hat sich mehrmals gelöst und viel geschnüffelt, trotzdem immer an uns orientiert. Schleppleine war nie auf Spannung, einfach eine schöne Runde.

    (Nur Kot absetzten wollte sie lieber zuhause im Garten xD:ka:)