Beiträge von DiemitdenAussies

    Bei vielen fehlt bestimmt eher die Gelegenheit es zu lernen. Mal ehrlich. Die meisten Hunde sehen nach der Welpenstunde andere Hunde maximal beim Gassi im Wald. Wie soll ein Rüde dann lernen mit dem Reiz umzugehen

    Ganz ehrlich? Wenn mir als Rüdenhalter etwas daran liegt, dass mein Hund lenkbar wird, wenn ein läufiges Mädel in der Nähe ist, ist für mich nicht nach der Welpenstunde schluss. Wenn man keine Trainingsmöglichkeit hat, muss man sich welche suchen. Eine Trainerkollegin von mir hat 5 unkastrierte Jungs jeden Alters und die verabredet sich absichtlich regelmäßig mit einer weiteren Trainerin und ihren 3 Mädels, wenn diese läufig sind. Geht nicht gibts nicht.

    mairi: Ich würde es halt so lange erlauben, wie er noch ansprechbar und abrufbar ist. Und rausnehmen, bevor er sich reinsteigert oder die Hündin belästigt.

    Rüden, die intakte Hündinnen nicht gewohnt sind scheinen diese Unterscheidung nicht zu machen, wenn ich da an Gassigänge mit läufiger Hündin (keine Stehtage) denke. Die merken/wissen? nicht, dass es noch nicht soweit ist und benehmen sich dementsprechend kopflos... zumindest hier.

    Ja das ist so. Und es würde den Haltern das Leben mit ihrem Hund um einiges erleichtern und so manchem Rüden die Kastration ersparen, wenn die Halter ihren Hunden mal die Gelegenheit böten, diesen Unterschied zu verstehen. Aber es werden ja schon Dinge wie lecken oder "Zähneklappern" unterbunden. Und das ist ja eigentlich der normale rüdenhafte Umgang mit dem Reiz "Läufigkeit".

    Naja...sind wir mal ehrlich. Wenn das nicht klappen würde, dass Rüden im Gehorsam bleiben, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind, dann gäbe es keine Sporthunde, die damit super umgehen können. Von denen wird erwartet, dass sie trotzdem arbeiten. Ist natürlich maximale Ablenkung, aber es wird erwartet. D

    ie meisten Jungrüdenbesitzer sind irgendwie peinlich berührt, wenn ihr Hund bei einer läufigen Hündin die Fassung verliert und meiden diese. Halte ich für grundlegend falsch und bin daher auch für das Training von intakten Rüden und läufigen Mädels gemeinsam auf dem Hundeplatz. Irgendwie müssen die Rüden ja eine Chance haben, mit diesem Reiz umgehen zu lernen.

    Mein Rüde findet die komplette Läufigkeit meiner Hündin bis zu den Stehtagen völlig unspektakulär. Der bedrängt sie nicht, beschleckt sie nicht dauernd und reitet nicht auf. Er frisst normal und verhält sich wie immer. Der hat einfach gelernt, dass das eh noch nicht die richtige Zeit ist. In den Stehtagen trenne ich die Hunde. Aber auch dann ist Ruhe. Der pennt ganz entspannt mit Bliss in Standhitze auf der anderen Seite der Türe. Ist für ihn keinen Aufreger mehr wert. Er kommt nicht zum Zug und gut isses...

    Im Freilauf ist er von läufigen Hündinnen auch abrufbar.

    Das einzige wo ich sie ruhig bekomme sind Tricks, weil es da Leckerlis gibt

    Ich denke eher, sie ist dann ruhig, weil sie sich wirklich konzentriert und tatsächlich ihr Hirn anstrengen muss, das sich auf dem oben gezeigten Video ja irgendwie scheinbar nur im Leerlauf befindet. Ich würde mich mehr aktiv mit dem Hund beschäftigen (Tricks, Unterordnung, vielleicht ZOS), weniger den doofen Ball werfen, mich mehr mit dem Hund bewegen, ihr richtige Aufgaben geben und sie dann für ruhiges Verhalten belohnen.

    Edit:

    Ich würde gemeinsam spazieren gehen.
    Ohne Ball und Spielis.

    Genau das!

    Doofe Frage, aber können Rüden mit der Zeit und mehr Erfahrungen mit läufigen Hündinnen lernen, trotzdem ansprechbar zu bleiben, oder ist das sehr individuell?

    Ja können sie. Vielleicht nicht jeder im selben Rahmen, aber es ist definitiv machbar. Gibt natürlich hypersexuelle Härtefälle ohne jegliche Impulskontrolle oder Frustrationstoleranz. Aber ich gehe jetzt einfach mal vom normal gelagerten Jungrüden außerhalb aller Extreme aus und da geht es in jedem Fall, wenn man das nach und nach einfordert und eine Gewöhnung stattfindet.