Was heißt in dem Zusammenhang Schwäche und Stärke?
Viele Dinge, die dem Menschen nicht gefallen, haben für den Hund ja einen historischen (aus der Arbeit entstandenen) Hintergrund.
Bei einem Vorstehhund gefällt mir persönlich zum Beispiel das jagdliche Arbeiten, die Kooperation mit dem Menschen und das Leistungsvermögen in genau dem jagdlichen Bereich.
Wohingegen jemand anders den "Jagdtrieb" vielleicht problematisch findet und es aber super findet, dass der Hund nett zu Menschen ist.
Guter Einwand.
Und was "Stärke" oder "Schwäche", ist ja auch ganz stark Geschmackssache. Ich führe zum Beispiel den Schutz,-und Wachtrieb beim Aussie als positiv auf. Das ist sicherlich für manche ein Negativpunkt. Ich habe daher als "Schwäche" aufgeführt was in den Augen mancher anderen HH als Schwäche aufgefasst werden könnte.
Mir zB ist es eigentlich recht egal, dass meine Hunde kein Fan vom Fremdhunden sind und Menschen gegenüber erstmal zurückaltend reagieren. Ich brauche keine superverträglichen Hunde, die alles und jeden lieben, weil ich eigentlich ziemlich genau so ticke wie sie.
Ich brauche keine Gassigängerkumpels und bin gerne mit den Köters allein in der Pampa unterwegs oder trainiere. Mir sind Dinge wie Arbeitswille und zB Wachtrieb wichtiger. Mit Hunden, die aufpassen, fühle ich mich einfach sicherer.
Schattenseiten hat aber jeder Rasse und ich finde es schon interessant, wo die bei anderen Rassen sind. NUR positiv gibt es mMn nicht. Beim Aussies isses meiner Meinung nach die Reizempfindlichkeit und die Selbstständigkeit, die nix für jedermann sind und einem auch als Besitzer manchmal den Dampf aus den Ohren kommen lassen. Das muss man schon echt akzeptieren, um damit klarzukommen.