Beiträge von DiemitdenAussies

    Ja, genau. Von Shawnee weiß ich aus zwei (unfreiwillig passierten) Situationen, dass er bei Gefahren für mich überhaupt keine Rücksicht mehr auf seine eigene Unversehrtheit nimmt – der lässt sich nicht durch Brüllen, Schläge, Tritte, etc. abhalten, sondern schmeißt sich "mitten ins Geschehen", ohne Rücksicht auf Verluste.

    Das kenne ich so auch von einigen Aussies. So ne "Auf ihn mit Gebrüll!"-Mentalität. Je nach Situation wären meine beiden so drauf. Tex eher als Bliss, aber auch die ist ja ne unerschrockene Drecksau.
    Mir reicht knurren, stellen und anbellen auch.

    Auf eine Hundeausstellung zu gehen ist übrigens auch eine prima Übung, dort laufen so viele Hunde und Menschen. Spätestens nach 15 Minuten wird Dein Hund so reizüberflutet sein, dass er sich nicht mehr großartig für einen anderen Hund interessiert. So haben wir das geübt und es hat gut geklappt.

    Hmm ich finde, dass das kein gutes Training für das Problem bietet. Die machen dann tatsächlich auf Grund der vielen Reize einfach dicht und folgen. Setzen die dann aber zuhause auf dem Feld ohne die ganzen Reize so nicht um. Da übt man eher ein "Erdulden von Reizen" und keinen effektiven Umgang damit.
    Ich denke auch nicht, dass sich der Hund durch sein verhalten irgendwie in den Mittelpunkt stellen will. Der Hund ist scheinbar einfach sehr unsicher und kann mit der Konfrontation (noch) nicht umgehen. Da muss man eher daran arbeiten, dass der Hund nicht mehr das Gefühl hat, er müsse sich jetzt zwangsläufig mit fremden Hunden und Menschen auseinandersetzen. Durch ein Alternativverhalten, Bögen laufen, rechtzeitiges Abschirmen usw. Hinterherzerren ist da für mich keine Dauerlösung.

    :D kenn ich. hab auch fast überall haare! dabei hat sie noch nicht mal "langes" fell.
    oh, hab ganz vergessen, dass sie heut auf nen jogger "los ist". sie war ja so aufgeregt und wollte ihn (wie so viele andern) anspringen/bespielen oder irgendwas. war so schockiert, weil sie das noch nie gemacht hat, dass ich mir das das nächste mal erst mal genauer anschauen muss.

    Ui! Jagdtrieb aufgewacht?

    Ich finde das frühe Kastrieren von Tierheimhunden ganz furchtbar und auch tierschutzwidrig. dafür gibt es mMn auch keinen triftigen Grund. So früh muss kein Hund kastriert werden.
    Ich kenne da eine handvoll Exemplare aus dem Auslandstierschutz, die zwischen dem vierten und sechsten Monat kastriert wurden und die mag ich beide nicht geschenkt haben. Ganz unsichere, unausgewogene Hunde und eine wirkt tatsächlich wie ein Kind im Erwachsenenkörper. Sie ist dazu noch sehr fahrig und neigt durch ihre Unsicherheit zu übersteigerter Aggression. Das ist eben ein schwerwiegender Eingriff, der sich stark auf die Entwicklung auswirken kann.
    Muss nicht, kann aber. Deshalb würde ich persönlich so einen Hund nicht wollen. Wenn Kastration, dann bitte erst, wenn die Tiere erwachsen sind. Man sollte ihnen schon die Möglichkeit einer normalen Entwicklung lassen.

    Ich traue mich nicht, meine Hunde an der Straße (auch auf dem Radweg, wenn ein breiter Grünstreifen dazwischen ist) unangeleint laufen zu lassen, nicht mal die beiden Alten, die mir kaum mal von der Seite weichen.

    Ich auch nicht. Sie laufen dort frei, wo keine Gefahr besteht. Und auch im Wald bleiben meine an gewissen Stellen angeleint, weil diese sehr wildreich sind. Das finde aber auch normal und vernünftig.
    Gefahrloser Freilauf ist für mich überhaupt erstmal die Grundvorraussetzung, die Leine abzumachen.
    Allerdings gibt es eben Hunde, deren Besitzer sich an den gefahrlosesten reizärmsten orten nicht trauen, auch wenn die Hunde weder jagen noch unverträglich sind. Und das finde ich übetrieben.

    Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn man mit seinen Hunden redet, das Essen mit ihnen teilt, ihnen irgendwas anzieht oder sie als vollwertigen Sozialpartner ansieht. Solange da nix bei rumkommt, was dem Hund schadet, kann jeder seinen Hund so behandeln, wie sich beide damit wohl fühlen.
    Meine Hunde sind auch nicht bloß Hunde. Die sind so viel mehr und Manches, was ich tu, finden einige auch übertrieben. Zum Beispiel wenn ich an heißen Tagen nicht nur ein Eis für mich kaufe, sondern den Hunden auch ein Bällchen Jogurteis im Becher mitbringe oder dass sie bei mir im Bett schlafen. Ich liebe das einfach und meine Hunde auch. Wir kommen gut aus.

    Jeder weiss was am besten, für seinen Hund ist man muss sie doch nicht über alles aufregen.

    Manche Menschen wissen das leider nicht oder trauen sich nicht, ihre Hunde auch mal frei laufen zu lassen. Viele sind auch einfach nur Übervorsichtig. Bis zu einem gewissen Maß verstehe ich das, aber irgendwo muss man sich auch mal etwas trauen...dem Hund zuliebe.

    Bestes Beispiel ist ein Mann hier aus der Straße. Er hat immer ältere Schäferhunde aus dem Tierschutz. Der erste war laut seiner Aussage unverträglich und er ging deshalb nur früh morgens und ganz spät abends im Dunkeln, um niemandem zu begegnen. Ich bin ihm mal beim Joggen begegnet, aber bis auf etwas Leinenpöbelei (einfach nur Bellen ohne wirkliche Tendenz nach vorne) war das absolut kein Drama. Trotzdem hatte der Mann Angst, dass etwas passieren könnte. Ergo: Der Hund lief sein ganzes Leben lang im Dunkeln an der kurzen Leine. Das war schon schlimm, finde ich.

    Der Hund starb vor zwei Jahren. Nun hat er eine neue Schäferhündin. Eigentlich eine sehr nette Hündin, doch er und seine Frau sind noch so "traumatisiert" vom Vorgänger, dass sie ihr nicht über den Weg trauen. Ergebnis: Auch dieser Hund fristet sein Dasein nun im Dunkeln an der kurzen Leine. Er wohnt fast gegenüber, aber den Hund habe ich in den zwei Jahren vielleicht dreimal tagsüber gesehen. Das war ganz am Anfang.

    Meine Mutter hat ihn auch mal gefragt, ob der Hund auch unverträglich sei. Er wisse es nicht und wolle einfach kein Risiko eingehen, denn der Hund würde schon Knurren, wenn ein anderer in anpöbelt, war die Antwort. Und sowas finde ich dann schon schlimm. Mittlerweile würde ich sogar sagen, dass der Hund bestimmt irgendeinen Knall bekommen hat, so isoliert wie der lebt. Als ich ihnen das erste Mal begegnete, waren die Frau und ihre Tochter mit ihm unterwegs. Die Hündin hat uns gesehen und war etwas aufgeregt. Da hat sich die Tochter zu ihr runtergebeugt und sie "abgelenkt", während die Frau sich in die Leine gestemmt hat, als habe sie einen Tiger zu bändigen. dabei stand die Hündin einfach nur etwas angespannt, wie es viele Hunde tun, wenn sie fremde Hunde sichten. Kein Grund, Angst zu haben.

    Das ist nichts, worüber ich mich tatsächlich aufrege. Aber ich bedauere es schon sehr für den Hund.