Beiträge von DiemitdenAussies

    Hi.

    Ich versuche mich mal an deinen Fragen ;)

    1. Ein "Superwort" muss auch mit einer super Belohnung belohnt werden und wird eben nur in den seltensten Fällen benutzt (beim Jagen, seeehr starker Ablenkung usw). Ich würde einen komplett neuen Super-Abruf trainieren, sofern du ihn brauchst. Vielleicht dann sogar mit Pfeife. Meine Hunde kennen zwei Dinge "Komm" als stinknormalen Abruf. Dafür gibts ein Lob und Leckerlis. Und es gibt den Pfiff. Der wird nur sehr selten benutzt und riesig belohnt (zB mit Katzenfutterschälchen, Hähnchenbrust etc). Also wenn du es trainieren willst, würde ich eher das "Komm her" als Superwort trainieren und den jetzigen, funktionierenden Abruf als normalen Abruf beibehalten. Der scheint ja gut zu funktionieren.

    2. Warum holst du ihm das Spielie nicht da raus? Ich mache das bei meinen so. Meine Hündin wirft ihren Kram auch ab und zu an die unmöglichsten Stellen. Wenn sie überhaupt keine Chance hat ranzukommen, helfe ich ihr einfach. Allerdings wäre es ratsam, erst hinzugehen, wenn dein Hund gerade ruhig ist und ihm das Objekt der Begierde auch nur dann zu geben, wenn er nicht bellt. Also garnicht so weit frusten lassen ;).

    3. Natürlich sollst du dich freuen! Wie irre! Dein hund soll ja lernen auf dich zu achten und das sollte dann auch belohnt werden.

    4. Bellt er die Vögel nur an, wenn er im Haus ist? Wenn ja, würde ich es ihm einfach verbieten, Dinge vom Fenster aus zu verbellen. Also gar nicht mehr aus dem Fenster glotzen lassen. Hört sich für mich eher nach Wachverhalten an.

    Huhu.

    Ich war in einer ähnlichen Situation. Ich war 22, habe studiert und muss sagen: Einen besseren Zeitpunkt hätte ich mir nicht vorstellen können, um einen Hund in mein Leben zu nehmen. Ich bin da aber auch keine Hundeanfängerin gewesen und war mir der Arbeit/Zeit/Kosten sehr bewusst. Wenn du Betreuung für deinen Hund organisieren kannst, wenn du nicht da bist, ist doch eigentlich alles prima. Verändern kann sich natürlich beruflich und privat noch was. Aber das ist eigentlich immer so im Leben. ;)
    Man muss das halt ganz klar für sich haben: Will ich einen Hund in meinem Leben und für diesen aktiv da sein oder nicht? Sollte die Antwort JA sein, wird sich auch immer Zeit für den Hund finden, weil man sie sich bewusst nimmt.
    Mittlerweile studiere ich etwas ganz anderes, wohne woanders, habe eine neue Beziehung und arbeite neben dem Studium in einem recht stressigen Job. Letztes Jahr zog Hund Nummer zwei ein und auf der Strecke bleibt hier bestimmt keiner ;).

    Ich kenne ja beide Seiten. ich habe zum einen nen unkastrierten Rüden, der aber tatsächlich sehr sehr höflich ist und Hündinnen nicht belästigt. Dem kann ich das Aufreiten einfach verbieten und gut isses. Wäre das nicht möglich, würde ich wohl versuchen, den Hund bestmöglich zu kontrollieren. Eins muss ich aber dazu sagen: Mein Rüde würde sich von jemand Fremden weder umdrehen, noch kneifen, noch ans Maul fassen lassen. Geschweige denn den Versuch dulden, ihm das Maul zuzuhalten. Er ist ein lieber Kerl, aber bei sowas kennt der keine Freunde und würde seine 30 Kilo Kampfgewicht locker gegen den Angreifer richten (zu recht, wie ich finde). Es ist absolut gefährlich, einem fremden Hund mit dieser Gewalt zu begegnen, wie es hier beschrieben wurde.

    Auf der anderen Seite habe ich eine Hündin, die auch gerne mal belästigt wird. Meistens kenne ich die Rüden und spreche sie an/verbiete es, dass sie meine Hündin belästigen. Kenne ich den Rüden nicht, mache ich mich fix mit meiner Lady aus dem Staub. Ein Rüde reitet ja nicht direkt auf, sondern flirtet erstmal herum.

    Edit: Also im Grunde so, wie Waheela es beschreibt.

    Wir starten dann also in zwei Wochen. Bin total gespannt. =)
    Bliss macht das schon irre. Sie ist schnell, wendig, aufmerksam und mit Spaß dabei.
    @Nebula: Und wenn du nach der BH den Verein wechselst? Also vielleicht einen, der sich an der Interessentenzahl orientiert und wo jeder unterkommt. Finde das ja shcon sehr schade, wenn man in die Röhre guckt, nur weil alle Kurse voll sind, obwohl man gerne diesen Sport machen würde.

    Ich benötige die Box eigentlich nur, wenn sie noch so reizanfällig sind, dass sie auf alles anspringen was um sie herum passiert und deshalb nicht zur Ruhe kommen können.

    Bei Tex war das so, dass er als Welpe immer irgendwas gefunden hat, was ihn beschäftigt hat. Er ist ja generell ein sehr reizanfälliger Hund - auch heute noch. Naja und da war das eben oft so, dass er sich hingelegt hat, weil er totmüde war, sich dann aber ein Vorhang bewegt hat, er einen Staubfussel hat vorbeifliegen sehen, jemand an ihm vorbei gelaufen ist und schwupps- musste er hinterher. Der war teilweise so müde, dass er knallrote Augen hatte und über seine eigenen Füße gestolpert ist. Dazu kam noch die Unausgeglichenheit und Knatschigkeit. Wie bei übermüdeten Kindern. Er tat mir dann einfach leid und ich habe ihn dann an die Box gewöhnt. Da kam er dann zum Beispiel nach dem Spaziergang rein. ich saß dann auf der Couch und er pennte in der sogar teils abgedunkelten Box. Das wäre ohne nicht möglich gewesen. Hausleinen hat er mir mehrere durchgekaut (daran kann man sich ja auch wunderbar pushen ). Irgendwann ist er von selbst nach dem Spaziergang oder auch zwischendurch in die Box gegangen. Ich hatte das Gefühl, er hat diese reizarme Höhle total geschätzt. Nach dem Motto "Gott sei Dank ist hier drin Ruhe".

    Bliss war, als ich sie bekam, ganz furchtbar unruhig. Ich weiß nicht viel darüber, wie die Umstände bei ihren Vorbesitzern waren und was sie in den vier Monaten bei den Pappnasen so erlebt hat, aber sie muss definitiv in einem sehr unruhigen Haushalt gelebt haben und oft weggesperrt worden sein. Damit sie hier zur Ruhe kommt und sich nicht ausgegrenzt fühlt, habe ich dann anfangs die Box neben meinen Schreibtisch gestellt und sie reingeschickt, um sie räumlich abzugrenzen. Zusätzlich Tür zu und eben absolute Ruhe. Das hat ihr so gut getan. Beim ersten Mal hat sie direkt fünf Stunden durchgepennt und war danach total relaxt. Irgendwann ist sie von selbst hinein, wenn ich am Schreibtisch gesessen habe und mittlerweile brauche ich die Box gar nicht mehr. Sie sucht sich jetzt ihre Ruheorte selbst und zieht sich zurück, wenn sie genug hat.

    Bei beiden hat das nicht lange gedauert, vielleicht jeweils ein bis zwei Monate, dass ich die Box zuerst offen und dann komplett weglassen konnte. Mittlerweile habe ich im Haus total entspannte Hunde, die eigentlich nur pennen und rumdösen. :sleep:
    Wenn wir irgendwo sind (Café etc) ist das eigentlich nie ein Problem gewesen. Da verhalten sie sich ruhig. ich verlange nicht, dass sie schlafen. Sie dürfen ruhig neben mit sitzen oder auch stehen und gucken. Sie sollen nur niemanden belästigen. Aber ehrlich gesagt nehme ich meine Hunde auch nur sehr selten mit in Gaststätten. Ich habe das selbst nicht so gerne und finde, dass meine Hunde zuhause einfach besser aufgehoben sind.

    Bei Joy, unserem ersten Aussie, war eine Box nicht nötig. und Luna, mein BC Mix hat das auch nie gebraucht. Ich denke das ist wirklich vom Hund abhängig.

    Und ihr wisst ja, wie die Leute so sind, selbst wenn man sie vorwarnt und bittet das zu ignorieren :roll:

    Ist aber trotzdem schon viel besser geworden.

    Wie arbeitet ihr am Anspringen?
    Ich finde es mittlerweile viel effektiver, dem Hund tatsächlich ohne Umschweife mitzuteilen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Das ist in dem Alter nämlich nur noch reine Pöbelei. Sprich: Ich mach zwei richtig pöbelnde Schritte in ihn rein und marke das auch mit einem strengen "Nein". Bliss hat die Springerei am Anfang nämlich auch gezeigt und ignorieren und wegdrehen brachte nix.

    Die 5-Minuten Regel finde ich beim Junghund sehr schwierig. Die müssen einfach ausreichend rennen, springen, toben und sich bewegen. Das ist ja auch gut für die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System. Mit meinen war ich in dem Alter deutlich länger unterwegs, als die 5-Minuten Regel vorgibt. Dann waren sie aber auch zu 80 % im Freilauf.

    Zur Leinenführigkeit: Bliss ist super, wenn wir alleine sind. ist Tex dabei, sind die ersten 50 Meter der Horror. Fast so, als hätte man nen Mustang an der Leine. Die Erwartungshaltung ist einfach zuuuu groß. Bin aber gerade dabei, das zu trainieren und es geht langsam etwas besser. Sind wir eine Weile unterwegs, legt sich das komplett. Da laufen beide brav an meiner linken Seite und ich hab so gut wie nix an der Hand =).