Beiträge von DiemitdenAussies

    Kommt ja auch immer drauf an, wie man die Stunde Spaziergang gestaltet. Bin ich kurz unterwegs, sorge ich schon dafür, dass die Nase ein wenig außer Puste geraten und sich anstrengen müssen. Ich lasse sie Bäume und Gebüsche umrunden oder sie auf Baumstämmen balancieren, gehe mit ihnen zum Schwimmen, spiele Frisbee usw. Irgendetwas findet man ja immer =)

    @PocoLoco: :bindafür:

    Ebenso ist ein Rüde auch durchaus in der Lage zu lernen, wann sich eine direkte Konfrontation nicht lohnt. Aber dafür muss er es lernen dürfen (das gleiche übrigens auch bei läufigen Hündinnen).

    Und ich denke, davor haben viele Rüdenbesitzer einfach angst. Angst, unangenehm aufzufallen, Angst, dass sie ihren Rüden nicht richtig einschätzen können usw. Kann ich auch verstehen. Das ist schon ein batzen an arbeit, was da unter Umständen auf einen Rüdenbesitzer zukommt. Aber dann frage ich mich, wieso man sich einen Rüden zulegt, wenn man rüdentypisches Verhalten (im normalen Rahmen) nicht mag...

    Hm, dann kommt man vielleicht auf den Vergleich von Schaden und Nutzen? Meine kastrierten Rüden sind noch nie in ihrem Leben einen anderen Hund angegangen. Also entweder es ist eine Sache der Erziehung, oder es geht tatsächlich darum, die Hormone des aggressiven Hundes zu drosseln. Eine Kastration ist wohl kein schädigender Eingriff, wenn man seinen Hund auch sonst zu verstehen weiß. :/

    Waren deine Rüden vor der Kastra alle aggressiv? Oder hast du "vorsichtshalber" kastriert?

    Das kann man nicht sagen, dafür sind die noch zu jung.

    Nur zum Vergleich: Ich habe durch meine Hundeschule schon mit einer Zahl an Aussies, die über dieser liegt gearbeitet. Ich "kenne" die Hunde also nicht von zufälligen Treffen, sondern aus der Verhaltenstherapie, Grunderziehung und sehr viele in jahrelangen Beschäfitgungskursen. Dabei erlebt man deren Entwicklung eben auch mit, in allen Nuancen.

    Das war auch nicht auf dich bezogen, sondern auf die von dir oben zitierte Aussage von lordbao :). Drei Aussies zwischendurch mal zu erleben, zeichnet (leider) kein Bild von der Rasse.

    Gut erzogene Aussie, die einem Spaziergänger als recht freundliche wirkend begegnen, habe ich auch viele in meiner Hundeschule. Aber man kann in dem Augenblick halt nicht hinter die Kulissen schauen... was da an Arbeit, Blut und Schweiß drin steckt.

    Dem stimme ich absolut zu. Wenn ich berichte, wie Tex mal drauf war, werde ich angeschaut, als hätte ich sie nicht alle. Da kann sich keiner vorstellen, was das mal für eine Granate war. Da kann sich auch keiner vorstellen, dass der freundliche, geduldige Knuddelbär auch eine ganz andere Richtung hätte einschlagen können. Auch Bliss zeigte ziemlich gruselige Verhaltensansätze, als ich sie übernahm.
    ABER:

    Wenn man diese Mühe investiert, bekommt man eine Hund, der für einen durchs Feuer gehen würde. Man wird ein richtiges Team. Und das ist dann ein tolles Gefühl.

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen :bindafür:

    Oder sollte ich lieber gleich schauen, dass es möglichst "perfekt" ist. Bzw zB clicken wenn perfekt und höherwertiges Leckerlie, und wenn bisschen daneben nicht ganz so tolles Lecker und ohne Click?

    So würde ich es machen. Hunde können da durchaus unterscheiden. Meine bekommt zB nur ein verbales Lob, wenn sie Sachen nicht besonders gut ausführt.
    Mal eine ganz banale Frage: Wie habt ihr die Schilder gebaut? Habe mir jetzt alles ausgedruckt, werde sie laminieren und dann...? :???: Ich weiß absolut nicht, wie ich sie am einfachsten (und kostengünstigsten) basteln kann, sodass sie auch ne Weile halten...

    Ich kenne schätzungsweise 50-70 Aussies. Darunter sind natürlich ein paar sehr nette Exemplare. Bedingungslos nett sind die aber trotzdem nicht. Meine eigenen sind auch zum Großteil unproblematisch. aber auch nur, weil da Training reingepumpt wurde. Meine Hündin ist durchaus die größere Zicke, wenn sie angeprollt wird, lässt sich aber gut runterholen. Der Rüde weiß, dass er den Ball flachhalten soll und reagiert gar nicht auf Provokation (was übrigens nur bei mir klappt. Ist zB mein Vater mit ihm unterwegs siehts wieder anders aus). Mir persönlich reicht das. Ich brauche keine bedingungslose Verträglichkeit. ich weiß aber auch von Aussiebesitzern, für die das Management dieser Hunde eine echte Belastung ist.

    Das kann ICH so auf gar keinen Fall bestätigen. Bei uns in der Hundeschule gibt es derzeit einen wahren Aussie-Boom, drei Aussies (alles Rüden) kenne ich besser, kommen alle drei von unterschiedlichen Züchtern, die sind alle drei "nett" zu Mensch und Hund - in der Regel zumindest. Klar gibt es Antipathien, aber Raufbold ist keiner.

    Wie alt sind die Hunde denn? ich kann nämlich schon bestätigen, dass ab einem gewissen Alter das "Nette" aufhört. Im besten Fall ist den Hunden ihr Umfeld (Menschen und Fremdhunde) einfach egal und sie ignorieren es weg. Im schlimmsten Fall hat man plötzlich nen unverträglichen Hund, sobald die erwachsen werden. Nett sind meine zu Menschen übrigens auch. Bei meinem Rüden hat das allerdings ne menge Training gekostet, da er seinen Wach,-und Beschützerjob sehr ernst nimmt. Zu Hunden bedingt. Da ist es ne Sache der Saympathie. Besonders meine Hündin spielt gerne mal den Spielverderber in ner großen Gruppe und beide Hunde lassen sich von anderen nicht die Butter vom Brot nehmen, wenn sie angepöbelt werden. Den ewig netten Aussie gibt es mMn nicht.