Beiträge von DiemitdenAussies

    "Die Ohren sind im ASCA-Rassestandard der einzige Punkt, der funktionell betrachtet keinen Sinn hat". Inwiefern diese Aussage stimmt, habe ich leider noch nicht ganz durchblicken können

    Ich denke mal, dass alles andere tatsächlich seine Verankerung darin hat, dass diese Hunde lange und ausdauernd arbeiten können sollten. Vom "ins V laufen" über die Winkelung und und und...Die Ohren haben nichts damit zu tun und sind für die Arbeit irrelevant. Und mal ehrlich: Wenn man sich mal anschaut, wie viele kuhhessige Aussies herumlaufen, die echt schwerfällig und phlegmatisch wirken und trotzdem in die Zucht gehen...ja danke nein. Da nehme ich lieber das Stehohr.

    Hier geht es um einen Junghund von nicht einmal fünf Monaten. 45Minuten wären mir da zuviel. So oder so. Wo soll das hinführen. Mit einem Jahr ist man dann bei Gewaltmärschen von drei Stunden täglich...

    Na und wenn schon? Das ist für einen jungen gesunden Hund doch toll. Da muss nur der HH lust zu haben. :hust:
    Ansonsten schließe ich mich Pischelbär an: Man MUSS ja zum glück garnix und kann es einfach bei 45 Minuten belassen.

    Ist trotzdem schade, wenn ein top Hund nicht in die Zucht kann, wegen nem doofen Ohr. Wenn ein Hund richtig bombe ist, tolle Anlagen hat und beste Gesundheit, ist es einfach engstirnig, dass sowas völlig Nebensächliches wie eine Ohrenstellung den Weg versperrt. Zumal eben genug Probleme da sind. Und das sage ich jetzt nicht, weil ich selbst einen Stehohr-Hund habe, sondern weil ich es einfach schade finde, wenn Potenzial verschwendet wird.

    Ich hatte einen Hund in meiner Junghundegruppe, der mit knapp 6 Monaten schon schwere HD hatte. Ein Auslandshund (Bardinomix), mit dem sicherlich nicht irgendwer stundenlang in der Gegend herumgerannt ist. Und die Krankheit merkte man deutlich . Und was sagt der Arzt: Viel bewegen, denn Muskulatur ist das A und O und die kommt nicht vom Schongang.

    Ich habe Bliss mit 6 Monaten zu longieren angefangen. Das müsste ja dann auch schädlich sein...der Theorie nach. Allerdings habe ich dadurch schon sehr früh einen sehr gut bemuskelten Hund gehabt und war da schon bis zu zwei Stunden mit der unterwegs. Viel offline halt. Röntgenergebnis: Alles frei.

    Meine Hunde durften sich als Welpen viel bewegen.Sie waren alle gesund bis ins hohe Alter und haben keine Knochenprobleme bekommen.

    Die freie Bewegung - bei der die Welpen selbst entscheiden, wieviel sie sich bewegen - schadet nicht. Sie ist wichtig für die Entwicklung des Welpen. Die 5-Minuten-Regel bezieht sich auf Spaziergänge mit dem Welpen. Die sollte man kürzer halten, je nach Alter des Welpen.

    Dem schließe ich mich an.
    Wir haben unseren Welpen (hier lebt grad der fünfte) immer viel freie Bewegung ermöglicht, während längerer Gänge Pausen gemacht oder auch mal ein paar Meter getragen, wenn man gemerkt hat, dass der Welpling müde wurde. Das Resultat: Fitte Hunde bis ins hohe Alter.

    Wenn zwischendurch stehen geblieben und nicht stramm marschiert wird, finde ich das jetzige Pensum auch an der Leine in Ordnung.

    Wir hatten einen super Gang. Zweimal Hundebegegnung im Dunkeln und bei beiden Malen hat die Umorientierung super klasse funktioniert. Bliss konnte sich den Hund in Ruhe anschauen (angespannt war sie noch, aber still) und nach wenigen Sekunden ging der Blick automatisch zu mir. Bei der zweiten Begegnung hat sie sich am Ende sogar neben mich gesetzt (!) und geschaut. Da war ich ja baff. Waren allerdings auch keine Frontalbegegnungen. Das ist erstmal noch Königsklasse. Trotzdem freue ich mich gerade über diesen Erfolg. :applaus:

    Soviel ich weiß ist Bristol MDR 1 +/- darum hat sie auch überhaupt nur überlebt. Ein MDR 1 -/- Hund wäre nicht zu retten gewesen.

    Ich würde aber auch einen MDR 1 +/- Hund nehmen. Nur -/- käme nicht in frage. Das muss in der aussiezucht nicht mehr sein.

    Aufpassen bezüglich medis würde ich aber eh bei allen vom MDR 1 betroffenen rassen. "Better safe, than sorry" denke ich mir da halt.

    Lg

    Das sehe ich auch so.
    Mich schrecken +/- mit +/+ Verpaarungen überhaupt nicht ab. Für mich ist das der einzige vernünftige Weg, den Defekt nach und nach auszudünnen. Nur +/+ Hunde zu verpaaren macht für mich keinen Sinn, weil man dann ganz schnell wieder Inzucht hat und andere Problematiken (zB Epi, Wesensschwäche und und und) Gefahr liefen, mehr zu werden. MDR1 kann man über Test zu gut und sicher im Griff halten. Andere Krankheiten nicht. Ich hatte bisher drei +/- Hunde und keiner hatte bisher Probleme. Ich würde auch immer wieder einen +/- Hund nehmen. Was -/- angeht, bin ich ganz bei @Gammur. Das muss heute nicht mehr sein.